Faber-Castell-CEO Stefan Leitz über Traditionsmarken im globalen Wettbewerb – und den Moment, der ihn Millionen kostete
15.07.2026•1:37:58
Vom klassischen FMCG-Umfeld bei Procter & Gamble und Unilever direkt an die Spitze eines der traditionsreichsten Familienunternehmen der Welt: Stefan Leitz steuert als CEO das 265 Jahre alte Imperium Faber-Castell. In dieser Folge von Debugged zeigt er auf, wie man eine ikonische Traditionsmarke mit über 600 Millionen Euro Umsatz durch die digitale Transformation führt. Dabei analysiert er die aktuellen makroökonomischen Herausforderungen der Branche – von fehlerhaften Marktwachstumsprognosen über protektionistische US-Zölle bis hin zum massiven Verdrängungswettbewerb durch chinesische Überkapazitäten in Lateinamerika und Asien. Er begründet zudem strukturelle Einschnitte wie die Schließung der unternehmenseigenen Akademie aus rein betriebswirtschaftlicher Verantwortung. Er erinnert sich außerdem an seinen komplizierten Einstieg ins Unternehmen unmittelbar zu Beginn der Corona-Pandemie. Außerdem erklärt er, warum globale Marktdaten oft das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen, und wie billige Überkapazitäten aus China gerade die gesamte Schreibwarenbranche disruptieren. Stefan teilt harte Management-Learnings über die Trägheit des Erfolgs, das „Leitzsche Dreieck“ – und warum er bei der Gen Z die Nuss der Work-Life-Balance noch nicht geknackt hat. Außerdem spricht er offen über den Moment, als er einen Millionen-Karriereschritt zugunsten seiner Familie absagte. Ein Deep Dive voller Leadership-Klartext, dicken Brettern im Change-Management und der Vision einer Symbiose aus App und analogem Stift bis 2035. Doch bei all den harten KPI-Fakten verrät ein kleiner Brief auf seinem Kopfkissen, was im Leben wirklich die härteste Konsequenz fordert…