#22: Lion Feuchtwanger und sein Roman "Exil"
#22: Lion Feuchtwanger und sein Roman "Exil"

#22: Lion Feuchtwanger und sein Roman "Exil"

Der Leselust Podcast


Heute • 42 Min.

Der Roman Exil spielt im Paris der 1930er-Jahre und schildert das Leben deutscher Flüchtlinge, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach Frankreich geflohen sind. Noch liegt der bisher größte und verlustreichste Krieg der Menschheitsgeschichte in der Zukunft. Der Roman schildert Karrierismus, Opportunismus, Unterdrückung, Zivilcourage, Liebe und Verrat. Im Mittelpunkt steht der Komponist Sepp Trautwein und seine Frau Anna. Trautwein engagiert sich mit journalistischen Mitteln gegen die Nazis, nachdem der regimekritische Journalist Friedrich Benjamin von den Nationalsozialisten entführt wurde. Trautwein setzt sich für dessen Freilassung ein und gerät dabei zunehmend in Konflikt mit seiner Frau Anna und seinem eigenen künstlerischen Schaffen. In Exil wird der Wartesaal zur Metapher für die Lage der Vertriebenen in Paris und anderen Zufluchtsorten. Sie sitzen auf gepackten Koffern, ohne Heimat, oft ohne Arbeitserlaubnis und ohne Gewissheit über die Zukunft, während sie auf ein Ende des Nazi-Regimes warten.