Der Schmerzcode
Der Schmerzcode

Der Schmerzcode

Marco Wintruff


Podcast

Habt Ihr Euch schon einmal gefragt, wie Schmerzen entstehen und wie sie verarbeitet werden? Oder welche neuen Entwicklungen es im Bereich der Schmerzmedikamente gibt? Vielleicht interessiert Euch auch, wie Schmerztherapie in der täglichen Praxis funktioniert und welche Tipps Experten aus anderen Fachbereichen für uns haben. Dann haben wir großartige Neuigkeiten für Euch! Ab dem 1. August 2024 startet unser brandneuer Podcast “Der Schmerzcode”. Jeden ersten Donnerstag im Monat um 6 Uhr werden wir eine neue Podcast-Folge veröffentlichen. In “Der Schmerzcode” tauchen wir tief in die Welt der Schmerzmedizin ein. Wir präsentieren Euch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, Ansätze und spannende Gäste, die dazu beitragen können, die Versorgung unserer Patienten zu verbessern. Seid Ihr bereit für diese aufregende Reise durch die moderne Schmerzmedizin? Dann abonniert “Der Schmerzcode” und begleitet uns dabei, wenn wir die Geheimnisse des Schmerzes lüften! Euer “Der Schmerzcode” Team Marco Wintruff und Jan-Peer Rogmann

Alle Folgen

  • Achtung Schmerzmittel - Diese Fehler können gefährlich werden

    02.07.202645:47

    In dieser Folge sprechen wir mit Annika, einer klinischen Pharmazeutin, über den praktischen Umgang mit Schmerzmedikation im klinischen Alltag, vor allem mit Opioiden. Wir ordnen Schmerzmittel nach dem WHO-Stufenschema ein und besprechen Basismedikation, Bedarfsmedikation und Begleitmedikation gemeinsam. Ein Schwerpunkt liegt auf Sicherheitsaspekten und Wechselwirkungen bei Nicht-Opioid-Analgetika wie Metamizol, NSAIDs und Diclofenac. Außerdem gehen wir auf Opioid-Darreichungsformen, die richtige Anwendung von Fentanylpflastern, Probleme bei Schluckstörungen und Sondenernährung sowie auf Obstipation und Co-Analgetika ein. Zum Schluss sprechen wir über typische Wechselwirkungen mit Grapefruitsaft, Johanniskraut und anderen Produkten sowie über die Bedeutung von Teamkommunikation, Interaktionschecks und einer guten Übergabe im Entlassmanagement.

  • Schlaf, Schmerz und Gehirn - Über die geheime Verbindung von Schlaf und Schmerz

    04.06.202648:51

    In dieser Folge sprechen wir über den Zusammenhang von Schlaf und Schmerz und warum Schlaf in der Schmerztherapie wichtig ist. Wir beschreiben, wie Schlafmangel Schmerzen verstärken kann, und nennen Folgen für Stimmung, Konzentration, Immunsystem und Regeneration. Zum Schluss besprechen wir praktische Maßnahmen wie Schlafhygiene, Bewegung und weniger Koffein am Abend sowie weitere Behandlungsoptionen bei Insomnie.

  • Brain under Attack: Trigger, Triptane, CGRP – der Migräne Deep Dive

    07.05.20261:17:18

    In dieser Episode von "Der Schmerzcode" widmen wir uns dem Thema Migräne, einer weit verbreiteten neurologischen Erkrankung, die mehr als eine Milliarde Menschen betrifft. Gemeinsam mit Till, einem zertifizierten Kopfschmerzexperten, betrachten wir die Fortschritte in der Migräneforschung und -behandlung der letzten zwei Jahrzehnte. Wir erläutern die Pathophysiologie, die verschiedenen Arten von Migräne und die Unterschiede zwischen episodischer und chronischer Migräne. Besonderes Augenmerk liegt auf den Triggern wie Stress und Ernährung, sowie den Herausforderungen, vor denen Patienten stehen. Wir diskutieren die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten, einschließlich akuter und prophylaktischer Therapien sowie nicht-medikamentöser Ansätze. Abschließend reflektieren wir über die aktuellen Entwicklungen in der Migräneforschung und die gesellschaftliche Wahrnehmung dieser ernsthaften Erkrankung.

  • Ehlers-Danlos-Syndrom - Multisystemerkrankung verstehen

    02.04.202649:14

    In dieser Episode des Podcasts "Der Schmerzcode" besprechen Jan-Peer und Marco ein faszinierendes, jedoch oft missverstandenes Thema: das Ehlers-Danlos-Syndrom (EDS) und die damit verbundenen Herausforderungen. In einem persönlichen Gespräch kommen sie auf eigene Erlebnisse und die Schwierigkeiten zu sprechen, die Patienten mit dieser seltenen genetischen Erkrankung durchleben müssen. Anhand einer Patientin, die ihr Leben mit EDS schildert, wird deutlich, wie vielschichtig und facettenreich die Symptome dieser Erkrankung sind. Zu Beginn wird die Seltenheit des EDS hervorgehoben, das eine Prävalenz von etwa 1 zu 5000 hat. Jan-Peer und Marco liefern eine umfassende Erklärung, was genau das Syndrom ist und wie sehr es den Körper betrifft: Es handelt sich um eine genetische Bindegewebserkrankung, die nicht nur Gelenke betrifft, sondern auch das gesamte Bindegewebe im Körper. Dabei wird darauf hingewiesen, dass es 13 anerkannte Subtypen gibt, die sehr unterschiedliche Symptome zeigen können, von Gelenkhypermobilität bis hin zu schwerwiegenden internistischen Problemen. Ein zentraler Aspekt der Diskussion ist die damit verbundene Schmerzproblematik. Die beiden Moderatoren stellen fest, dass Schmerz kein diagnostisches Hauptmerkmal dieser Erkrankung ist, jedoch fast alle Betroffenen unter chronischen Schmerzen leiden. Sie erkunden, wie sich die verschiedenen Schmerzarten – nozizeptive, neuropathische und zentrale Sensibilisierung – im Laufe der Erkrankung entwickeln können. Hierbei wird auch angesprochen, dass die Diagnosestellung häufig Jahre dauern kann und Patienten oft als "Hypochonder" abgestempelt werden, da ihre Symptome nicht immer sofort ernst genommen werden. Im Verlauf des Gesprächs wird Anna, die betroffenen Patientin, eingeladen, um Einblicke in ihre persönliche Geschichte und den Umgang mit EDS zu geben. Sie schildert eine lange Odyssee von Fehl- und Falscheinschätzungen über ihre Erkrankung und beleuchtet, wie sie schließlich bei fachkundigen Ärzten landete, die ihre Symptome ernst nahmen. Anna beschreibt eindringlich, wie die Symptome ihr alltägliches Leben beeinflussen - von chronischen Gelenkschmerzen über gastrointestinale Probleme bis hin zu Fatigue und Konzentrationsstörungen. Die Zuhörer erhalten ein greifbares Bild von den Herausforderungen, mit denen Menschen mit EDS konfrontiert sind, und von der Notwendigkeit, die Erkrankung als multi-systemisches Problem zu betrachten. Abschließend wird das Ziel der Episode klargestellt: Die Schaffung von Bewusstsein für das Ehlers-Danlos-Syndrom und die Herausforderungen, die damit einhergehen. Jan-Peer und Marco ermutigen zur offenen Diskussion über seltene Erkrankungen und betonen, dass jeder Fall einzigartig ist und ein besseres Verständnis schafft, um betroffenen Menschen die notwendige Unterstützung zu geben. Sie bedanken sich bei Anna für ihren offenen und lehrreichen Beitrag und schliessen mit einem Appell an die Zuhörer, sich bei Fragen oder Themen, die sie im Podcast besprochen sehen möchten, zu melden.

  • Podcast Folge 20 - Neue Studie, neue Chancen? Winfried Meissner klärt auf

    05.03.202641:34

    In dieser Episode des Podcastes Der Schmerzcode reflektieren Jan-Peer mit Marco über die aktuellen Entwicklungen und Diskussionen lebendig zum Thema Schmerz. Wir sind positiv überrascht von der Resonanz des Publikums und prüfen, wie wir unser Projekt fortsetzen können. Marco berichtet von einem lehrreichen Kongress in St. Anton und leitet ein Interview mit Winfried Meissner, einem Experten für Schmerzmedizin, ein. Winfried Meissner teilt seine Erfahrung und spricht über die aktuelle Forschung zu medizinischem Cannabis, insbesondere zu den Herausforderungen und Richtlinien bei der Anwendung zur Schmerzlinderung. Wir diskutieren die neue Studie zu Cannabinoiden und deren Potenzial bei chronischen Rückenschmerzen, betonen aber auch die Notwendigkeit eines multimodalen Therapiekonzepts. Abschließend reflektieren wir über die zukünftigen Entwicklungen in der Schmerztherapie und die Rolle digitaler Technologien im Kontext menschlicher Interaktion.

  • Schmerz im Alter neu denken – Die S3-Leitlinie GeriPAIN

    05.02.202652:51

    Im 19. Podcast von „Der Schmerzcode“ diskutieren Jan-Peer und Marco die neuen S3-Leitlinien zur Schmerztherapie bei älteren Patienten. Die Hosts beschreiben die Notwendigkeit, spezielle Leitlinien für ältere Patienten zu schaffen, die oft von Mehrfacherkrankungen und einer komplizierten Medikation betroffen sind. Sie betonen, dass ältere Menschen eine andere pharmakologische Behandlung benötigen, da sich ihre Resorption und Metabolisierung von Medikamenten verändert. „Start low, go slow, keep simple“ wird als Leitprinzip festgelegt, um unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu vermeiden. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Schmerztherapie für ältere Menschen oft vernachlässigt wird, weil Schmerzen als Teil des Alterns angesehen werden. Jan-Peer und Marco unterstreichen, dass es wichtig ist, diese Sichtweise zu ändern und den älteren Patienten ein besseres Schmerzmanagement zu bieten. Ein wesentliches Merkmal dieser Episode ist das Interview mit den Expertinnen Melina Händlmeier und Corinna Drebenstedt, die tiefere Einblicke in die S3-Leitlinie „GeriPain“ geben. Sie teilen ihre Erfahrungen und Herausforderungen bei der Entwicklung einer Leitlinie, die auf die spezifischen Bedürfnisse älterer Schmerzpatienten eingeht. Es wird diskutiert, wie wichtig interprofessionelle Zusammenarbeit ist, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, und dass sowohl Angehörige als auch Pflegepersonal in den Schmerzmanagementprozess integriert werden sollten. Ein kritischer Punkt der Diskussion ist, dass nicht nur Schmerzfreiheit, sondern auch die Funktionalität der Patienten im Vordergrund stehen sollte. Das bedeutet, dass die Schmerztherapie auch darauf abzielen sollte, die Selbstständigkeit und Lebensqualität der älteren Menschen zu erhalten. Auch die Bedeutung von Bewegung und nicht-medikamentösen Therapien wird hervorgehoben, da diese zur Schmerzlinderung beitragen und die Lebensqualität verbessern können. Am Ende der Episode reflektieren die Hosts über die zukünftige Entwicklung in der Schmerztherapie und ermutigen die Hörer:innen, sich aktiv mit den Themen Schmerzmanagement und Geriatrie auseinanderzusetzen. Mit einem positiven Ausblick auf die möglichen Fortschritte in der Versorgung älterer Schmerzpatienten wird der Podcast abgerundet und die Zuschauer ermutigt, selbst aktiv zu werden - nicht nur in ihrer beruflichen, sondern auch in ihrer persönlichen Umgebung.