79: Sonderausgabe über das Bundesjagdgesetz und seine Folgen
79: Sonderausgabe über das Bundesjagdgesetz und seine Folgen

79: Sonderausgabe über das Bundesjagdgesetz und seine Folgen

Der Wolfspodcast


16.12.2025 • 43 Min.

Nach jahrelangem politischen Ringen um Schutzstatus, Erhaltungszustand und flächendeckenden Herdenschutz geht nun am morgigen 17.12.2025 der Gesetzesentwurf zum Jagdgesetz ins Bundeskabinett. Der Wolf soll künftig eine jagdbare Art sein, und ein regionales Bestandsmanagement, Jagdquoten und reguläre Jagdzeiten für Wölfe damit ermöglicht werden. Doch was bringt eine Jagd auf den Wolf wirklich? Gar nichts – sagt der Wolfsfilmer und Biologe Sebastian Koerner. In dieser Episode spricht er offen über das politische Manöver, den Wolf regulär bejagen zu wollen – und erklärt, warum das wissenschaftlich durch nichts zu rechtfertigen ist. Eine Bejagung macht Wölfe weder scheuer noch schützt sie Weidetiere besser. Entscheidend ist allein: guter Herdenschutz. Während Rehe, Hirsche und Wildschweine tatsächlich reguliert werden müssen, um Wald und Landwirtschaft im Gleichgewicht zu halten, übernimmt der Wolf an der Spitze der Nahrungspyramide eine andere Rolle: Er reguliert sich selbst – abhängig vom Nahrungsangebot. Seine Bejagung wäre ökologisch sinnlos und politisch verantwortungslos. Diese Folge ist ein Plädoyer für Vernunft, Wissenschaft und Respekt vor natürlichen Zusammenhängen – und eine klare Ansage an die Politik: Hört endlich auf, Naturpolitik nach Lobbyinteressen zu machen. Das Schlusswort hat Insiderin Ines. Es gibt neue dramatische Entwicklungen in Sachen Artenschutz aus Brüssel zu vermelden. Schon jetzt steht fest, 2026 wird ein Jahr der großen Herausforderungen. Ines richtet einen deutlichen Appell an die großen Naturschutzverbände. „Wir müssen jetzt alle zusammenhalten und der Kommission und vor allem den Rechten im Europaparlament klarmachen: Nicht mit uns. Hands off Nature!“