Designerklärer
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Christoph Luchs


Podcast, Gesellschaft

Was ist Design? Der Podcast Designerklärer hinterfragt für Euch Marken, Werbung, Produkte und Medien. Zusammen mit spannenden Gästen macht sich Diplom-Designer Christoph Luchs auf den Weg, Design zu entschlüsseln und Euch verständlich darzustellen, wie aus Ideen kreative Prozesse werden. Auch das Thema der Ausbildung, Studium und die Arbeitswelt von Designerinnen und Designern wird beleuchtet. Spannende Technologien kommen ebenso zur Sprache wie die Frage, ob Künstliche Intelligenz kreative Arbeit überflüssig machen wird. Neben den Gesprächen werden Bücher, Filme, Serien und Websites vorgestellt, die in den Shownotes abgerufen werden können. Somit könnt Ihr euch selbst auf den Weg durch den Design-Dschungel wagen!

Alle Folgen

  • Hast Du noch dieses Leise Grinsen in der Virtuellen Realität, Martin Wettig?

    17.07.20261:05:00

    In Folge 36 spricht Christoph Luchs mit Martin Wettig über Virtual Reality, Augmented Reality, die Microsoft HoloLens, Microsoft Mesh und die Frage, warum sich VR-Brillen fast 30 Jahre nach den ersten Prototypen im Alltag immer noch nicht durchgesetzt haben. Schon 1996 stand Christoph Luchs in einer der ersten Game-Arcades Deutschlands und setzte sich einen Kilogramm-schweren VR-Helm auf – träge, klobig, aber mit genau dem Grinsen im Gesicht, das Martin Wettig Jahrzehnte später bei jedem erlebt hat, der zum ersten Mal eine Microsoft HoloLens aufsetzt. Dazwischen liegt eine Technikgeschichte voller Versprechen, die bis heute nicht ganz eingelöst wurden. »Wir müssen erst lernen zu definieren, wohin die Reise eigentlich geht.« – Martin Wettig Martin Wettig ist Technical Artist und wissenschaftlicher Visualisierer. Über die Zwischenstation am Planetarium in Berlin kam er 2017 zum HoloLens-Team bei Microsoft – und wurde direkt mit Augmented und Virtual Reality ins kalte Wasser geworfen. Er erklärt, wie die Brille Räume erkennt und Hologramme fest im Raum verankert, warum sie vor allem für Industrieanwendungen gedacht war und warum es trotz spektakulärer Messe-Demos – etwa in Wartung und Motorenbau – kaum produktive Dauereinsätze gab. Ein Grund: Investitionsdruck und fehlende Killer-Apps. Ein anderer, sehr konkreter: Microsofts „Immersive Meetings“ scheiterten in Europa an Datenschutzbestimmungen und sind in Teams bis heute deaktiviert – jedoch in den USA verfügbar. Zahlen unterstreichen das Gefälle – während in Nordamerika rund 20 bis 30 Prozent der privaten Haushalte eine VR-Brille besitzen, liegt der Wert in Europa bei etwa 7 Prozent. Auch bei den folgenden Projekten Microsoft Mesh und Metas Metaverse-Vision beobachtete Wettig, wie ambitionierte Konzepte an mangelnder Definition scheiterten: Niemand hatte klar festgelegt, für wen die Technik eigentlich gedacht ist. Als die Investitionen ausblieben, stellte er sich die Frage, die viele in seiner Situation kennen: Was kann ich, was will ich, wo will ich hin? »Die Realität muss man nicht standardisieren.« – ein Kollege von Martin Wettig bei Microsoft Aus Leidenschaft für Kunst- und Kulturgeschichte fand Wettig einen neuen Weg: fotorealistische virtuelle Museen. Statt kühler, weißer 3D-Räume baut er Umgebungen, die echten Museumsbesuchen bewusst nachempfunden sind – mit Stille, Atmosphäre und der Würde der Kunstwerke als Gestaltungsprinzip. In Zusammenarbeit mit dem Rijksmuseum Amsterdam und Kontakten zum Berliner Museum für Naturkunde entstehen Prototypen, die von hochauflösenden Gemälde-Scans bis zu mikrofotografisch erfassten Insekten reichen. Zentral ist für ihn die Nutzerautonomie: Besucher sollen selbst bestimmen, wie lange sie sich mit einem Werk beschäftigen – ganz ohne Timer oder Spieltrieb-Zwang. Zum Schluss blickt Martin Wetting zusammen mit Christoph Luchs auf die nächste Brillen-Generation: Ray-Ban Meta, Snap, Gerüchte um Apple und die ungelöste Frage nach gesellschaftlicher Akzeptanz smarter Brillen im öffentlichen Raum. Wie Martin Wettig sein virtuelles Museum weiterentwickelt, was er angehenden Technical Artists empfiehlt und warum er beim Einstieg in ein neues Feld weniger auf Marktzahlen als auf echte Leidenschaft setzt, erzählt er im Gespräch mit Christoph Luchs.

  • Wie muss sich Design selbst transformieren, um anders wahrgenommen zu werden?

    27.02.202656:56

    In Folge 35 des Podcasts “Designerklaerer” spricht Christoph Luchs mit Patrizia Schaub, Master in Transformation Design (TH Augsburg). Sie teilt ihren Weg vom Kommunikationsdesign nach Mannheim zur Gestaltung gesellschaftlicher Wandlungsprozesse. Fokus: Wahrnehmung von Design, Frust unter Designer:innen durch späte Einbindung und Klischees (z.B. als “Bastler:innen”). Ihre Masterarbeit mit Umfrage unter Designer:innen führt zu über 100 Reflexionsfragen für besseres Selbstverständnis und Positionierung. Tipps für Ausbildung, Strategieintegration und Bücher wie “Transformationsdesign” von Welzer/Sommer. #TransformationDesign #DesignSelbstbild #DesignerCommunity

  • Wie macht Design Zukunft partizipativ, Eileen Mandir und Benedikt Groß?

    03.09.20251:06:41

    Wie schaffen es Designer*innen wie Eileen Mandier und Benedikt Groß, in Workshops und Lehrveranstaltungen gemeinsam mit verschiedensten Menschen wünschenswerte und realistische Zukünfte zu entwickeln, und welche Methoden sind dabei wirklich umsetzbar in der Gegenwart? Eileen Mandier ist Professorin für Systemisches Design an der Hochschule in München und lehrt hauptsächlich im Masterstudiengang Angewandte Designforschung, wo sie sich mit Themen wie sozialem Wandel und transformativen Prozessen beschäftigt. Benedikt Groß ist Professor für Strategische Gestaltung an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd und forscht unter anderem in den Bereichen Interaktionsgestaltung, Grundlagen des Designs sowie Design und KI. Gemeinsam haben Eileen Mandier und Benedikt Groß das Buch „Zukünfte gestalten“ geschrieben, in dem sie Methoden und Ansätze vorstellen, wie Design den Blick in die Zukunft öffnen, vielfältige Möglichkeiten aufzeigen und gemeinsam mit unterschiedlichen Gruppen Zukünfte entwerfen kann.

  • Wie bringst Du Wirtschaft und Design zusammen, Christine Fehrenbach?

    31.07.20251:05:06

    Wie gelingt es, die Wirtschaft davon zu überzeugen, dass Design eine Schlüsselkompetenz ist, mit der Probleme gelöst und Innovationen geschaffen werden können? Was passiert dazu im Bundesland Hessen und wie arbeiten Design-Verbände überregional und bundesweit zusammen? Welche Fortbildungs-Angebote für Kreative gibt es dazu online und offline und mit welchen Dialog-Formaten bringt Hessen Design unterschiedliche Sichtweisen an den runden Tisch? Über diese Themen und mehr spricht Christoph Luchs mit Christine Fehrenbach von Hessen Design. Zum Schluss wagen beide einen Ausblick auf die World Design Capital 2026 in Frankfurt am Main.

  • Wie ist Design rechtlich geschützt, Andreas Knauf?

    25.06.20251:16:02

    Welche Rechte haben Kreative und wie können Sie ihre Werke schützen? Über Urheberrecht, Lizenzrecht, Vertragsgestaltung, Künstliche Intelligenz und Kommunikation in schwierigen Fällen spricht Christoph Luchs mit Andreas Knauf aus Darmstadt. Andreas Knauf ist selbständiger Rechtsanwalt mit Schwerpunkt im Marken-, Urheber- und Designrecht. Er berät vor allem Kreative, Designer:innen, Musiker:innen, Labels, Verlage, Agenturen und Designunternehmen.

  • Wie protestierst Du mit Design gegen Fast Fashion, Lynn Joana?

    04.06.202558:22

    Was sind die tatsächlichen Auswirkungen von Fast Fashion – und wie können wir Menschen durch Design dazu bewegen, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen? Diese Fragen stellte sich die Kommunikations- und Modedesignerin Lynn Joana aus Frankfurt am Main – und fand eine kreative und radikale Antwort. In Folge 31 des Podcasts Designerklärer spricht sie mit Christoph Luchs über ihr Projekt frank. – ein preisgekröntes Aufklärungsprojekt, das sich als Modemarke tarnt. Mode begleitet Lynn Joana seit ihrer Kindheit – nicht als reine Ästhetik, sondern als Sprache. Schon früh gestaltete sie eigene Entwürfe. Der logische nächste Schritt: das Studium im Modedesign. Doch hier begegnete sie der Schattenseite der Branche: Fast Fashion. Der industrielle Maßstab weltweit produzierter Kleidung und die damit verbundene Ausbeutung von Mensch und Natur hinterließen einen nachhaltigen Eindruck – und führten zu einer Entscheidung.