Wem gehören die Daten im Krankenhaus? Datensouveränität als strategische Frage – Interview mit Joachim Neugebauer | 24
Diagnose: Zukunft | Künstliche Intelligenz, KI, AI, Gesundheitswesen, Gesundheit, Krankenhaus, Klinik, Pflege
21.07.2026 • 1 Std. 4 Min.
In dieser Folge von Diagnose: Zukunft spreche ich mit Joachim Neugebauer, Chief Commercial Officer der vitagroup, über Datensouveränität im Krankenhaus – und darüber, warum die Frage, wem eigentlich die Klinikdaten gehören, gerade jetzt im KI-Zeitalter strategisch entscheidend wird. Joachim kennt beide Seiten: Zehn Jahre hat er Kliniken gemanagt – u.a. bei Helios und als Geschäftsleiter eines onkologischen Klinikverbunds in Essen –, heute verantwortet er bei der vitagroup die Health Intelligence Platform (HIP), eine offene Gesundheitsdatenplattform auf Basis von FHIR und openEHR. Diese Doppel-Perspektive macht das Gespräch so konkret: Es geht um eingemauerte Daten und das Geschäftsmodell dahinter, um 30.000-Euro-Schnittstellen, um die Frage, ob das KIS in fünf Jahren noch das datenführende System ist – und um das, was möglich wird, wenn Kliniken ihre Daten souverän nutzen: KI-gestützte Arztbriefschreibung, standortübergreifende Telekonsile und eine regionale Gesundheitsakte für 8 Millionen Menschen, ausgerollt in 18 Monaten – in Katalonien. In dieser Folge geht es unter anderem um folgende Themen: - Datensouveränität als strategische Frage: warum Kliniken jetzt die Hoheit über ihre Daten brauchen – und was Vendor Lock-in wirklich kostet - Das Ende des KIS-Monolithen: weshalb das KIS künftig nicht mehr das datenführende System sein wird - Katalonien als Vorbild: eine Gesundheitsakte für 8 Millionen Menschen, ausgerollt in 18 Monaten