775 - Westfalen. Archäologie, Macht und Erinnerung
775 - Westfalen. Archäologie, Macht und Erinnerung

775 - Westfalen. Archäologie, Macht und Erinnerung

Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast


30.05.2025 • 1 Std. 29 Min.

Wie erzählt man eine Region, die nie klar umrissen war – aber voller Geschichten steckt? Diese Folge nimmt das Jubiläum 1250 Jahre Westfalen zum Anlass, über Erinnerung, Macht und historische Zuschreibungen nachzudenken. Ausgangspunkt ist die Ausstellung „775 – Westfalen. Die Ausstellung“ im LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn. Gemeinsam mit Museumsleiter Dr. Martin Kroker, Kuratorin Anne Karl und Szenograf Dominik Kolm geht es um Archäologie als Erkenntnisform, um das Erzählen von Geschichte jenseits fester Grenzen und um die Frage, wie Identität entsteht, wenn Regionen eher aus Geschichten als aus Linien bestehen. Die erste schriftliche Erwähnung Westfalens im Jahr 775 markiert keinen Ursprung, sondern einen politischen Moment. Genau dort setzt das Gespräch an: bei Erinnerung als Prozess, bei Machtverhältnissen im Erzählen von Geschichte und bei der Verantwortung von Museen, historische Komplexität sichtbar zu machen. Diese Episode ist Teil der Gesprächsreihe „Genau! Westfalen!“ im Themenjahr 1250 Jahre Westfalen, gefördert von der LWL-Kulturstiftung und der LWL-Kulturabteilung.