Die Medienversteher
Die Medienversteher

Die Medienversteher

Prof. Dr. Tanjev Schultz | Dr. Markus Wolsiffer


Podcast

Sie wollen Medien verstehen. Deshalb sprechen Prof. Dr. Tanjev Schultz und Dr. Markus Wolsiffer in ihrem Podcast über aktuelle und grundlegende Fragen. Schultz ist Jahrgang 1974 und ehemaliger Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Er forscht und lehrt Journalismus an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Wolsiffer ist Jahrgang 1991, er arbeitet als Journalist, Reporter und Moderator. Er steht unter anderem für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor der Kamera.

Alle Folgen

  • #23 Ein zahnloser Tiger?

    16.05.202639:26

    Journalisten berichten über Machtmissbrauch, über Skandale, über Fehlverhalten. Aber was passiert, wenn Journalisten Fehler machen? Dann kommt ein Gremium ins Spiel, von dem viele schon gehört haben – aber kaum jemand kennt: der Deutscher Presserat. Er tritt dafür ein, ethische Standards einzuhalten und verteidigt die Pressefreiheit gegen Eingriffe von außen. Aber ist er wirklich eine scharfe Instanz? Oder eher ein moralischer Kompass ohne echte Sanktionsmacht? Prof. Dr. Tanjev Schultz und Dr. Markus Wolsiffer schauen in dieser Folge genauer auf den Presserat, sie sprechen über Kompetenzen und Grenzen der freiwilligen Selbstkontrolle.

  • #22 Drama um Wal Timmy!

    25.04.202639:58

    Livestreams, Blogs und tägliche Updates: Wochenlang berichten deutsche Medien über einen Wal, der in der Ostsee gestrandet ist. Wird er überleben? Muss man ihm helfen? Und: Wer bezahlt dafür? Timmy schafft es auch in den Qualitätsmedien teils ganz nach vorn. Das Wal-Drama steht stellvertretend für ein wiederkehrendes Phänomen: Manchmal sind es nicht die großen Themen, die viel Aufmerksamkeit bekommen, sondern die kleinen und kuriosen Geschichten. Prof. Dr. Tanjev Schultz und Dr. Markus Wolsiffer fragen sich: Warum eigentlich? Sind das nur nette Zwischentöne im Nachrichtenfluss oder steckt dahinter ein System? Und was sagt es aus über unser Medienverhalten, unsere Aufmerksamkeit und unsere Erwartungen an Journalismus? Eine Folge über die erstaunliche Karriere scheinbar nebensächlicher Themen.

  • #21 Traumjob Journalismus

    11.04.202650:02

    Journalismus – für viele klingt das nach einem Traumjob. Nach Neugier, nach spannenden Geschichten, nach dem Gefühl, Dinge sichtbar zu machen, die sonst verborgen bleiben. Gleichzeitig hört man immer wieder von Problemen: prekäre Jobs, Dauerstress, viel Idealismus – wenig Sicherheit. Wie passt das zusammen? In dieser Folge sprechen Prof. Dr. Tanjev Schultz und Dr. Markus Wolsiffer über den Einstieg in den Journalismus. Was hilft wirklich? Wie wichtig sind Talent, Hartnäckigkeit und Netzwerke? Die Forscher werfen einen ehrlichen Blick auf die Sonnen- und Schattenseiten des Berufs. Für sie steht fest: Trotz mancher Widrigkeiten bleibt es ein Traumjob.

  • #20 Digitale Kompetenz

    21.03.202650:15

    In dieser Folge geht es um eine der zentralen Fragen unserer digitalen Zeit: Wie behalten wir im Netz eigentlich den Überblick? Zwischen Fake News, viralen Clips und Künstlicher Intelligenz wird es immer schwieriger, Informationen richtig einzuordnen. Was ist glaubwürdig – und was manipuliert? Prof. Dr. Tanjev Schultz und Dr. Markus Wolsiffer sprechen darüber mit Martin Bregenzer von der EU-Initiative klicksafe. Sie sind sich einig: Medienkompetenz sei entscheidend, um sicher und kritisch genug im Netz unterwegs zu sein.

  • #19 Alle links?!

    28.02.202643:17

    Die sind doch alle links! Diesen Satz hört man häufig, wenn es um Journalisten geht. In Kommentarspalten. Beim Familienessen. Im Freundeskreis. Der Vorwurf: zu grün, zu städtisch, zu weit weg vom normalen Leben. Doch stimmt das überhaupt? Prof. Dr. Tanjev Schultz und Dr. Markus Wolsiffer gehen in dieser Folge der Frage nach, wie deutsche Journalisten tatsächlich ticken. Sie stellen fest: Es ist – wie so häufig in der Wissenschaft – eine komplizierte Angelegenheit. Eine Folge über Milieus und Macht, über Haltung und Handwerk.

  • #18 Tatort Schlagzeile

    07.02.202640:44

    Soll man bei der Berichterstattung über Verbrechen die Herkunft von Tätern nennen – oder darauf verzichten? Kaum eine journalistische Frage sorgt für so viel Streit. Die einen verlangen größtmögliche Transparenz und warnen davor, Vertrauen zu verspielen, wenn Medien Informationen weglassen. Die anderen halten dagegen: Wer die Herkunft betont, riskiere Stigmatisierung, schüre Vorurteile und ziehe falsche Schlüsse aus einzelnen Taten. Prof. Dr. Tanjev Schultz und Dr. Markus Wolsiffer diskutieren diese Fragen – und stellen fest: Redaktionen bewegen sich auf einem schmalen Grat. Sie müssen den Pressekodex beachten, dem öffentlichen Druck standhalten und zugleich verständlich, fair und präzise berichten.