Die Natur und die Stadt
Die Natur und die Stadt

Die Natur und die Stadt

Claudia Acklin


Podcast

Hallo, ich bin Claudia von „Die Natur und die Stadt“. Dieser Podcast gibt der Natur in der Stadt durch die vielen Menschen, die sich um sie kümmern, eine Stimme. Ich lasse sowohl begeisterte Hobbyist*innen wie auch Fachleute zu Wort kommen. Ich beleuchte mit ihnen vier wichtige Fragen: Was ist eine Grüne Stadt oder wie kann sie eine werden? Wie geht es der Natur in all ihren Formen in der Stadt? Wie können Natur-basierte Lösungen für die Klimaanpassung genutzt werden? Wie sieht eine zukunftsfähige Beziehung von Natur, Mensch und Stadt aus?

Alle Folgen

  • Gerechtes Stadtgrün

    Vor 3 Tagen36:46

    Städte auf der ganzen Welt werden grüner. Parks entstehen, Fassaden werden begrünt, Böden entsiegelt. Das klingt nach einer Erfolgsgeschichte — und das ist es auch. Es gibt ein Aber... Denn ausgerechnet jene Massnahmen, die das Leben in der Stadt für alle besser machen sollen, können für die Schwächsten der Gesellschaft zum Problem werden: Ein neuer Park erhöht die Attraktivität eines Quartiers — und damit die Bodenpreise. Eine energetische Sanierung senkt den CO₂-Ausstoss — und erhöht die Miete. Grüne Gentrifizierung ist kein Nebeneffekt. Sie ist oft eine strukturelle Folge erfolgreicher Stadtentwicklung. Und in Städten wie Zürich oder Basel hat ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung kein Stimmrecht. Gerade jene, die am stärksten von Mieterhöhungen, Verdrängung und ungerechter Umweltpolitik betroffen sein können, können sich nicht wehren. Eine Analyse der Stiftung Durabilitas zeigt: Die Schweizer Umweltpolitik klammert Gerechtigkeitsfragen bisher weitgehend aus. Die harten Fragen sind: Wer zahlt die Kosten der grünen Transformation — und wer erntet den Nutzen? ShownotesWeiterführende Links:• Stiftung Durabilitas: Nachhaltigkeit denken & gestalten• Just Transition: Just Transition• ETH Wohnforum: Startseite• Studie Green Gentrification: Green Gentrification in Zürich – ein Bericht aus der Werkstatt - NSL – Netzwerk Stadt und Landschaft• Buch über “Grüne Städte“, mit Schwergewicht auf Natur-basierten Lösungen: Buch Allgemeine Hinweise in eigener Sache:• Webseite: Home - Nature and the city• Webseite, Episodenübersicht: Episoden - Nature and the city• Blog: Blog - Nature and the city• Newsletter, alle drei Wochen: Home - Nature and the city (siehe den Button dazu) Soziale Medien: • TikTok: www.tiktok.com/@ntc0131• LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/67081818/admin/?msgControlName=reply_to_sender&msgConversationId=6446321696608649216&msgOverlay=true• Instagram: @ntc/nature/and/the/city, https://www.instagram.com/ntc_nature_and_the_city/• Facebook: https://www.facebook.com/claudia.acklin.2/• YouTube: @NTC-Natureandthecity Die Staffel 4 wird durch die Christoph Merian Stiftung, SWISSLOS - Fonds Basel-Stadt, die Ernst Göhner Stiftung, die IWB und durch meine Eigenleistungen finanziert.copyright, Claudia Acklin, 2020

  • Hitzeschutz – oder die Hierarchie der Wichtigkeit

    03.09.202635:22

    BeschriebBasel gehört laut BAFU-Monitoring zu jenen Schweizer Regionen mit der höchsten hitzebedingten Sterberate – 9–10 Fälle pro 100'000 Menschen, nach dem Tessin und der Genfersee-Region. Tropennächte sind dabei der eigentliche Kipppunkt: Fehlt die nächtliche Erholung, wird die Belastung kumulativ. Im Moment leiden alle, aber gewisse Gruppen mehr als andere wie ältere Menschen, Kranke, Kinder oder Obdachlose. Für diese Gruppen wären kühle Räume eine wichtige Infrastruktur. - Doch warum reagieren wir auf eine seit über einem Jahrzehnt bekannte Gefahr so langsam? Tanja Herdt, Professorin für Städtebau an der Fachhochschule OST und Projektleiterin des Berichts «Kühle Räume in der Stadt», eine Studie, die der Verein Schwarzer Peter initiiert hat, ordnet ein: weshalb der Bund in dieser Sache wenig Einfluss auf die Kantone hat, weshalb wir Klimaanpassung und Hitzeschutz oft verwechseln – und weshalb Hitzetote gesellschaftlich noch immer weniger zählen als Verkehrstote. Ein Gespräch über die Hierarchie der Wichtigkeit von Themen wie Hitzeschutz und Klimaanpassung, darüber, welche Massnahmen es jetzt bräuchte, und wie einfach es eigentlich wäre, diese umzusetzen. ShownotesWeiterführende Links:• BAFU-Bericht Hitze in Städten (2018): https://www.bundespublikationen.admin.ch/de/product/000000000862668813/hitze-in-st%C3%A4dten• Bericht Kühle Räume in der Stadt: https://www.bwo.admin.ch/de/publication?id=2QeqCT4nyHOl• Hitzemassnahmenplan Basel: https://www.bs.ch/medienmitteilungen/gd/2025-hitzemassnahmenplan-basel-stadt-gesundheit-schuetzen-informiert-und-vorbereitet-durch-den-sommer• Buch über “Grüne Städte“, mit Schwergewicht auf Natur-basierten Lösungen: Übersicht Städte Allgemeine Hinweise in eigener Sache:• Webseite: Home - Nature and the city• Webseite, Episodenübersicht: Episoden - Nature and the city• Blog: Blog - Nature and the city• Newsletter, alle drei Wochen: Home - Nature and the city (siehe den Button dazu) Soziale Medien: • TikTok: www.tiktok.com/@ntc0131• LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/67081818/admin/?msgControlName=reply_to_sender&msgConversationId=6446321696608649216&msgOverlay=true• Instagram: @ntc/nature/and/the/city, https://www.instagram.com/ntc_nature_and_the_city/• Facebook: https://www.facebook.com/claudia.acklin.2/• YouTube:@NTC-Natureandthecity Die Staffel 4 wird durch die Christoph Merian Stiftung, SWISSLOS - Fonds Basel-Stadt, die Ernst Göhner Stiftung, die IWB und durch meine Eigenleistungen finanziert. Copyright, Claudia Acklin, 2026

  • Unsere Siedlungen – werden sie wirklich grüner?

    20.08.202635:03

    Grüne Siedlungen – sind sie Ausnahme oder Anfang eines echten Wandels? Klar ist, in unseren Städten und Agglomerationen wächst das Bewusstsein: Mehr Natur im Siedlungsraum ist nicht nur schön, sondern notwendig — für die Klimaanpassung, die Förderung der Biodiversität und die Gesundheit der Menschen. Doch wer entscheidet eigentlich über die Umgebungsgestaltung von Siedlungen, in denen wir wohnen und arbeiten? Zu einem grossen Teil sind es institutionelle Investoren wie Pensionskassen, Firmen oder Arealentwickler — Akteure, die oft nach wirtschaftlicher Logik entscheiden und deren Zeithorizonte, Anreize und interne Strukturen darüber bestimmen, ob ein Biotop entsteht oder ein Kiesplatz. – Ich spreche mit Dietlind Haarbrücker von der Stiftung Natur & Wirtschaft, die Verantwortliche für Siedlungen berät und zertifiziert, und mit Lena Wunderlin von der Sophie und Karl Binding Stiftung, die jährlich wegweisende Biodiversitätsprojekte im Siedlungsraum auszeichnet. Beide kennen die Treiber und die Hindernisse aus der Praxis, aus der Beratung und vielen Projekteingaben. ShownotesWeiterführende Links:· Binding Stiftung: Umwelt | Sophie und Karl Binding Stiftung• Areal Bach St. Gallen: Areal Bach• Stiftung Natur und Wirtschaft: Home | Stiftung Natur & Wirtschaft• Buch über “Grüne Städte“, mit Schwergewicht auf Natur-basierten Lösungen: Übersicht Städte Allgemeine Hinweise in eigener Sache:• Webseite: Home - Nature and the city• Webseite, Episodenübersicht: Episoden - Nature and the city• Blog: Blog - Nature and the city• Newsletter, alle drei Wochen: Home - Nature and the city (siehe den Button dazu) Soziale Medien: • TikTok: www.tiktok.com/@ntc0131• LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/67081818/admin/?msgControlName=reply_to_sender&msgConversationId=6446321696608649216&msgOverlay=true• Instagram: @ntc/nature/and/the/city, https://www.instagram.com/ntc_nature_and_the_city/• Facebook: https://www.facebook.com/claudia.acklin.2/• YouTube:@NTC-Natureandthecity Die Staffel 4 wird durch die Christoph Merian Stiftung, SWISSLOS - Fonds Basel-Stadt, die Ernst Göhner Stiftung, die IWB und durch meine Eigenleistungen finanziert.copyright 2026, Claudia Acklin

  • Partizipation mit Hebelwirkung

    23.07.202639:51

    Partizipation ist in aller Munde. Stadtbewohner*innen stimmen ab, unterschreiben Petitionen, engagieren sich in Begleitgruppen für Siedlungsprojekte oder lancieren eigene Initiativen. Und trotzdem: Auf beiden Seiten — in Zivilgesellschaft wie bei Behörden — herrscht oft Frustration. Die einen kämpfen nach gewonnenen Abstimmungen weiter. Die anderen fragen sich, ob mehr Beteiligung nicht alles langsamer und mühsamer macht. Dabei hat sich etwas Grundlegendes verändert: Wer heute eine Initiative lanciert, kommt nicht mit leeren Händen. Er oder sie kommt mit Daten, Studien und internationalen Beispielen. Das alte Modell — Experten entscheiden, Bürger*innen werden angehört — greift nicht mehr. Und neue, informellere Modelle der Partizipation, bei denen nicht die "usual suspects" mitmachen, sind weniger gut etabliert. Was braucht es, damit Partizipation nicht Pflichtübung bleibt, sondern echte Hebelwirkung entfaltet? Was muss zusammenspielen, von unten und oben, was muss zusammenfinden? - Darüber spreche ich mit Lukas Ott, Leiter der Kantons- und Stadtplanung Basel und mit Beni Schwarzenbach, Präsident des Vereins Stadtgrün Zürich. Zwei Perspektiven, zwei Städte. Shownotes Weiterführende Links:• Kantons- und Stadtentwicklung: Kantons- und Stadtentwicklung• Superblocks Basel: https://gruenesuperblocks.ch/superblocks/• Verein Stadtgrün: https://stadtgruen.jetzt/• Buch über “Grüne Städte“, mit Schwergewicht auf Natur-basierten Lösungen: https://natureandthecity.ch/zum-buch/ Allgemeine Hinweise in eigener Sache:• Webseite: Home - Nature and the city• Webseite, Episodenübersicht: Episoden - Nature and the city• Blog: Blog - Nature and the city• Newsletter, alle drei Wochen: Home - Nature and the city (siehe den Button dazu) Soziale Medien: • TikTok: www.tiktok.com/@ntc0131• LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/67081818/admin/?msgControlName=reply_to_sender&msgConversationId=6446321696608649216&msgOverlay=true• Instagram: @ntc/nature/and/the/city, https://www.instagram.com/ntc_nature_and_the_city/• Facebook: https://www.facebook.com/claudia.acklin.2/• YouTube:@NTC-Natureandthecity Die Staffel 4 wird durch die Christoph Merian Stiftung, SWISSLOS - Fonds Basel-Stadt, die Ernst Göhner Stiftung, die IWB und durch meine Eigenleistungen finanziert. Copyright, Claudia Acklin, 2026

  • In Resonanz 5: Wildwechsel - Geschichten von Begegnungen mit Wildtieren in der Stadt

    09.07.202629:20

    Was geschieht, wenn eine Frau auf dem Bahnhofsplatz von Visp einer Viper begegnet? Wenn sich jemand in Brooklyn den Zeh an einem urzeitlichen Pfeilschwanzkrebs stösst? - Franziska Witschi, Biologin und Autorin in Bern, erzählt in ihrem Erzählband Wildwechsel. Geschichten aus der Stadt (Verlag Die Brotsuppe, 2026) von 21 solchen Begegnungen in unterschiedlichen Städten der Welt - kleine Momente, in denen Menschen unverhofft auf etwas Wildes treffen und merken, dass diese Erlebnissem, etwas mit ihnen zu tun haben könnte. In dieser Folge von In Resonanz spreche ich mit Franziska über das Schreiben an der Schnittstelle von Naturwissenschaft und Literatur, über die behutsame Kunst der zufälligen Begegnung und über ihre Forderung nach einer neuen Gemeinsamkeit mit nicht-menschlichen Lebewesen. Wir fragen uns: Was sieht die Biologin, was die Autorin nicht sieht - und umgekehrt? Wo grenzt der eine Teil den anderen ein, wo öffnet er ihn? Und welche Geschichten braucht es, damit wir die Stadt mit anderen Augen wahrnehmen?Shownotes Weiterführende Links:• Zum Buch: https://diebrotsuppe.ch/publikationen/alle-titel/wildwechsel-geschichten-aus-der-stadt• Büro Witschi: https://www.buerowitschi.ch/ Allgemeine Hinweise in eigener Sache:• Webseite: Home - Nature and the city• Webseite, Episodenübersicht: Episoden - Nature and the city• Zu meinem Buch: https://natureandthecity.ch/buch-gruene-staedte/• Newsletter, alle drei Wochen: Home - Nature and the city (siehe den Button dazu) Soziale Medien: • TikTok: www.tiktok.com/@ntc0131• LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/67081818/admin/?msgControlName=reply_to_sender&msgConversationId=6446321696608649216&msgOverlay=true• Instagram: @ntc/nature/and/the/city, https://www.instagram.com/ntc_nature_and_the_city/• Facebook: https://www.facebook.com/claudia.acklin.2/• YouTube: @NTC-Natureandthecity Die Staffel 4 wird durch die Christoph Merian Stiftung, SWISSLOS - Fonds Basel-Stadt, die Ernst Göhner Stiftung, die IWB und durch meine Eigenleistungen finanziert.Copyright 2026, Claudia Acklin

  • Grünes Gallustal - ein Verein und eine Stadt machen vorwärts

    25.06.202634:27

    St. Gallen hat in 45 Jahren 383 Fussballfelder Grünfläche verloren — ohne dass die Bevölkerung wesentlich gewachsen wäre. Gleichzeitig leben 60 Prozent der Stadtbewohnerinnen und -bewohnerInnen in der Talsohle, wo die Hitze am stärksten ist und der Zugang zum Grün am knappsten. Angestossen durch den WWF hat sich eine Interessengruppe (IG) daran gemacht, grüne Lösungen zu entwickeln. Dass daraus kein Gutachten für die Schublade wurde, sondern ein heute verbindliches Leitbild mit 14 Massnahmen, ist eine der bemerkenswertesten Leistungen einer BürgerInnen-Initiative in der Schweiz. Die IG, die sich mittlerweile als Verein organisiert hat und die Bevölkerung von ihren Ideen überzeugen konnte, traf auf eine Stadtregierung, die sich für die Vorschläge offen gezeigt hat. – Ich spreche mit Aurelia Winter, Architektin und Mitglied der Geschäftsstelle des Vereins Grünes Gallustal, über den Weg von einer Idee aus der Zivilgesellschaft zum Stadtratsbeschluss, über mutige Projekte wie den geplanten Grünzug durch die Talachse — und über die Frage, was andere Städte von St. Gallen lernen können.