Die Natur und die Stadt
Die Natur und die Stadt

Die Natur und die Stadt

Claudia Acklin


Podcast

Hallo, ich bin Claudia von „Die Natur und die Stadt“. Dieser Podcast gibt der Natur in der Stadt durch die vielen Menschen, die sich um sie kümmern, eine Stimme. Wenn möglich, gehe ich mit meinen Interviewpartner*innen vor Ort und lasse sowohl begeisterte Hobbyist*innen wie auch Fachleute und Wissenschaftler*innen zu Wort kommen. Ich beleuchte mit ihnen vier zentrale Fragen: 1. Wie geht es der Natur in der Stadt - auf dem Hintergrund von Klimawandel und Schwund der Artenvielfalt? 2. Welche Ökosystemleistungen erbringt die Natur gegenüber der Stadt und ihren Menschen? Wie können etwa Natur-basierte Lösungen für die Folgen des Klimawandels genutzt werden? 3. Wie sieht eine zukunftsfähige Beziehung von Natur, Mensch und Stadt aus? 4. Was ist eine Grüne Stadt oder wie kann sie eine werden? Ich gebe alle drei Wochen eine Newsletter raus. Schreibe regelmässig auch Blog-Beiträge auf natureandthecity.ch. Auf Social Media folgen: YouTube, Facebook, Instagram und LinkedIn. Ab 2026 wird Die Natur und die Stadt auch als Videocast auf YouTube erhältlich sein. Bitte beachten: Die meisten Episoden sind auf Schweizerdeutsch! Finanziert wird der Podcast im Moment durch mich. Die kommende Staffel 4 ab 2026 wird unterstützt durch Swisslos, die Christoph Merian Stiftung, die Ernst Göhner Stiftung, das IWB und meinen Eigenleistungen.

Alle Folgen

  • Wildnis in der Stadt – Mensch und Natur zuliebe

    11.06.202633:35

    Erfahren Sie von Eva Stengel, was es mit dem Begriff „Miniwildnis“ auf sich hat und wie Sie auch in städtischen Gebieten kleine Rückzugsorte für die Natur schaffen können. Unsere Städte wirken oft naturfern – doch eine wachsende Bewegung zeigt, wie wir Biodiversität zurückgewinnen können, etwa durch die gezielte Auswahl heimischer Pflanzen und mehr Mut zur Wildnis. Warum das so wichtig ist? Ein blühendes Ökosystem verschönert nicht nur unsere Umgebung, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle für unser Wohlbefinden – und ganz besonders für die Entwicklung von Kindern. – Eva Stengel engagiert sich seit Jahren für dieses Thema und hat gemeinsam mit Michael Altmoos das Buch „Miniwildnis für alle. Was Natur kann, wenn man sie machen lässt“ veröffentlicht. Darin zeigen die Autoren zahlreiche Beispiele aus dem deutschsprachigen Raum, darunter auch zwei Projekte aus Zürich. In diesem Beitrag teilt Eva Stengel ihr Wissen und erklärt, warum auch kommunikative Anstrengungen eine wichtige Säule des Naturschutzes und der Biodiversitätsförderung sind.

  • Naturschutz – mehr heimische Pflanzen für die Stadt

    29.05.202636:48

    Naturschutz – da denkt man an Alpweiden, Moorlandschaften, eingezäunte Reservate. Nicht an Städte. Dabei liegt das älteste Naturschutzgebiet der Schweiz ausgerechnet im Stadtkanton Basel: die Rheinhalde. Naturschutz in der Stadt funktioniert anders. Oft beginnt er mit der Nutzung von heimischen Pflanzen, denn die Förderung von Biodiversität ist bereits goldrichtig. Oder mit der Unterstützung von seltenen Arten und wilderen Lebensräumen. Im Ausland spricht man in diesem Zusammenhang von «Rewilding»: dem aktiven Zulassen von mehr Wildnis mitten in der Stadt. Alle können einen Beitrag leisten – mit Futterpflanzen für Insekten, mit naturnahen Gärten, mit kleinen Trittsteinbiotopen. - Aber wie gelingt das konkret? In dieser Folge hören wir eine Stimme aus der angewandten Wissenschaft und eine aus der Gartenbranche. Sie ergänzen sich, aber manchmal wollen fast zu viele helfen. Was wenn heute Behörden, Stiftungen, Vereine und Praktiker alle beraten wollen, aber nicht immer am gleichen Strang ziehen?

  • In Resonanz 3: Mit dem Biber gegen den Klimawandel

    14.05.202637:42

    Hast du dich schon mal gefragt, was Biber gegen den Klimawandel tun können? In den letzten Jahren haben sie sich zu wichtigen Akteuren im Wassermanagement entwickelt, mit letztlich positiven Auswirkungen auf unsere Städte. Ihre natürlichen baulichen Fähigkeiten tragen dazu bei, Wasser zurückzuhalten, und verringern so das Risiko von Überschwemmungen durch Starkregen oder überlaufende Bäche. So gut sind sie, dass man heute ihre „Kernkompetenz“ in Form von künstlichen Biberdämmen kopiert. - Vielleicht auch weil die Populationen in der Schweiz in den letzten Jahren auf fast 5.000 gestiegen ist, erleben wir einen Wandel in der Art und Weise, wie wir diese Tiere sehen. Erstmal werden die Biber im „Konzept Biber Schweiz“, einer Vollzugshilfe des BAFU, als Landschaftsgestalter wert geschätzt, die Lebensräume bauen: Die Arbeit der Biber schafft reichhaltige, dynamische Ökosysteme, die im Kampf gegen den Klimawandel entscheidend sind. Indem sie Flüsse aufstauen, verlangsamen sie den Wasserfluss, sodass das Wasser in den Boden sickern kann, Grundwasserleiter auffüllt und Kohlenstoff speichert! - Cool, nicht? - Christof Angst ist nicht nur für seine Fachstelle für Biber, er ist auch ein Fan!

  • Revitalisierung von Gewässer in der Stadt?

    30.04.202627:39

    Unsere Flüsse und Bäche wurden über Jahrzehnte begradigt, eingedolt, in Betonkorsette gezwängt. Was einst lebendig war, wurde zum Kanal oder gar zu Kanalisation. Die Folgen spüren wir heute: Überschwemmungen auch in Städten, bei Hitze fehlen die kühlenden Wasseradern. Fische, Vögel, Pflanzen haben ihre Lebensräume eingebüsst – und wir Menschen unsere Erholungsräume am Wasser. Die Schweiz nennt sich das Wasserschloss Europas. Aber wie gehen wir eigentlich mit dieser wertvollen Ressource um? Und was hätten wir davon, wenn wir unseren Gewässern wieder mehr Raum geben würden – gerade in den Städten, wo der Platz knapp und die Hitze am grössten ist? Und wie kann die Revitalisierung der Gewässer der Landschaften um die Stadt herum zu lebendigen Oekosystemen beitragen? In dieser Folge erfahren von Philipp Schuppli von Apiaster GmbH nicht nur etwas über die Vorteile der Revitalisierung von Gewässern für Mensch und Ökosysteme, sondern auch, was es oft schwierig macht, solche Projekte trotz guter Gründe umzusetzen.

  • In Resonanz 2: Grünste Stadt der Schweiz

    16.04.202630:46

    Winterthur, eine Stadt, die für ihre reiche Industriegeschichte bekannt ist, hat gute Karten für eine biodiverse Stadtentwicklung. Was diese Stadt so speziell macht, erzählt der Leiter Ökologie Michael Wiesner in dieser Episode von "In Resonanz", sind die Flächenverhältnisse: 40% der Fläche Winterthurs sind bewaldet. 25% bestehen aus landwirtschaftlichen Flächen. Nur 34% sind urbanisiert, wobei Gebäude 19% und Straßen 33% ausmachen. Bemerkenswerterweise sind also fast 48% der städtischen Flächen noch nicht versiegelt. Das rasante Bevölkerungswachstum – von 80.000 auf über 120.000 Einwohner – stellt jedoch eine Herausforderung für den Erhalt dieser Lebensräume dar. Dem setzt Wiesner Projekte zur Biodiversitätsförderung entgegen, u.a. die "Pflege" von Grünflächen durch Schafe, die nicht nur „mähen“, sondern auch Artenvielfalt fördern. Ausserdem gibt es eine sehr aktive Naturforschende Gesellschaft dort, die u.a. Citizen Science zur Kartierung der Artenvielfalt betreibt.

  • Schwammstadt – Was können wir bei Starkregen tun

    02.04.202633:53

    In der Schweiz wird pro Sekunde ein Quadratmeter Boden versiegelt. Asphalt, Beton, Pflastersteine – unsere Städte sind zu undurchlässigen Flächen geworden. Wenn dann der Starkregen kommt, hat das Wasser keinen Ort mehr, wohin es fliessen kann. Es schiesst in die Kanalisation, überlastet sie, flutet Strassen und Keller. Und das Wasser, das eigentlich unser Grundwasser speisen könnte, ist verloren. Jahrzehntelang war das Prinzip: Regenwasser so schnell wie möglich abführen. Doch dieses Denken stösst an Grenzen – gerade jetzt, wo Starkregenereignisse häufiger werden. Ein Paradigmenwechsel ist nötig: weg vom Ableiten, hin zum Aufsaugen. Die Schwammstadt ist das Konzept dahinter. Städte wie Kopenhagen oder Wuhan setzen es bereits um. Was bedeutet das für uns? Auch in der Schweiz haben sich viele Städte aufgemacht, die Schwammstadt umzusetzen, und gehen dies auf typisch schweizerische Weise unterschiedlich an. Winterthur setzt unter anderem auf die Unterstützung von Privaten.