Guillaume Alric von The Blaze im Interview: Neues Solo-Album, Arbeit als Regisseur und Aufwachsen auf dem Land
Guillaume Alric von The Blaze im Interview: Neues Solo-Album, Arbeit als Regisseur und Aufwachsen auf dem Land

Guillaume Alric von The Blaze im Interview: Neues Solo-Album, Arbeit als Regisseur und Aufwachsen auf dem Land

DIFFUS INTERVIEW


19.11.2021 • 9 Min.

Der Name Guillaume Alric ist Musikliebhaber:innen bis dato vielleicht noch nicht so sehr bekannt. Viel eher könnte es bei The Blaze klingeln. Unter diesem Namen macht der Franzose mit seinem Cousin Jonathan Musik, die man am ehesten als eingängigen Electronica-Entwurf bezeichnen könnte. Im 2018 erschienen Debütalbum „Dancehall“ finden sich aber darüber hinaus auch Einflüsse aus Pop und Dub-Musik. Neben dem ganz eigenen Sound von The Blaze ist das Gespann vor allem für seine aufwändigen und preisgekrönten Musikvideos bekannt, bei denen Guillaume und Jonathan selbst Regie führen. Die visuellen Umsetzungen zu Songs wie „Territory“ und „Virile“ bestechen mit ästhetischen, ruhigen Bildern und emotionalen Themen wie Freundschaft, Familie und Herkunft. Nach dem massiven Erfolg, den The Blaze in den vergangenen Jahren erfahren hat, legt das Duo jetzt allerdings erstmal Verschnaufpause ein, bis die nächsten Live-Auftritte anstehen. Inmitten dieser Schaffenspause veröffentlicht nun erfreulicherweise Guillaume Alric erstmals Solo-Material. Unter dem Namen Enfant Sauvage beschäftigt er sich mit seinen Wurzeln im kleinen, burgundischen Städtchen Clamecy. Inspiriert durch eine Reihe von Fotos, die er dort in seiner Jugend geschossen hat, kehrt Alric musikalisch und gedanklich zurück in eine Epoche, in der es noch kein Internet und keine Mobiltelefone gab. Nur den weiten Sternenhimmel, die umliegenden Wälder und geteilte Joints mit der Clique. Diese Erinnerungen fließen in das neue Album „Petrichor“ ein, auf dem der elektronische Sound von The Blaze organischeren, analogen Klängen weicht. Im Interview spricht Guillaume Alric über sein Aufwachsen in Clamecy und erzählt uns, wie es war dorthin für die Drehs der Musikvideos zurückzukehren. Außerdem geht es um seine Arbeit als Regisseur und Fotograf und inwieweit diese Teile seines Schaffens miteinander zusammenhängen.