Hat Europa bei KI noch was zu melden, Aljoscha Burchardt?
#digdeep - Neues aus der digitalen Welt
Gestern • 58 Min.
Apple bringt Siri auf Vordermann - aber nicht in Europa. Anthropic darf seine besten KI-Modelle Mythos und Fable nicht mehr exportieren. Ist Europa im Jahr vier nach ChatGPT schon abgehängt? Und gehört KI nicht schon lange zur öffentlich-rechtlichen Grundversorgung, so wie Radio und TV? So viele gute Fragen - und unser Studiogast bringt sie wunderbar auf den Punkt. Aljoscha Burchardt ist Computerlinguist und Principal Researcher am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Berlin. Als Host des ARD-Podcasts „KI – und jetzt?" ist er einer der fundiertesten KI-Erklärer des Landes. Und so nimmt er uns in #digdeep mit auf eine Reise durch die wichtigsten Aspekte von KI. Die einen halten KI für allmächtig, die anderen für eine charmante, aber notorische Lügnerin. Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser – und genau deshalb hält Aljoscha den Begriff der „vertrauenswürdigen KI" für nur halb durchdacht. Denn die eigentliche Frage stellt sich vielleicht anders: Nicht ob KI Recht sprechen oder Patienten behandeln kann, sondern was wir überhaupt wollen. Doch zunächst zeigt der Einsatz von KI schonungslos auf, was in Ämtern, Unternehmen oder im Gesundheitssystem schon längst kaputt war. Viele kennen noch den Spruch: Ein schlechter Prozess, den wir digitalisieren, ist dann eben ein schlechter digitaler Prozess. Aber vielleicht stimmt das gar beim Einsatz von KI gar nicht: In einer Ko-Evolution von Mensch und Maschine können wir innovativere und schnellere Lösungen finden. Die gute Nachricht: Aljoscha ist ein Romantiker. Und er glaubt, dass uns KI große Chancen bietet, gerade hier in Europa. Wir jedenfalls haben sehr viele tolle Einsichten gewonnen und finden: Wieder mal eine großartige Folge von #digdeep! --- Unser heutiger Werbepartner ist der C.H. Beck Verlag. Der amerikanische Philosoph C. Thi Nguyen hat in seinem Buch "Der Score - Wie wir aufhören, das Spiel der Anderen zu spielen" eine Reflektion der ewigen Bewertungs- und Rankingsysteme geschrieben. Das Buch findet ihr hier: https://www.chbeck.de/nguyen-score/product/39979469 "Klickzahlen, Fitnesstracker, Bestsellerlisten, Politikerrankings: Unsere Gesellschaft ist besessen von Scores. Überall bestimmen Punktesysteme, was und wer als wertvoll gilt. Doch wann kippen Orientierungshilfen in Instrumente der Beherrschung? Der Philosoph C. Thi Nguyen deckt auf, wie Scores zu einem der prägendsten Werkzeuge unserer Zeit geworden sind – und warum wir dringend ihre Wirkungsweise verstehen müssen."