#118 Digitaler Zwilling in der Prozessindustrie — mit Jürgen Opdenhoff
Digital4Leaders - der Bildungspodcast für Führungskräfte
01.07.2026 • 33 Min.
Jan Veira spricht in dieser Folge von Digital4Leaders mit Jürgen Opdenhoff, Unternehmensinhaber und Experte für Automatisierung, Rückverfolgbarkeit und digitale Transformation in der Prozessindustrie. Seit mehr als drei Jahrzehnten begleitet er Unternehmen aus Branchen wie Chemie, Lebensmittel, Futtermittel oder Kunststoffverarbeitung bei der Digitalisierung ihrer Produktions- und Wertschöpfungsprozesse. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, wie digitale Zwillinge dabei helfen können, komplexe Stoff- und Wertströme transparenter, effizienter und zukunftsfähiger zu gestalten. Gemeinsam diskutieren Jan Veira und Jürgen Opdenhoff die besonderen Herausforderungen der Prozessindustrie, in der unterschiedliche Rohstoffe, Anlagen und Produktionsschritte eng miteinander verzahnt sind. Dabei erklärt Opdenhoff, was ein digitaler Zwilling in diesem Umfeld eigentlich ist, warum eine durchgängige Datenbasis so entscheidend ist und wie Unternehmen dadurch eine „Single Source of Truth“ für ihre Produktionsprozesse schaffen können. Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigt die Folge, wie digitale Zwillinge Produktivität steigern, Stillstandszeiten reduzieren und die Planung von Produktionsaufträgen verbessern können. Darüber hinaus geht es um technologische Grundlagen wie Verwaltungsschalen, offene Standards und Manufacturing-X sowie um die Frage, wie Mitarbeitende verschiedener Bereiche – von Produktion und Qualitätssicherung bis zur Instandhaltung – von einer gemeinsamen Datensicht profitieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von digitalen Zwillingen, Nachhaltigkeit und Künstlicher Intelligenz. Jürgen Opdenhoff erläutert, warum digitale Zwillinge die Grundlage für datengetriebene Optimierung und zukünftige KI-Anwendungen bilden und wie Unternehmen dadurch langfristig bessere Entscheidungen treffen können. Eine Folge für alle Führungskräfte, die verstehen möchten, warum digitale Zwillinge weit mehr sind als ein Technologietrend und welche Rolle sie für die industrielle Wertschöpfung von morgen spielen.