Mord auf der Philosophenstiege: Der Fall Schlick
Mord auf der Philosophenstiege: Der Fall Schlick

Mord auf der Philosophenstiege: Der Fall Schlick

Dimensionen


Gestern • 23 Min.

Vor 90 Jahren wird der Philosoph Moritz Schlick auf einer Stiege im Hauptgebäude der Wiener Universität erschossen. Der Täter, ein ehemaliger Student Schlicks, gibt als Motiv an, der Professor habe aktiv sein berufliches Fortkommen behindert. Es kursieren aber rasch Gerüchte, ein Deutschnationaler habe das Attentat aus weltanschaulichen Beweggründen begangen. Der gebürtige Berliner Schlick hat den interdisziplinären phillosophischen Zirkel "Wiener Kreis" gegründet. Dessen Ziel ist eine antimetaphysische, rein wissenschaftliche Weltauffassung. Damit vertritt der Zirkel eine Gegenposition zum Deutschen Idealismus und zum autoritären christlich-katholischen Ständestaat. Die Haltung des "Wiener Kreises" wird als "typisch jüdisch" verunglimpft, obwohl Schlick gar kein Jude gewesen ist. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 18. 06. 2026 (Wh. v. 2016). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht