Der Goldene Reiter — Barock ohne Bremse
DoubleTake - ein podcast von ostmodern
10.05.2026 • 0 Min.
Am 26. November 1736 wurde auf dem Dresdner Neustädter Markt ein Reiterstandbild aufgestellt — ohne Trompetenstoß, ohne Festrede, ohne den Herrscher, dem es gilt. August der Starke war da bereits tot. Was blieb, ist eines der eigenwilligsten Denkmäler des europäischen Barock: kein Bronzeguss, sondern getriebenes Kupferblech unter einer Vergoldung und ein präzise kalkuliertes Herrschaftsprogramm — mit dem Löwenfell des Herkules als Schlüssel. In dieser Episode gehen wir der Frage nach, was der Goldene Reiter wirklich zeigt: warum August sich für die Levade entschied, was Ludwig XIV. damit zu tun hat, wie ein Augsburger Handwerker das unlösbare technische Problem löste — und warum die DDR das Monument mit bemerkenswerter Sorgfalt pflegte. Die Voiceovers des Hauptteils dieser Episode wurden mit einem KI-Sprachmodell produziert, das auf der Stimme von Michael Brey basiert. Alle Inhalte, Recherchen und kuratorischen Urteile stammen selbstverständlich von uns. Live könnte Ihr uns erleben unter https://www.dresden-stadtfuehrer.de/