Leerstellen sichtbarmachen - Arkadien und Abgrund
DoubleTake - ein podcast von ostmodern
11.11.2025 • 0 Min.
Am 9. November 2025 öffnet das Museum der bildenden Künste Leipzig seine Türen – nicht um zu zeigen, was es besitzt, sondern um sichtbar zu machen, was fehlt. Vor Hackerts arkadischer Landschaft erzählt Kuratoriumsleiter Jan Nicolaisen die Geschichte des Mäzens Moritz Kraemer: ein Bankier, der über 60 Werke an Leipzig vermachte, dessen Nachkommen aber im Nationalsozialismus ermordet wurden. Seine Biografie steht stellvertretend für die jüdischen Stifterinnen und Stifter, die das Bürgermuseum mitaufgebaut haben – und aus seinem institutionellen Gedächtnis getilgt wurden. Eine Führung über Provenienzforschung, Restitution und die Frage, die jede Sammlung stellt: Welche Geschichten bewahren wir? Welche vergessen wir? Und wer entscheidet?