EduCouch - Der Bildungspodcast
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Institut für digitales Lernen


Podcast

Deutsch auf Weltreise Neue Staffel ab 4. Juni

Alle Folgen

  • Kathrin Hendrich: Mehrsprachig im Profifußball — und warum sie auf Deutsch flucht

    Gestern23:42

    Kathrin Hendrich ist in Ostbelgien aufgewachsen, dort, wo man im selben Schultag zwischen Deutsch, Französisch und Flämisch wechselt. Heute spielt sie für die Chicago Stars und die deutsche Nationalmannschaft, lebt auf Englisch und lernt nebenbei Spanisch mit dem Team. In dieser Folge unserer WM-Sonderstaffel erzählt sie, warum sie auf dem Platz lieber auf Deutsch flucht, wie ihr Team sich gegenseitig täglich Vokabeln beibringt und welches harmlose deutsche Wort ihre amerikanischen Mitspielerinnen monatelang für ein Schimpfwort hielten. Ein Gespräch über das Leben zwischen fünf Sprachen, Fußball und die Frage, in welcher Sprache man eigentlich am besten flucht.

  • Bienvenue Angui: Eine Brücke zwischen Deutschland und Afrika – und wie Sprache den Anfang machte

    11.06.202633:36

    Bienvenue Angui war mit 15 Jahren davon überzeugt, sich für Englisch und Spanisch angemeldet zu haben. Doch dann saß sie plötzlich in einer Deutschklasse. Heute lebt die Unternehmerin und Autorin seit 20 Jahren in Berlin und baut beruflich Brücken zwischen Deutschland und Afrika. Im Gespräch erzählt Bienvenue, warum eine Lehrerin ihr den Namen „Lina” gab und was Thorsten, Uwe und ein Meerschweinchen mit dem besten Deutschunterricht ihres Lebens zu tun haben. Und sie berichtet, wie die Elfenbeinküste das Land mit den meisten Deutschlernenden in Afrika ist. Außerdem erzählt sie, warum sie ein Buch über Deutschland geschrieben hat – und jetzt eines über Afrika. Plus: die Rote Karte für das härteste Klischee über die Elfenbeinküste. Das Interview führte Benjamin Heinz. Eine Sonderstaffel der EduCouch in Kooperation mit dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA.

  • Clarissa Corrêa da Silva: „Oweias", Kulturschock und ob Sprachtalent vererbbar ist

    04.06.202630:49

    Mit 14 Jahren packte Clarissa Corrêa da Silva mit ihrer Mutter die Koffer. Richtung São Paulo, mitten in die Pubertät, mitten in ein neues Schulsystem und ein neues Land. Ihre Stimme kennen Millionen aus den Sendungen „Die Sendung mit der Maus” und „Wissen macht Ah!”, ihre Geschichte deutlich weniger. Im Gespräch erzählt Clarissa, warum sie Weintrauben als Kind „Oweias” genannt hat und von einer Batterie, die einfach „Frack” war. Wie Mathe in São Paulo plötzlich zur einzigen Sprache wurde, die überall gleich ist. Außerdem erzählt sie, warum sie ihr Buch über Epigenetik ihrer Grundschullehrerin gewidmet hat. Und was das mit der Idee zu tun hat, dass man Superkräfte vererben kann. Plus: die Rote Karte für das härteste Brasilien-Klischee. Und als Bonus ganz am Ende ein Trick gegen Schluckauf. Das Interview führte Benjamin Heinz Eine Sonderstaffel der EduCouch in Kooperation mit dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA

  • Disruption – zwischen Ideologie und tatsächlicher Veränderung.

    09.04.20261:05:30

    Florian öffnete ChatGPT Ende des Jahres 2022, probiert es fünf Minuten aus – und wusste danach: Jetzt passiert was Krasses. Nicht irgendeine neue App. Hier entsteht Fundamentales. Das ist der Ausgangspunkt dieser Folge: Disruption ist aber nicht immer das, was sich wie Disruption anfühlt. Der Buchdruck wirkte erst viele Jahre nach seiner Erfindung disruptiv. Marcus Ventzke und Florian Sochatzy gehen die letzten 500 Jahre durch: Reformation, 1933 als ideologische Disruption, 1945 als der Moment, in dem Dinge über Nacht verschwanden. Dann der Sprung ins Heute – und eine ziemlich radikale Idee: Was wäre, wenn eine KI mehrere Lösungsvorschläge für ein Sachproblem erstellt, transparent und nachvollziehbar – und Bürgerinnen und Bürger direkt darüber abstimmen? Keine Parteigremien, keine Lobbyvereine, keine Hinterzimmer. Mehr Demokratie durch bessere Entscheidungsgrundlagen? Am Ende landen die beiden bei sich selbst: Vor 15 Jahren eine Firma gegründet mit dem Ziel, das Bildungssystem zu disrumpieren. Was davon geblieben ist – und warum der Antrieb heute ein anderer ist.

  • Inszenierung - Von Versailles bis TikTok

    06.03.202652:17

    Morgens um 8 Uhr sitzen Florian und Marcus mit einer Tasse Kaffee auf der Couch. Bis spät in die Nacht vorher hatten sie sich den TikTok-Kanal des Weißen Hauses angesehen. Was sie sahen, war würdelos, unorchestriert und manchmal absurd. Und trotzdem hochwirksam. Das ist der Ausgangspunkt dieser Folge: Inszenierung ist kein Merkmal von Manipulation, sondern die Grundbedingung jeder Gesellschaft. Ohne Inszenierung gibt es keinen geteilten Sinn, keinen Staat, keine Macht, keine Nation. Alles, was wir als real akzeptieren, wurde irgendwann auf eine Bühne gebracht. Florian und Marcus gehen dieser Idee nach – historisch, politisch und ganz konkret. Sie fragen, was Ludwig XIV. und Donald Trump verbindet, warum Gerhard Schröder ein besserer Politiker war als Olaf Scholz mit seiner Aktentasche es je sein konnte und warum der Ministerpräsident mit der Wurst vielleicht die gelungenste politische Inszenierung unserer Zeit produziert hat – auch wenn es schmerzt, das zuzugeben. Am Ende geht es um die Rolle von Medienkompetenz: Wenn alles Inszenierung ist, bedeutet Medienkompetenz nicht mehr, „die Lüge zu erkennen", sondern „die Grammatik zu verstehen".

  • Strategie - Die Kunst, nach vorne zu schauen

    06.02.20261:02:50

    In dieser Folge der Meta-Couch geht es um strategisches Denken – oder dessen Abwesenheit. Während China in Jahrzehnten denkt, orientiert sich Deutschland an Wahlperioden. Was macht das mit dem Blick nach vorne? Marcus und Florian fragen sich: Warum haben wir so viel politische Kultur, aber so wenig Strategie? Was zeichnet einen guten Strategen aus? Und warum ist kühle Rationalität so schwer, wenn draußen alles brennt? Die Antwort suchen die beiden auch im eigenen Unternehmen. Als kleiner Player unter Giganten braucht es eine klare Analyse, einen guten Plan und Leute, die Kurs halten können. Denn manchmal ist das Gegenteil von dem, was alle machen, die beste Entscheidung.