#12 - Feuer im Rodder Maar
Eifelmord
21.05.2026 • 18 Min.
Ein Morgen am Maar Der 14. Oktober 2024. Ein Sonntagmorgen. Herbst in der Vulkaneifel, wie er sein soll: Morgennebel liegt tief über den alten Kraterseen, der Wald duftet nach feuchtem Laub und Kälte, und über dem Rodder Maar, einem uralten Vulkansee im Brohltal zwischen Mayen und Andernach, herrscht eine Stille, die Jahrtausende alt zu sein scheint. Menschen kommen hierher zum Spazierengehen, zum Nachdenken, zur Ruhe. An diesem Morgen finden sie etwas, das die Stille für immer zerstört. Zwei Körper. Verbrannt. So stark, dass sie kaum noch als menschliche Überreste erkennbar sind. Die Flammen haben ganze Arbeit geleistet – oder sollten es zumindest. Die sofort eingesetzte Mordkommission weiß in den ersten Stunden noch nicht, wen sie vor sich hat. Erst die Rechtsmedizin, DNA-Analysen und forensische Geduld werden die Identitäten offenbaren. Was an diesem Herbstmorgen in der Eifel beginnt, ist eine der drückendsten Kriminalgeschichten, die diese stille Vulkanlandschaft je erlebt hat. Eine Geschichte über zwei Männer, die sterben mussten, damit ein Paar nicht leer ausging. Über Gier, die sich als Strategie verkleidet. Über ein System, das eine Lücke ließ – und über zwei Menschen, die diese Lücke nutzten, um zu töten.