Warum ein Vulkan Bayerns Superminister den Job kostete
Ein Bayer und ein Halber – historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl
25.06.2026 • 44 Min.
Was hat ein Vulkanausbruch in Indonesien mit dem (angeblich) wichtigsten bayerischen Politiker aller Zeiten Maximilian von Montgelas zu tun? Mehr, als man meinen möchte. Das sagt jedenfalls Dr. Richard Loibl, Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte. In Folge 18 des History-Podcasts „Ein Bayer und ein Halber“ reist er zusammen mit MGB-Redakteur Johannes Munzinger nicht nur durch die Zeit, sondern auch ans andere Ende der Welt, um seine steile These zu erklären. Es ist der 10. April 1815. Knapp 11.000 Kilometer von München entfernt bricht auf der Insel Sumawa der Vulkan Tambora aus. Es ist die größte Eruption seit Beginn der Geschichtsschreibung. Ein ganzer Berg fliegt in die Luft. 140 Milliarden Tonnen Gestein bläst die Explosion in die Atmosphäre. Es ist der Beginn einer der größten Klimakatastrophen aller Zeiten. Das Jahr darauf geht als das „Jahr ohne Sommer“ in die Weltgeschichte ein. In München sitzt zu dieser Zeit ein Staatsmann am Steuer, der noch heute ein bayerischer Säulenheiliger ist: Maximilian von Montgelas. Als eine Art Superminister hatte er über Jahrzehnte den bayerischen Staat modernisiert, zentralisiert und gelenkt. Alle Fäden liefen bei ihm zusammen. Aber war er wirklich so super? Nicht in den Augen von Dr. Richard Loibl. Für ihn ist Montgelas eine der überschätztesten Gestalten der bayerischen Geschichte überhaupt. Im Podcast zeichnen er und Johannes Munzinger dessen Leben nach. Und der Historiker erklärt, warum er fest davon überzeugt ist, dass der Ausbruch des Tambora Montgelas zwar nicht den Kopf, aber zumindest die Karriere gekostet hat. Dabei steigt Dr. Loibls Blutdruck gehörig an, denn es geht auch um ein Thema, das ihn wie kaum ein anderes in Rage versetzt. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de.