Warum Klimawandel, Pest und Hexenverbrennung zusammengehören
Warum Klimawandel, Pest und Hexenverbrennung zusammengehören

Warum Klimawandel, Pest und Hexenverbrennung zusammengehören

Ein Bayer und ein Halber – historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl


28.05.2026 • 47 Min.

Klimaveränderung, Pandemien und die tödliche Suche nach Sündenböcken. Darum geht es in Folge 17 von "Ein Bayer und ein Halber". Aber halt, Dr. Richard Loibl – Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte und MGB-Redakteur Johannes Munzinger sprechen nicht über das hier und jetzt. Die Dürreperiode ist vorüber. Erst kam eine Verletzung mit tragischem Hintergrund dazwischen, dann ein Ausflug zur Landesausstellung. Aber jetzt war Dr. Richard Loibl wieder im Aufnahmestudio in Passau. Und bei ihrer jüngsten historischen Zeitreise wurden der Historiker und sein Gesprächspartner zu wahren Katastrophentouristen. In einem apokalyptischen Galopp reiten die beiden durch eine Periode, die auch als "Kleine Eiszeit" bekannt ist. Vom 14. bis ins 18. Jahrhundert führt sie dieser Ritt. Er beginnt, als die Sommer kühler und nasser werden und die Ernten immer öfter ausfallen. Dann führt er vorbei am Schwarzen Tod – eine Pandemie, die den Menschen von damals wirklich, wie das Ende der Welt vorgekommen sein muss und die rund ein Drittel Europas dahinrafft – hin zu den großen Hexenprozessen der frühen Neuzeit. Und ja, auch bei denen spielten der Klimawandel und Wetterkatastrophen eine führende, verheerende Rolle. Seuchen, Hungersnöte, Wahnsinn und der Mensch von seiner schlechtesten Seite prägen diese Folge von "Ein Bayer und ein Halber". Aber eines zeigt sich auch: Aus den Trümmern und der Asche kann immer auch etwas Schönes, Neues wachsen. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de.