Energieschub
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Energieschub

Daniel Rawe


Podcast

Druckluft, Strom, Prüfpflichten: In Industriebetrieben steckt mehr Sparpotenzial, als die meisten vermuten – oft im sechsstelligen Bereich pro Jahr. Energieschub nimmt sich jede Woche ein konkretes Thema vor: Leckageortung in Druckluftnetzen, Energieeffizienz an Kompressoren, Elektro-Thermografie, Prüfungen nach DIN VDE, Schlauchmanagement, Sensorintegration und Prüf- und Wartungsplanung. Keine Werbefolgen, sondern Fakten mit Hand und Fuß: Zahlen, Normen und Beispiele, mit denen Du sofort etwas anfangen kannst – egal ob Du Anlagen betreibst, instand hältst oder als Dienstleister unterwegs bist. In 15 bis 25 Minuten pro Folge. Hinweis zur Produktion: Die Folgen werden von KI-Moderatoren gesprochen. Die Inhalte und Quellen recherchieren wir selbst und nennen sie transparent in den Shownotes, damit Du jede Aussage nachprüfen kannst.

Alle Folgen

  • Folge 11: Vom Audit zum System – Druckluft-Effizienz dauerhaft sichern

    Gestern23:32

    Vom Audit zum System – Druckluft-Effizienz dauerhaft sichern ?Effizienz ist kein Einmalprojekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. In dieser finalen Folge unserer Druckluft-Miniserie bringen wir alle Fäden zusammen: Wir klären, warum Leckagen immer wiederkehren, wie ein intelligenter Wartungsplan aussieht und wie Sie staatliche Fördergelder von bis zu 45 % für Ihre Projekte sichern. Zudem werfen wir einen Blick auf das neue Energieeffizienzgesetz (EnEfG) und zeigen Ihnen den Weg zur rechtssicheren Dokumentation.In dieser Episode erfahren Sie:Der Sisyphus-Effekt: Warum mechanischer Verschleiß Leckagen zur Daueraufgabe macht.Wartung mit System: Warum Sie Filter bei exakt 350 mbar Differenzdruck tauschen sollten.Der Cashflow-Check: ROI von Leckageortungen in oft unter sechs Monaten.Staatliche Zuschüsse: Alles zu den EEW-Modulen 1 und 4 (BAFA/KfW).Gesetzliche Pflichten: Die Relevanz des EnEfG und der ISO 50001 für Ihr Unternehmen.? Kapitelmarken00:00 – Intro: Warum Effizienz kein Projekt, sondern ein Prozess ist02:30 – Der Sisyphus-Effekt: Warum Leckagen durch Verschleiß immer wiederkehren06:00 – Wartung mit Plan: Filtertausch bei 350 mbar, Kondensatableiter und Laststunden10:30 – Cashflow & ROI: Warum sich Maßnahmen oft in unter einem Jahr amortisieren14:00 – Förder-Check: Bis zu 45 % Zuschuss über EEW Modul 1 & 4 (BAFA)18:30 – Das Gesetz: EnEfG und die Verpflichtung zur ISO 50001 ab 7,5 GWh21:30 – Partner-Vorstellung & Zusammenfassung der Miniserie? Unsere Partnerrawe hermetics: Ihr Full-Service-Partner für die kontinuierliche Leckageortung und Systemoptimierung. Wir sorgen dafür, dass Ihre Leckrate dauerhaft unter 10 % bleibt. Mehr Infos unter: https://www.rawe-hermetics.deInnuvis: Die digitale Brücke für Ihr Energiemanagement. Mit Innuvis dokumentieren Sie Maßnahmen rechtssicher, verfolgen den ROI in Echtzeit und erfüllen spielend die Anforderungen der ISO 50001. Mehr Infos unter https://www.innuvis.de? Serien-AbschlussMit dieser Folge endet unsere intensive Reise durch die Welt der Druckluft. Wir hoffen, Sie konnten wertvolle Impulse für Ihre Produktion mitnehmen. Bleiben Sie dran für neue Themen rund um die industrielle Energieeffizienz im Podcast „Energieschub“!Haftungsausschluss Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.

  • Folge 10: Druckluft messen statt schätzen – Den Blindflug in der Produktion beenden

    28.07.202623:58

    Episoden-Teaser & KernbotschaftFliegen Sie in Ihrer Druckluftstation noch im Blindflug oder steuern Sie bereits auf Maximalrendite zu? Effizienz ist kein Einmalprojekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess, da mechanischer Verschleiß und Materialermüdung Einsparerfolge ohne Gegenmaßnahmen schleichend zunichtemachen. In diesem Finale unserer Miniserie erfahren Sie, wie Sie Ihre Anlage von einer Blackbox in einen transparenten Kostenvorteil verwandeln und durch permanentes Monitoring die typischen Einsparpotenziale von 30–50 % nicht nur einmalig erreichen, sondern über Jahre hinweg stabilisieren.Kapitelmarken00:00 Intro02:30 Sensorik-Check: Den Blindflug beenden06:00 Qualität sichern (Taupunkt & ISO 8573-1)10:00 Die wichtigste Kennzahl: Spezifische Leistung (kWh/Nm³) 13:30 Audit vs. Dauermonitoring (ISO 11011 & ISO 50001)17:00 Innuvis: Sensorintegration & KI-Optimierung21:00 Partner & OutroWarum Monitoring die Basis Ihrer Wettbewerbsfähigkeit ist Echtzeit-Daten sind das einzige Mittel gegen die "schleichende Kostenfalle" Druckluft.Vermeidung massiver Verluste: Ein einziges defektes Entlastungsventil kann einen Verlust von 300 m³/h verursachen – das entspricht Energiekosten von ca. 390.000 kWh pro Jahr. Ohne Sensorik bleibt dieser Fehler oft monatelang unentdeckt.Wartung nach Bedarf statt nach Kalender: Nutzen Sie technische Trigger für maximale Effizienz. Tauschen Sie Filterelemente gezielt bei einem Differenzdruck von 350 mbar und nutzen Sie monatliche Auswertungen von Last- und Betriebsstunden für eine proaktive Instandhaltung.Wirtschaftlichkeit: ROI in Rekordzeit Investitionen in die Transparenz Ihrer Druckluftstation rechnen sich schneller als fast jede andere Optimierung im Industriebetrieb:Leckageortung & Reparatur: Amortisation meist in unter 6 Monaten.Systemische Maßnahmen: Ein strategischer Maßnahmenmix amortisiert sich in der Regel innerhalb von 1–3 Jahren (durchschnittlich bereits nach 11 Monaten).Kennzahlen, Standards & GesetzgebungSpezifische Leistung (kWh/Nm³): Wir erklären, warum diese Kennzahl der "Goldstandard" für Ihre Effizienzbewertung ist.EnEfG-Compliance: Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verpflichtet Unternehmen ab 7,5 GWh Jahresverbrauch zu Managementsystemen (ISO 50001/EMAS). Ein professionelles Audit nach ISO 11011 liefert hierfür die zwingend erforderlichen Nachweisdaten.Prozesssicherheit durch Qualität (ISO 8573-1) Die Überwachung des Taupunkts ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für die Betriebssicherheit. Feuchtigkeit im System führt zu Korrosion und teuren Schäden an pneumatischen Werkzeugen und Maschinen. Wir zeigen, wie Sie die Qualitätsklassen dauerhaft garantieren.Audit vs. Dauermonitoring Ein Audit nach ISO 11011 ist der Startschuss, doch erst das Monitoring sichert den Erfolg. Da Leckagen durch tägliche Arbeitsvorgänge zwangsläufig wiederkehren, sinkt die Leckrate nur durch einen kontinuierlichen Prozess dauerhaft von durchschnittlich 25 % auf unter 10 %.Technologie & PartnerIn dieser Folge stellen wir die Synergien unserer Experten-Partner vor:rawe hermetics: Spezialisten für die nachhaltige Dichtheit und mechanische Optimierung Ihrer Druckluftsysteme.Innuvis: Experten für die digitale Transformation. Durch die Integration von Sensordaten und den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) wird Ihr System auf Basis von Live-Daten kontinuierlich optimiert.Fördermöglichkeiten (Expertentipp)Nutzen Sie staatliche Zuschüsse der EEW-Förderung, um Ihre Investitionskosten massiv zu senken:Modul 1 (Querschnittstechnologien): Bis zu 25 % Förderung für hocheffiziente Erzeuger und Frequenzumrichter (für KMU, max. 200.000 EUR).Modul 4 (Systemische Optimierung): Bis zu 45 % Förderung für KMU (25 % für Großunternehmen) bei technologieoffenen Optimierungen, max. 20 Mio. EUR.Wichtiger Hinweis: Der Antrag muss VOR Maßnahmenbeginn gestellt werden. Beachten Sie die Bindungsfrist von 3 Jahren für die geförderten Anlagen.Sichern Sie sich Ihren Vorsprung in der Energieeffizienz. Abonnieren Sie diesen Kanal und besuchen Sie unsere Partner für eine individuelle Analyse Ihrer Station:https://www.rawe-hermetics.dehttps://www.innuvis.dehttps://podcast.rawe-hermetics.deHaftungsausschluss: Die Inhalte dieser Folge dienen der allgemeinen Information und stellen keine individuelle technische oder rechtliche Beratung dar. Trotz sorgfältiger Prüfung der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung geltenden Normen (z. B. ISO 50001, EnEfG) und Förderrichtlinien (BAFA) kann keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen werden. Insbesondere Förderquoten und gesetzliche Anforderungen können variieren. Vor der Umsetzung von Maßnahmen wird eine fachspezifische Beratung empfohlen.

  • Folge 9: Druckluftkosten mit VSD und Wärmerückgewinnung halbieren

    21.07.202628:39

    Druckluft ist teuer, aber an der Kompressorstation wird oft mehr Geld verbrannt als nötig. In dieser Folge blicken wir hinter das Gehäuse der Erzeugung und zeigen Ihnen die „Big Three“ der Effizienz: Betriebsdruck, intelligente Steuerung und das gewaltige Potenzial der Wärmerückgewinnung. Wir räumen mit Leerlaufverlusten auf und erklären, warum ein VSD-Kompressor nicht immer die beste Wahl ist.In dieser Episode erfahren Sie:Warum 1 bar Druckabsenkung sofort bis zu 10 % Stromkosten spart.Wie intelligente Verbundsteuerungen das „Druckband“ bändigen.VSD-Technologie: Wo sie 50 % spart – und wo sie 4 % extra kostet.Das 94 %-Wunder: Warum Ihr Kompressor eigentlich eine Heizung ist.Die SMC „4-bar-Factory“ als Vision für die Zukunft.? Kapitelmarken00:00 – Intro: Wo das Geld an der Kompressorstation wirklich verschwindet02:00 – Der Betriebsdruck: Warum jedes bar zu viel 6-10 % mehr Energie kostet06:00 – Steuerung und Regelung: Von der Druckkaskade zur intelligenten Verbundsteuerung10:00 – Drehzahlregelung (VSD): Wann sie sich lohnt und wann nicht (40-80 % Last-Optimum)14:00 – Leerlauf: Der stille Geldverbrenner (20-30 % Leistung ohne Nutzen)16:00 – Wärmerückgewinnung: Das 94 %-Potenzial für Heizung und Brauchwasser20:00 – Minenfeld: Die teuren Fehler bei Auslegung und Maßnahmen-Reihenfolge22:00 – Partner, Brücke zur Energieeffizienz und Ausblick auf Folge 10? Unsere Partnerrawe hermetics (rawe hermetiks): Ihr Spezialist für Druckluft-Leckageortung und Systemoptimierung. Wir machen Ihre Einsparpotenziale durch präzise Messungen sichtbar. Mehr Infos unter: www.rawe-hermetics.deInnuvis (innuvis): Die Whitelabel-Softwarelösung für digitale Audits und rechtssichere Dokumentation. Ideal für Profis, die Ergebnisse ohne manuelle Nacharbeit präsentieren wollen. Mehr Infos unter www.innuvis.de? AusblickIn Folge 10 gehen wir den nächsten Schritt: „Sensorik & Monitoring“. Wir klären, wie Sie Ihre Effizienzgewinne durch kontinuierliche Messung von Durchfluss, Taupunkt und Strom dauerhaft absichern.Haftungsausschluss Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.

  • Folge 8: Leckagen finden und bewerten: Ultraschall statt Seifenwasser

    09.07.202628:30

    In der letzten Folge ging es darum, wie teuer Leckagen sind. Jetzt die entscheidende Frage: Wie findet man sie überhaupt? Das hochfrequente Zischen hört man im Produktionslärm nicht, und Seifenwasser hilft nur dort, wo man ohnehin schon einen Verdacht hat. Diese Folge zeigt, wie aus einem diffusen Verdacht eine belastbare, dokumentierte Maßnahmenliste wird.Der Standard ist die Ultraschall-Ortung: Ein Handgerät wandelt das hochfrequente Ausströmgeräusch in einen hörbaren Ton um und findet Lecks ab etwa 0,2 mm – im laufenden Betrieb. Noch schneller sind akustische Kameras, die mehrere Lecks gleichzeitig im Bild zeigen und Leckrate und Kosten oft direkt mit ausgeben. Ein Drucktest im Stillstand liefert ergänzend die Gesamtleckrate. Weil wenige große Lecks den Großteil der Kosten verursachen, gilt beim Beheben: große zuerst.Den Rahmen dafür gibt die ISO 11011 (2013, deutsch DIN EN ISO 11011:2015) – „Druckluft, Energieeffizienz, Bewertung". Sie betrachtet Erzeugung, Übertragung und Verbrauch als Gesamtsystem und stellt Anforderungen an Messung, Auswertung und Dokumentation; die Messung läuft in der Praxis über mindestens sieben Tage. Ein solches Audit liefert zugleich die Nachweisdaten für ein Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 – beide folgen derselben Logik des kontinuierlichen Verbesserns.rawe hermetics ortet Leckagen mit Ultraschall, beziffert jede einzeln in Euro und liefert die Auswertung gleich ISO-50001-tauglich. Mit Innuvis erfasst Du jede Leckage samt Position, Größe und Rangfolge digital und erstellst die Auditberichte automatisiert nach einheitlicher Struktur. In der nächsten Folge verlassen wir das Netz und gehen an die Erzeugung: den Kompressor optimieren. Alle Normen und Quellen findest Du in den Shownotes.Quellen: ISO 11011:2013 / DIN EN ISO 11011:2015 – TÜV SÜD, ISO-11011-Zertifizierung (94 Prüfkriterien) – DIN EN ISO 50001:2018 und DIN EN 16247-1 – VDMA 4370 – Herstellerangaben zur Ultraschall- und Kamera-Ortung (Sonotec, Fluke, CS Instruments).Haftungsausschluss: Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.

  • Folge 7: Druckluftleckagen - die unsichtbare Verschwendung

    03.07.202619:06

    Es gibt in fast jedem Druckluftnetz einen Kostenposten, der Tag und Nacht läuft und trotzdem in keiner Rechnung auftaucht: Leckagen. Ein einziges Loch von drei Millimetern kann im Jahr weit über zehntausend Euro an Stromkosten verursachen – und kaum jemand bemerkt es. In dieser Folge rechnen wir das nach.Zunächst die Größenordnung: In einem typischen Netz gehen 10 bis 30 Prozent der erzeugten Druckluft durch Leckagen verloren, in Einzelfällen bis zu 40 Prozent. Dann die Kosten – und hier ist die Annahmen-Disziplin entscheidend. Bei 0,11 kWh pro Normkubikmeter, 30 Cent pro kWh, sechs bar und Dauerbetrieb (8.760 h/Jahr) kostet ein 1-mm-Leck rund 1.450 Euro, ein 3-mm-Leck rund 13.000 Euro und ein 5-mm-Leck rund 36.000 Euro pro Jahr. Mit anderen Annahmen (weniger Betriebsstunden, niedrigerer Strompreis, effizientere Anlage) fallen die Werte niedriger aus – beide Rechnungen sind korrekt, nur die Annahmen unterscheiden sich. Eine Kostenzahl ohne ihre Annahmen ist wertlos.Außerdem: der schnelle Druck-Hebel (von acht auf sieben bar senkt die Leckagemenge um rund 12,5 Prozent, ohne ein Loch anzufassen), die typischen Schwachstellen (Kupplungen, Schläuche, Kondensatableiter, Kugelhähne, Verschraubungen) und der Grund, warum man Leckagen nicht bemerkt: Das Ausströmen erzeugt hochfrequenten Ultraschall, den das Ohr im Produktionslärm nicht hört. Bei rund 344 Gramm CO2 pro Kilowattstunde (Umweltbundesamt, 2025) verpufft mit jeder verschwendeten Kilowattstunde auch CO2.Genau diese unsichtbaren Verluste macht rawe hermetics messbar und beziffert jede Leckage einzeln in Euro. Mit Innuvis dokumentierst Du Leckagen samt Position, Größe und Einsparung digital und erstellst Auditberichte automatisiert. In der nächsten Folge geht es darum, wie man Leckagen systematisch findet und bewertet – mit Ultraschall statt Seifenwasser und nach der Norm ISO 11011. Alle Quellen findest Du in den Shownotes.Quellen: energie-audit24.de (Leckage-Rechner und Näherungsformel) – IHK Nürnberg, „Druckluft effizient nutzen", 2012 – Atlas Copco (Herstellerangabe, Beispielrechnung) – DIN ISO 6358 – Umweltbundesamt, Strommix-Emissionsfaktor 2025.Haftungsausschluss: Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.

  • Folge 6: Vom Kompressor zur Maschine: So funktioniert ein Druckluftsystem

    24.06.202627:09

    Shownotes Energieschub Folge 6: Aufbau eines DruckluftsystemsDruckluft ist keine Gratis-Ressource: Mit rund 7 % des industriellen Stromverbrauchs in Deutschland (EU-weit 10 %) zählt sie zu den teuersten Energieträgern der Produktion. Wer Kosten senken will, muss das System als Ganzes verstehen – von der Verdichtung bis zum letzten Meter Schlauch. Kernbotschaft: Bevor man an einzelnen Schrauben dreht, muss man wissen, wie ein Druckluftsystem aufgebaut ist – und dass jedes bar mehr Druck bares Geld kostet.Erzeugung Die Kompressortechnologie bestimmt die Grundeffizienz.Schraubenkompressor: Standard für pulsationsarmen Dauerlauf. Öleingespritzt (ca. 70–80 °C) oder trockenlaufend. Hinweis: Erst mehrstufige trockenlaufende Systeme erreichen meist die Effizienz einer einstufigen öleingespritzten Maschine.Kolbenkompressor: für hohe Enddrücke (bis 45 bar) bei geringer Einschalthäufigkeit, aussetzgeregelt.Turbokompressor: für sehr große Mengen in der Grundlast, trockenlaufend (zweistufig bis ca. 7 bar), empfindlich gegen verschmutzte Ansaugluft.Aufbereitung & QualitätTrocknung: Kältetrockner sind der wirtschaftliche Standard (Drucktaupunkt +3 °C, ISO-Wasserklasse 4). Adsorptionstrockner erreichen bis -40 °C, brauchen aber deutlich mehr Energie.Filtration: Jeder Filter erzeugt Differenzdruck. Elemente jährlich oder spätestens bei 350 mbar tauschen; Aktivkohle nach max. 1.500 Betriebsstunden.Kondensat: elektronisch niveaugeregelte Ableiter verwenden. Zeit- oder schwimmergesteuerte Ventile sind Störquellen ersten Ranges.ISO 8573-1:2010 definiert die Reinheit als [Partikel:Wasser:Öl]. 2:4:2 ist wirtschaftlicher Industriestandard, 1:4:1 für hohe Anforderungen (z. B. empfindliche Sensorik).Speicherung & VerteilungSpeicherung: Der Druckbehälter glättet Schwankungen und reduziert Schaltspiele. Faustformel Mindestgröße: Fördermenge pro Minute / 3.Verteilung: Stichleitungen zu Ringleitungen schließen – das halbiert den Druckabfall und verdoppelt die Durchflussmenge. Kugelhähne mit vollem Durchgang statt Sitzventile; Schläuche nur am letzten Stück.Materialien: Aluminium (leicht, korrosionsfrei – ideal für Haupt- und Ringleitungen), Edelstahl (Pflicht in Lebensmittel/Pharma), C-Stahl (robust, stationär), Kunststoff (nur geringe Belastung/Kurzstrecken).Der 1-bar-Energiehebel Jedes bar Netzdruck über dem Bedarf steigert den Verbrauch deutlich: laut Atlas Copco um 6–8 %, laut IHK-Leitfaden um 6–10 %. Senken Sie den Netzdruck konsequent auf das notwendige Minimum. Ansätze wie die „4-bar-Factory" zeigen Einsparungen von bis zu 29 %.Partnerrawe hermetics: Spezialist für professionelle Leckageortung und herstellerunabhängige Effizienz-Audits – macht Verluste messbar und senkt nachhaltig die Stromkosten der Produktion.Innuvis: Whitelabel-Software für digitale Audits – überführt Prüfprozesse in einen rechtssicheren, digitalen Workflow mit automatisierten Auditberichten.Zusammenfassung & Ausblick Checkliste: Sind Erzeugung, Aufbereitung und Verteilung aufeinander abgestimmt? Werden Filterelemente konsequent bei 350 mbar getauscht? Wurde das minimal notwendige Druckniveau ermittelt und der Netzdruck abgesenkt? Vorschau Folge 7 – „Leckagen, die unsichtbare Verschwendung": warum ein 3-mm-Loch jährlich über 13.000 Euro vernichten kann und wie Sie diese Verluste stoppen.Haftungsausschluss Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.