Wie über Flucht berichten in Zeiten der Abschottung?
Fernverbindung - Der Auslands-Podcast der taz
04.06.2026 • 20 Min.
Noch nie waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Gleichzeitig kommen in Europa immer weniger Schutzsuchende an. Das liegt auch an einer Asylpolitik, die die Grenzen der EU immer weiter nach außen verlagert. Nun wollen die Mitgliedstaaten auch sogenannte Rückführzentren in Drittstaaten ermöglichen – ein weiterer Schritt in einer Migrationspolitik, die auf Abschreckung und Auslagerung setzt. Während die Politik über Grenzschutz, Abschiebungen und Rückführungen diskutiert, geraten die Geschichten der Menschen hinter den Zahlen zunehmend aus dem Blick. Wie erzählt man von Flucht in einer Zeit, in der viele die Debatte längst satt haben? Und kann Journalismus überhaupt noch etwas bewegen? Darüber spricht in dieser Folge der fernverbindung Auslandsredakteurin Judith Poppe mit unserem Nordafrika-Korrespondenten Mirco Keilberth. Seit Jahren berichtet er aus Libyen, Tunesien, Ägypten und anderen Ländern der Region über Flucht, Migration und die Menschen hinter den Schlagzeilen.