Gay Body Culture: Wenn der Körper über Wert entscheidet
Gay Body Culture: Wenn der Körper über Wert entscheidet

Gay Body Culture: Wenn der Körper über Wert entscheidet

FettUcation - Meine Abnehmreise aus der Adipositas


Heute • 29 Min.

Sponsor der Folge: Coach Tomasz Tomasz begleitet mich selbst auf meinem Weg und genau deshalb freue ich mich, ihn als Sponsor von FettUcation dabei zu haben. Er unterstützt Menschen dabei, nachhaltig abzunehmen und einen Weg zu finden, der wirklich in den Alltag passt. Ohne ständig die nächste Diät auszuprobieren und ohne unrealistische Versprechen. Wenn du das Gefühl hast, beim Thema Abnehmen schon vieles versucht zu haben und trotzdem nicht richtig weiterkommst, schau dir Tomasz gerne einmal an. Hier kommst du zu seinem ⁠⁠⁠Instagram Profil⁠⁠⁠ und zum ⁠⁠⁠Erstgespräch⁠⁠⁠ Grüß ihn lieb von mir :-) In dieser Folge spreche ich mit Ahmet über Gay Body Culture, queere Körperbilder und die Frage, warum Aussehen, Gewicht und Anerkennung so eng miteinander verbunden sein können. Ahmet erzählt, was es bedeutet, als schwuler, queerer Mann mit Migrationsgeschichte in einer Gesellschaft und Community aufzuwachsen, in der bestimmte Körpernormen extrem stark wirken. Es geht um Maskulinität, „mask for mask“, muskulöse Körper, Dating Apps, Gay Partys, Sichtbarkeit und die Frage, warum manche Räume zwar nach Freiheit aussehen, sich aber trotzdem nicht für alle frei anfühlen. Wir sprechen darüber, wie früh sich Kommentare über den eigenen Körper einbrennen können. Ahmet erzählt von Erfahrungen aus der Kindheit, von Partnerschaften, von Sätzen, die hängen bleiben, und davon, wie sehr Gewicht, Attraktivität und Selbstwert miteinander verknüpft werden können. Ein großes Thema ist auch Gay Dating. Grindr, Romeo und andere Apps haben für viele Menschen Räume geöffnet, aber auch neue Raster geschaffen: Körpergröße, Gewicht, Körperform, Attraktivität. Ahmet beschreibt, wie schnell daraus das Gefühl entstehen kann: Wenn ich nicht in dieses Raster passe, bin ich weniger wert. Außerdem geht es um Body Positivity. Ist das wirklich Befreiung oder manchmal nur ein neues Ziel, das wieder Druck macht? Ahmet sagt sehr klar: Vielleicht geht es weniger darum, den eigenen Körper immer lieben zu müssen. Vielleicht geht es erst einmal darum, sich nicht mehr die ganze Zeit an ihm zu stören. Wir sprechen über Body Dysmorphia, Waage, Wohlfühlgewicht, Social Media, Fashion, Runways, Skinny Trends und darüber, warum Körperideale sich immer wieder verschieben. Mal soll alles divers sein, dann wird wieder extrem dünn oder extrem trainiert gefeiert. Besonders stark wird die Folge, wenn es um Räume geht: Welche Spaces tun mir gut? Wo werde ich wirklich gesehen? Und wo versuche ich nur, in ein Bild zu passen, das mir eigentlich nie gutgetan hat? Am Ende bleibt ein Satz, der vielleicht früher hätte kommen müssen: Du bist gut so, wie du bist. Eine Folge über Körperkult, queere Identität, Scham, Dating, Selbstwert und die Suche nach einem Körpergefühl, das nicht von außen bestimmt wird. Schreib mir in die Spotify Kommentare: Gab es einen Satz über deinen Körper, der bis heute bei dir hängen geblieben ist? Quellen und weiterführende Informationen: Minority Stress und mentale GesundheitIlan H. Meyer, Prejudice, Social Stress, and Mental Health in Lesbian, Gay, and Bisexual Populations, Psychological Bulletin, 2003.Diese Arbeit beschreibt, wie Stigma, Vorurteile, Diskriminierung, Erwartung von Zurückweisung und internalisierte Homophobie psychische Belastung bei queeren Menschen verstärken können. Körperbild und Muskelideal bei schwulen MännernTiggemann, Martins und Kirkbride, Muscularity and the gay ideal: body dissatisfaction and disordered eating in homosexual men, Eating Behaviors, 2007.Die Studie ordnet ein, dass das schwule Körperideal nicht nur mit Schlankheit, sondern auch stark mit Muskulatur verbunden sein kann. Grindr und KörperbildFilice et al., The influence of Grindr, a geosocial networking application, on body image in gay, bisexual and other men who have sex with men, Body Image, 2019.Die Studie untersucht, wie Grindr das Körperbild und die Körperzufriedenheit von schwulen, bisexuellen und anderen Männern, die Sex mit Männern haben, beeinflussen kann. Dating Apps, Body Dissatisfaction und EssverhaltenZhang et al., Gay Dating Apps Usage, Body Dissatisfaction, and Disordered Eating in Chinese Young Gay Men, Journal of Homosexuality, 2023.Die Studie fand Zusammenhänge zwischen der Nutzung schwuler Dating Apps, Unzufriedenheit mit Körperfett und Muskulatur sowie problematischem Essverhalten. Weight Stigma in der Gay CommunityFat is feminine: A qualitative study of how weight stigma is constructed among sexual minority men who use Grindr, Body Image, 2022.Die qualitative Studie beschreibt, wie Gewichtsstigma unter Männern, die Grindr nutzen, konstruiert wird und wie Männlichkeit, Schlankheit und Muskulatur dabei verknüpft werden. Body Dysmorphia und sexuelle MinderheitenBlashill et al., Minority stress and body dysmorphic disorder symptoms among sexual minority adolescents and adult men, Body Image, 2020.Die Studie untersucht Zusammenhänge zwischen Minority Stress und Symptomen körperdysmorpher Störung bei jungen und erwachsenen Männern aus sexuellen Minderheiten. Dating Apps, Körperbild und mentale GesundheitDating apps and their relationship with body image, mental health and wellbeing: A systematic review, Computers in Human Behavior, 2024.Der Review fasst Studien zusammen, in denen Dating App Nutzung mit Body Dissatisfaction, Body Surveillance, gestörtem Essverhalten und weiteren körperbezogenen Belastungen verbunden war. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices