Zwischen Automotive und Sicherheitsindustrie
Gestern•31:39
KI in der Videoüberwachung: Was kommt als Nächstes? | Teil 2Wie wird aus einem guten KI-Modell eine Lösung, die im Sicherheitsalltag tatsächlich funktioniert?Im zweiten Teil des Gesprächs von „Der wilde Ritt durch die Security“ sprechen Manuel Bohé und Tolga Ermis darüber, warum die eigentliche Herausforderung nicht immer in der KI selbst liegt. Denn Kameras, Leitstellensoftware und bestehende Sicherheitssysteme müssen miteinander kommunizieren – und genau diese Integration kann in der Praxis komplex werden.Dabei geht es auch um bestehende Kameratechnik: Müssen ältere Systeme ausgetauscht werden, um moderne Videoanalyse nutzen zu können? Tolga erklärt, welche Rolle Bildqualität und unterschiedliche KI-Modelle spielen und warum nicht jedes Modell für jede Kamera und jeden Anwendungsfall geeignet ist. Der Blick geht außerdem nach vorn: Vision Language Models verbinden Bild- und Videodaten mit Sprachmodellen und eröffnen neue Möglichkeiten für die Analyse. So lassen sich Videodaten beispielsweise über natürliche Sprache durchsuchen oder bestimmte Merkmale gezielt erkennen. Zum Abschluss geht es um die Frage, wie sich Security in den kommenden Jahren verändern könnte. KI-Agenten könnten zunehmend Teil von Leitstellen und Softwareumgebungen werden, während Robotik und Drohnen auch physische Aufgaben übernehmen.?️ Über unseren GastTolga Ermis beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Kameratechnologie, Videoanalyse und künstlicher Intelligenz. Nach seinem Studium arbeitete er unter anderem in der Automobilindustrie an Kamera- und Assistenzsystemen und beschäftigte sich mit Objektdetektion und KI. Später gründete er das KI-Security-Start-up promiseQ, um seine Erfahrungen aus der Automobilindustrie auf Herausforderungen der Sicherheitsbranche zu übertragen. Heute ist er Gründer und Geschäftsführer von Corsica Security.⚙️ Warum das wichtig ist:Eine KI kann im Labor sehr gut funktionieren – entscheidend ist jedoch, ob sie sich auch zuverlässig in bestehende Sicherheitsprozesse integrieren lässt. Kameras, Software, Leitstellen und Menschen müssen zusammenspielen. Gleichzeitig zeigen neue Entwicklungen wie Vision Language Models und KI-Agenten, dass Videoanalyse künftig weit über die reine Erkennung einzelner Objekte hinausgehen könnte. ? Feedback oder Themenvorschläge?fillthegap.podcast@concepture.de