#69: KI einführen ohne Plan ist kein Fortschritt, sondern ein teures Experiment
#69: KI einführen ohne Plan ist kein Fortschritt, sondern ein teures Experiment

#69: KI einführen ohne Plan ist kein Fortschritt, sondern ein teures Experiment

Follow the White Rabbit - Der IT-Security Podcast


Vor 3 Tagen • 32 Min.

Viele Unternehmen fragen sich, ob sie KI einsetzen dürfen. Die wichtigere Frage ist jedoch: Wie können sie dies verantwortungsvoll tun? In dieser Folge von „Follow the White Rabbit” spricht Lisa Fröhlich mit Georgia Voudoulaki. Die Rechtsanwältin ist AI Governance & Data Protection Strategist. Sie klärt über den rechtlichen Rahmen rund um Künstliche Intelligenz auf und erklärt, warum die meisten Unternehmen die falschen Kosten im Blick haben. Georgia macht klar: Der EU AI Act verbietet KI nicht. Er schafft einen Rahmen. Wer diesen Rahmen jedoch ignoriert oder nur halb versteht, dem drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch teure Doppelarbeit, Datenschutzkonflikte und Reputationsschäden. Es ist ein klassischer Fehler, DSGVO und AI Act aus verschiedenen Abteilungen heraus zu prüfen – einer, der Zeit kostet, Lücken erzeugt und das Projekt verteuert, noch bevor ein einziger Token geflossen ist. Hinzu kommen die systematisch unterschätzten Kosten: Schulungen, Monitoring, Vertragsprüfungen, Governance-Strukturen – und ja, auch 20 Prozent höhere Energiekosten für den Betrieb der Modelle. Entscheidend ist nicht, welches Tool gerade gehyped wird, sondern ob es zur eigenen Wertschöpfung passt. Georgia plädiert für eine ehrliche Inventur: Welche Use Cases hat das Unternehmen? Wo ersetzt oder unterstützt KI sinnvoll? Und wann zieht man die Reißleine, wenn das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht stimmt? Gute AI-Governance beginnt nicht mit Technik. Sie beginnt mit dem Menschen. TakeawaysDie falsche Frage kostet Geld. Entscheidend ist nicht die Frage „Darf ich KI einsetzen?”, sondern „Wie setze ich KI verantwortungsvoll ein?” Wer das nicht klärt, baut auf Sand.DSGVO und AI Act gehören zusammen. Wer beide Regelwerke getrennt voneinander prüft, erzeugt Doppelarbeit, Lücken und Verzögerungen. Integrierte Governance-Prozesse sind kein Luxus, sondern ein Gebot der Effizienz.Die versteckten Kosten werden systematisch unterschätzt. Schulungen, Monitoring, Energiekosten, Governance-Strukturen, Vertragsprüfungen – all das kommt on top zu den Lizenzkosten und wird in den meisten Business Cases schlicht vergessen.KI ist ein Werkzeug, aber kein Entscheider. Nur weil ein Modell einen Output produziert, heißt das nicht, dass dieser stimmt. Menschliches Urteilsvermögen ist keine optionale Komponente, sondern Pflicht.Wer keine Inventur macht, verliert die Kontrolle. Welche KI-Systeme nutzt mein Unternehmen? Viele können diese Frage nicht beantworten. Genau da fängt AI Governance an. Jetzt abonnieren – und den Überblick behalten Diese Folge ist Pflicht für alle, die KI in ihrem Unternehmen einführen, begleiten oder verantworten. Abonniere „Follow the White Rabbit”, hinterlasse eine Bewertung und schicke die Folge an alle, die gerade KI-Projekte planen, bevor sie das Geld ausgeben. LinksGeorgia Voudoulaki – Rechtsanwältin, Senior Legal Counsel, AI Governance & Data Protection Strategist| LinkedIn EU AI Act – Volltext (Verordnung EU 2024/1689) Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) BSI - Künstliche Intelligenz