#4 Wie Bischof Anno den Königssohn entführte und die Rolle Otnands am Hof
Frankenschnipsel
21.05.2023 • 16 Min.
Shownotes: Das Mittelalter war von Machtspielen und Intrigen geradezu geprägt. Sogar vor der Entführung des Königssohns schreckte der damalige Kölner Erzbischof Anno II. nicht zurück. Sein Opfer war um 1062 der spätere Kaiser Heinrich IV., derjenige, der den „Canossa-Bittgang“ antreten musste. Seine großen fränkischen Besitztümer verwaltete Otnand, der erste Reichministeriale in Franken und Gründervater des Rittergeschlechts „von Eschenau“. Er wurde bereits von Kaiser Heinrich III. als loyaler Vertrauter und wichtiger Majordomus geschätzt. Otnand zeigte sich verantwortlich für die Besiedlung des Gebietes zwischen Regnitz und Pegnitz, zwischen Forchheim und Lauf. Er gründete neue Siedlungen im Schwabachtal, dabei zog er sich den Hass der bambergischen Kirchenmacht zu. Dieser einflussreiche Ratgeber des Kaisers wurde mit zahlreichen Gütern beschenkt, sogar die erste Nennung der Ortschaft „Eger“ geht auf dieses alte Rittergeschlecht zurück. Besucht auch meine Instagram Seite unter: https://www.instagram.com/frankenschnipsel/ Links und Quellen: Fink, Fritz: Aus der Vergangenheit des Marktes Eschenau und verschiedener Orte des Schwabachtales, Eschenau, unveröffentlichtes Manuskript, 28.03.2017Fink, Fritz: Wanderung durch die Vergangenheit des Schwabachtales/Die Landschaft zwischen Erlangen und Gräfenberg, Eschenau, 1999, ISBN 3-00-004988-6. http://online-service2.nuernberg.de/stadtarchiv/rech.FAU?sid=EB91CC597&dm=3&auft=1https://www.vr-elibrary.de/doi/abs/10.7788/gik-2016-0104?journalCode=gikhttps://de.wikipedia.org/wiki/Staatsstreich_von_KaiserswerthDatenschutz: https://anchor.fm/privacy