Kapitel 05: Fegen für den Vielfraß
Fynn farmt Milch – Ein Jahr unter Kühen
20.08.2026 • 20 Min.
Auf dem Hof ist gerade so eine Zwischenzeit, in der alle irgendwo eine Lücke stopfen. Zwei Azubis sind mit bestandener Prüfung raus, neue kommen erst noch, und natürlich helfen auch Svens Töchter mit. Liz steht erst noch leicht verschlafen da ?, aber das legt sich schnell. Fynn lernt sogar eine ihrer Lieblingskühe kennen ?. Fynn landet derweil erst mal wieder da, wo er zuverlässig landet: mitten im Matsch, mitten in der Frage, warum man sich das eigentlich antut. Er steht knietief in der Scheiße, soll Abwurfschächte freitreten und merkt sehr schnell, dass „wie in Weintrauben stampfen“ nur eine ziemlich freche Schönfärbung von Hofchef Sven war ??. Doch tatsächlich leistet Podcast-Praktikant Fynn damit sogar einen bescheidenen Beitrag gegen den Klimawandel, denn das Zeug verschwindet nicht einfach, sondern läuft weiter in den Güllekanal und am Ende in die Biogasanlage. Selbst das, was später mit dem Radlader zusammengefegt wird, landet nicht bloß auf irgendeinem Haufen, sondern wird zu Strom, Wärme und Dünger ?. Trotzdem fragt Fynn ziemlich direkt nach dem Widerspruch: Kühe gelten als klimaschädlich, was bringt dann so eine Anlage überhaupt? Sven druckst da nicht rum, sondern sagt klar, was er beeinflussen kann und was nicht: Gegen Rülpser und Pupse der Kühe kann er nun mal wenig machen, aber das Methan aus der Gülle kann er rausziehen ♻️⚡. Der Strom reicht nicht nur für den Hof mit allen Robotern, sondern auch noch für rund 200 Haushalte. Ein letztes Mal darf Fynn auch noch mit Mit-Azubi Tristan arbeiten. Dabei klingt „fegen“ erst nach einem typischen, aber wenig interessanten Praktikantenjob, aber bei Sven auf dem Hof wird zum Glück nicht mit dem Besen gefegt, sondern mit dem Radlader ?.