195 Milliarden Umsatz, 9.200 Entlassungen: Was mit der Spielebranche wirklich passiert
195 Milliarden Umsatz, 9.200 Entlassungen: Was mit der Spielebranche wirklich passiert

195 Milliarden Umsatz, 9.200 Entlassungen: Was mit der Spielebranche wirklich passiert

Game of Thoughts


Vor 4 Tagen • 1 Std. 11 Min.

88,3 Milliarden Dollar allein mit PC- und Konsolenspielen, mehr als jemals zuvor. Und im selben Jahr verlieren 9.200 Entwicklerinnen und Entwickler ihren Job, 44.000 waren es in vier Jahren. Studios schließen, bevor ihr erstes Spiel im Laden steht. Wie passt das zusammen? Die Schlagzeilen liefern eine einfache Antwort. Der Analyst Matthew Ball legte im April seinen zweiten "State of Video Gaming"-Report vor, 167 Slides, und die Presse machte daraus einen Krieg: Gaming gegen TikTok, gegen Sportwetten, gegen OnlyFans. Der Konsolenkrieg ist vorbei, der Aufmerksamkeitskrieg hat begonnen. Wir halten dagegen. In dieser Folge argumentieren wir, dass die Branche nicht in einer Krise steckt, sondern in einer Reifephase. Wir zerlegen sechs Strukturbrüche, von der Sättigung in den acht großen Märkten über den Margenverfall von 25 auf 17 Prozent bis zur Gig Economy in der Entwicklung. Wir ordnen ein, warum Ball als Betreiber eines eigenen Gaming-ETFs kein neutraler Beobachter ist. Und wir schauen dorthin, wo tatsächlich gewachsen wird: bei Spielen unter 30 Euro, im Sandbox-Genre, bei Roblox, das Fortnite und Call of Duty inzwischen überholt hat. Quellen: Matthew Ball, "The State of Video Gaming in 2026" (Epyllion), Newzoo "2026 PC & Console Gaming Report" sowie das Panel von Gamespodcast.de mit Andre, Michael Hoss, Ralf Adam und Human Nagafi.