Jugendschutz: Das machen USK & Staat richtig/falsch #12
Game of Thoughts
15.09.2024 • 1 Std. 22 Min.
Stellt euch vor, ihr geht in den Laden, um ein Spiel zu kaufen, und bemerkt, dass es aus den Regalen verschwunden ist. Das Spiel steht nun auf einer Liste und ist indiziert. Solche Fälle traten früher häufiger auf. Doch wie kommt es zu solchen Entscheidungen? Heute gehen wir dieser Frage nach und interessieren uns brennend für den Jugendschutz in Deutschland in Bezug auf Videospiele. Wer trifft die Entscheidungen, bestimmt die Altersfreigabe oder lässt ein Spiel beschlagnahmen? Wir stellen fest, dass USK und Staat eng zusammenarbeiten. Dabei fällt auf, dass sie einerseits gründlich vorgehen, andererseits bei modernen Entwicklungen wie Lootboxen Nachholbedarf haben, wenn es um Jugendschutz geht. Sie halten strikt an der rechtlichen Definition von Glücksspiel fest, die nicht erfasst, wie Lootbox-Mechaniken das Gehirn von Spielern beeinflussen. Zudem bemängeln wir die teils fehlende Transparenz der USK bei der Modernisierung ihrer Prozesse. Lobbyismus in der Spielindustrie könnte Spiele wie Coinmaster oder EA Sports FC, die an Casino-Spiele erinnern, daran hindern, als ab 18 eingestuft zu werden, obwohl sie erhebliche psychische Folgen haben können. Mit etlichen Aussagen von USK-Mitarbeitern hat diese Episode von Game Of Thoughts eine neue Dynamik bekommen. Begleitet uns, um zu erfahren, wie die USK arbeitet, welche Rolle der Staat spielt und wie ein automatisches Prüfsystem im Kontrast zu den ausführlichen, manuellen Tests der USK steht.