Kontroverse Meinungen: Escort-Missionen gehören zum Spannendsten, was Spiele zu bieten haben
Kontroverse Meinungen: Escort-Missionen gehören zum Spannendsten, was Spiele zu bieten haben

Kontroverse Meinungen: Escort-Missionen gehören zum Spannendsten, was Spiele zu bieten haben

Game of Thoughts


15.08.2026 • 42 Min.

"Leon, help!" Wer Resident Evil 4 gespielt hat, hört Ashley bis heute im Schlaf. Escort-Missionen gelten als der meistgehasste Aufgabentyp der Spielegeschichte: dumme Begleiter, die vor die Flinte laufen, in Gegner rennen und sterben, während man selbst noch überlegt, wo der Feind eigentlich steht. Dennis sieht das anders. Seine These: Escort-Missionen sind spannende Herausforderungen, und das Problem ist nicht die Aufgabe, sondern die schlechte KI. Er führt Natalya in GoldenEye ins Feld, die Flügelmänner in Lylat Wars, den Irrgarten in Castlevania: Legacy of Darkness und die Rückkehr des Formats in Metroid Prime 4. Ich halte dagegen. Escort-Missionen nehmen dem Spiel genau das weg, was es interessant macht: die Kontrolle. Sie bestrafen für Fehler, die man nicht selbst gemacht hat. Und wo sie tatsächlich funktionieren, etwa bei Elizabeth in Bioshock Infinite oder bei Ellie in The Last of Us, funktionieren sie nur deshalb, weil die Entwickler das Eskortieren so weit wie möglich abgeschafft haben. Wer hat recht? Wir streiten uns durch dreißig Jahre Spieldesign, von Daikatana über Gothic bis Witcher 3. Kontrovers, ehrlich, ohne Nostalgiebrille.