Sex in Videospielen: Das peinlichste Thema der Branche
Game of Thoughts
29.08.2026 • 1 Std. 12 Min.
Videospiele lassen uns Kriege führen, Imperien stürzen und moralische Dilemmata durchleiden. Aber sobald zwei Figuren miteinander ins Bett gehen, wird es albern. Sammelkarten als Belohnung im ersten Witcher, hektisches Tastengeklopfe in Fahrenheit, weiche Blenden und Kameraschwenks zur Zimmerdecke in Mass Effect. Ausgerechnet das Medium, das Interaktivität zu seinem Alleinstellungsmerkmal erklärt hat, traut sich an dieses eine Thema nicht heran. Dennis und ich fragen: Woran liegt das? Ist Sex spielmechanisch schlicht nicht darstellbar, oder fehlt der Branche nur der Mut? Wir reden über Sex als Belohnungssystem und was das über die Haltung dahinter verrät, über Romanzen in Rollenspielen, die erzählerisch tatsächlich funktionieren, über den Unterschied zwischen erotisch und pubertär, und über Spiele wie Duke Nukem Forever, bei denen man sich fremdschämt, ohne selbst schuld zu sein. Außerdem: Warum wird Gewalt in Spielen selbstverständlich erzählt, Zärtlichkeit aber nicht? Und welche Spiele haben es trotzdem hinbekommen?