The Blood of Dawnwalker Test
Vor 2 Tagen•35:12
Ein düsteres Vampir-RPG von Leuten, die schon den Hexer gebaut haben – da war meine Erwartung natürlich hoch, und tatsächlich hat mich die Erzählung ziemlich schnell eingesackt. Nicht nur die Hauptstory, auch die Sidequests trauen sich, richtig fies zu werden. Die 30 Tage, die uns das Spiel gibt, klingen nach Dauerstress, sind aber so großzügig bemessen, dass ich kaum das Gefühl hatte, irgendwas zu verpassen. Und jede Erkundungstour, jede Quest hat sich am Ende gelohnt. Was mich dagegen gejuckt hat, war die Gegnerauswahl: Soldaten, Wildschweine und Wölfe sehen wir mehr als genug. Gelegentlich kommt ein Mutant oder Bär dazu, aber im Großen wars das leider schon. Das Kampfsystem wirkt anfangs komplex, man lernt es aber schnell und gerade Duelle machen richtig Laune, da man mit den Skills viel ausprobieren kann. Stehen aber mehr als sechs Gegner gleichzeitig um einen herum, kann es schnell unübersichtlich werden, vor allem weil die Kamera gerne mal den Fokus auf einen anderen Gegner konzentriert. Dieses Chaos zieht sich leider auch ins Inventar, wo selbst die Filter nicht wirklich helfen. Grafisch ist das Ganze auch eher solide Hausmannskost. Wer ein "neues" Witcher möchte, aber nicht unbedingt die Zeit hat, trifft mit "The Blood of Dawnwalker" definitiv eine gute Wahl.