Ganz offen gesagt
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Podcast, Nachrichten

„Ganz offen gesagt“ wurde 2017 gegründet und ist der erste regelmäßige, unabhängige Podcast für Politikinteressierte in Österreich. Die Journalist:innen Saskia Jungnikl-Gossy, Anna-Lisa Bier, Georg Renner und der Medienunternehmer Stefan Lassnig diskutieren mit Expertinnen und Experten tiefgehend und konstruktiv über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. „Ganz offen gesagt“ ist unabhängig, transparent und rein subjektiv. Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at

Alle Folgen

  • REPLAY #15 2026 "Nahost. Nah dran." - mit Karim El-Gawhary

    Heute48:45

    REPLAY: Unsere Hosts sind in der Sommerpause und so wiederholen wir an dieser Stelle besonders interessante Folgen (Erstveröffentlichung dieser Episode war am 02.03.2026): Journalist und Nahost-Experte Karim El-Gawhary beschreibt die Situation im Gazastreifen als humanitäre Katastrophe mit zerstörter Infrastruktur, massiver Vertreibung und einer „Waffenruhe“, die diesen Namen kaum verdient. Er betont, dass die israelische Besatzung von Gaza und Westjordanland der zentrale Kernkonflikt ist und skizziert vier Optionen: Status quo, Vertreibung der Palästinenser, eine inzwischen fast unmögliche Zwei-Staaten-Lösung und eine schwer vorstellbare Einstaaten-Lösung mit gleichen Rechten für alle. El-Gawhary kritisiert die Rolle der USA und die „Glitzerpläne“ für Gaza, die die Lebensrealität der Palästinenser ausblenden, und warnt vor der politischen Dynamik unter Präsident Trump. Im Blick auf den Iran spricht er über ein reformunfähiges Regime, eine polarisierte Gesellschaft, mögliche Szenarien von Militärdiktatur bis Staatszerfall und die Gefahr eines regionalen Flächenbrands inklusive Angriffen auf Öl-Infrastruktur und der Straße von Hormus. Er erklärt, wie begrenzt der Zugang von Journalist:innen nach Gaza ist, schildert seine Arbeitsweise mit lokalen Partnern vor Ort und warum er konsequent menschennahe Geschichten erzählt. El-Gawhary setzt sich mit Vorwürfen der Einseitigkeit und des Antisemitismus auseinander und verweist darauf, dass Begriffe wie „Besatzung“ und „besetzte Gebiete“ völkerrechtlich definiert und vom Internationalen Gerichtshof bestätigt sind. Persönlich spricht er über Shitstorms, die Nicht-Verlängerung seines ORF-Vertrags, die große öffentliche Wertschätzung und seine Motivation, als unabhängiger Journalist weiterzuarbeiten – unter anderem mit einem wöchentlichen Podcast „Nahost. Nah dran.“ und Live-Formaten. Zum Schluss erzählt er, wie ihn Geschichten extremer Gewalt und Ohnmacht belasten und warum „Ausladen“ – also Erzählen, Schreiben und Diskutieren – für ihn ein zentraler Weg ist, seelisch in Balance zu bleiben. Titelbild Folge: Sascha Osaka Links zur Folge: Podcast "Nahost. Nah dran" von Karim El-Gawhary Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  • #49 2026 (Fast) ein Jahr Informationsfreiheit! - mit Maximilian Werner

    29.07.202638:07

    Vor knapp einem Jahr, am 1. September 2025, hat das Informationsfreiheitsgesetz das Amtsgeheimnis in Österreich abgelöst – Zeit für eine erste Bilanz. Maximilian Werner, Innenpolitik-Redakteur beim "Standard" und einer der fleißigsten Anwender des neuen Gesetzes, erzählt im Gespräch mit Georg Renner, was das IFG in der Praxis taugt: Warum er vor Gericht das Recht auf Einsicht in den Kalender von Bundeskanzler Stocker erstritten hat (das Kanzleramt hat Revision erhoben), was der Tiergarten Schönbrunn über seinen Panda-Vertrag mit China verschweigen will und wieso die Vorarlberger Landesregierung ihr Abstimmungsverhalten zur Messenger-Überwachung geheim hält. Werner erklärt, wie eine IFG-Anfrage funktioniert, welche Ausnahmegründe die Behörden gerne strapazieren – Stichwort "Vorbereitung einer Entscheidung" – und warum die kurzen Fristen für Journalistinnen und Journalisten der eigentliche Fortschritt sind. Außerdem: Wie das Grundrecht auf Information und das Veto der Länder Österreich vor einem Rückbau der Transparenz schützen, wie er gerade in Deutschland diskutiert wird. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  • #48 2026 Wie heiß darf eine Stadt werden? - mit Andreas Januskovecz

    22.07.202649:06

    Die Sommer werden heißer, Tropennächte häufiger und extreme Wetterereignisse nehmen zu. Was bedeutet das für das Leben in einer Millionenstadt? Andreas Januskovecz, Bereichsleiter für Klimaangelegenheiten der Stadt Wien, spricht mit Saskia Jungnikl-Gossy darüber, warum Hitze längst eine soziale und gesundheitliche Frage ist, weshalb Schulen, Spitäler und Pflegeeinrichtungen besser geschützt werden müssen und warum Außenjalousien, Gebäudesanierung und Fernkälte zu den wichtigsten Hebeln gehören. Es geht um den Wienerwald als größte Klimaanlage der Stadt, um weniger Autos und die Frage, wie Wien in Zukunft lebenswert bleiben kann. Den Wiener Hitzeaktionsplan gibt es hier. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  • #47 2026 Wie gelingt ein digitales Leben im Alter? - mit Edith Simöl

    15.07.202652:24

    Österreich wird älter – und gleichzeitig digitaler. Anfang 2026 waren rund 1,91 Millionen Menschen in Österreich über 65 Jahre alt. Seit 2021 leben in Österreich sogar mehr Senior:innen als Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren. Während Amtswege, Bankgeschäfte und Gesundheitsleistungen zunehmend digital abgewickelt werden, stellt sich eine zentrale gesellschaftspolitische Frage: Wie können alle Menschen am digitalen Leben teilhaben? In dieser Folge spricht Anna-Lisa Bier mit Edith Simöl, der Leiterin der Servicestelle Digitale Senior:innen. Gemeinsam diskutieren sie, welche Herausforderungen ältere Menschen im digitalen Alltag erleben, welche Rolle digitale Bildung spielt und wie Künstliche Intelligenz, Cyberkriminalität und der rasante digitale Wandel die Anforderungen an digitale Kompetenzen verändern. Außerdem geht es um die Verantwortung von Politik, Verwaltung und Gesellschaft: Welche Maßnahmen braucht es, um digitale Teilhabe langfristig zu sichern? Wie können Bildungsangebote gestaltet werden, damit sie möglichst viele Menschen erreichen? Und warum ist digitale Kompetenz heute eine Voraussetzung für Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe? Weiterführende Links: Bildungsangebote und weitere Informationen der Digitalen Senior:innen Selbsttest Wie digital fit sind Sie? Mehr zu der Digitalen Dekade der EU Mehr zu Digital Austria, der Digitalen Kompetenzoffensive der Österreichischen Bundesregierung Mehr zu dem europäischen Referenzmodell für digitale Kompetenzen Über die Bevölkerungsprognosen der Statistik Austria (Standard.at) Studie "Digital Skills Austria 2026" der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH Studie "Seniorinnen und Senioren in der digitalen Welt" von Bitcom Deutschland Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  • #46 2026 Wie es mit dem Journalismus in Zeiten der KI weitergeht - mit Patrick Swanson

    09.07.202636:45

    Wie verändert künstliche Intelligenz den Journalismus – und könnte sie am Ende sogar seine Rettung sein? Darüber spricht Georg Renner in dieser Folge mit Patrick Swanson. Der frühere Social-Media-Chef der ORF-"Zeit im Bild" lebt heute im Silicon Valley und berät mit seiner Firma Verso Medienhäuser in Europa und den USA beim Einsatz von KI. Ausgangspunkt des Gesprächs ist Swansons vieldiskutierter Essay "We're at the Beginning of Something Better": eine bewusst optimistische Vision, in der kleine, wendige Newsrooms mit ein, zwei Journalist:innen dank KI erstmals wirtschaftlich selbsttragend arbeiten können – nach dem Prinzip "menschliches Frontend, technisches Backend". Swanson erklärt, welche Tätigkeiten die KI übernehmen kann und welche radikal menschlich bleiben müssen, warum er die Flucht der Medienbranche in immer mehr öffentliche Förderung für gefährlich hält und wie eine sinnvolle Gründungsförderung nach Vorbild des Media Forward Fund aussehen könnte. Außerdem geht es um die technologische Abhängigkeit Europas von amerikanischen und chinesischen KI-Anbietern, um die schwierige Transformation etablierter Medienhäuser – inklusive der ehrlichen Ansage, dass nicht jeder Job bleiben wird – und um Swansons Tipps für Journalist:innen, die sich jetzt mit den neuen Tools auseinandersetzen wollen. Hier findest du Patricks Essay: https://verso.ink/posts/beginning-of-something-better/ Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  • #45 2026 Über den Wahlerfolg von Kommunistin Elke Kahr - mit Bernd Hecke

    08.07.202645:11

    In dieser Folge spricht Gastgeber Stefan Lassnig mit dem Journalisten Bernd Hecke (Kleine Zeitung) über die Gemeinderatswahl in Graz und den erneuten Wahlsieg der KPÖ. Im Zentrum steht die außergewöhnliche Rolle von Bürgermeisterin Elke Kahr, deren Nahbarkeit, Sozialsprechstunden und bewusst bescheidener Lebensstil das Bild einer „Politikerin von unten“ prägen. Hecke erklärt, wie konsequente Sozialarbeit, kommunaler Wohnbau und eine von den Grünen umgesetzte Verkehrswende die Stadtpolitik der letzten Jahre bestimmt haben. Zugleich werden der historische Absturz der SPÖ, die innere Zerreißprobe der FPÖ samt Finanzskandal und die strategischen Fehler anderer Parteien analysiert. Die Episode zeigt, warum klassische Themen wie Wohnen, Verkehr und Sozialpolitik in Graz von der KPÖ glaubwürdiger besetzt werden als von ihren Mitbewerbern. Abschließend diskutieren Lassnig und Hecke, welche Lehren aus dem „Grazer Modell“ für andere Städte und Ebenen wie Land und Bund gezogen werden können und wie sich eine Politik ohne Elke Kahr in Zukunft verändern könnte. Links zur Folge: Kleine Zeitung Tipp der Woche: jetzt.at - Mitgliederkampagne Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at