gefühlt gedacht
gefühlt gedacht

gefühlt gedacht

Julia Rath & Johanna Alisa Jung


Podcast

Wir alle denken und fühlen - manchmal bewusst, manchmal leise, oft unausgesprochen. Die Schwestern Julia und Johanna ergründen und hinterfragen im Podcast „gefühlt gedacht“ die Vielfalt menschlichen Erlebens. Sie sprechen über Gefühle, Gedanken, Verhalten, Körperempfindungen und innere Prozesse. Dabei benennen sie, was sonst oft schwer greifbar bleibt und reden offen über Überforderung, innere Konflikte, Wachstum, Krisen, persönliche Entwicklung und all die Fragen, die sich im Menschsein und in der Arbeit mit Menschen stellen. So treffen persönliche Erfahrungen auf Perspektiven aus Psychologie und Nervensystem. Nahbar, ehrlich, differenziert.

Alle Folgen

  • Geiselhaft: Wie sehr beschränken uns unsere Überzeugungen?

    12.06.202656:16

    **Über die Grenzen, die in uns leben** Wir glauben, wir treffen freie Entscheidungen. Aber was, wenn unsere Überzeugungen längst entschieden haben, bevor wir überhaupt angefangen haben, zu denken? In dieser Folge sprechen Julia und Johanna über die unsichtbaren Grenzen, die nicht von außen kommen, sondern von innen. Über Überzeugungen, die uns schützen und uns gleichzeitig von Erfahrungen fernhalten, vor denen wir gar nicht hätten geschützt werden müssen. Über kollektives Bewusstsein, Kontrollbedürfnis und die Frage, wie weit unser Horizont eigentlich reicht. Eine Folge, die tief geht, am Ende eine ehrliche Selbstoffenbarung bereithält und dich an deine geistigen Grenzen bringen kann.

  • Woran scheitert Kommunikation?

    05.06.202652:06

    *Über die Illusion, dass wir alle dasselbe meinen* Kaffee ma(h)len. Klingt eindeutig – ist es aber nicht. Was als kleines Missverständnis zwischen zwei Schwestern beginnt, öffnet eine viel größere Frage: Wie oft glauben wir, dass wir über dasselbe sprechen und meinen dabei etwas völlig Unterschiedliches? In dieser Folge entfaltet sich ein Gespräch, das von Kaffeemalerei auf einem Kreuzfahrtschiff über den „Pinguin“, den jeder anders sieht, bis hin zu Wut als Lebenskraft und dem deutschen Wort, das gleichzeitig sein eigenes Gegenteil ist, führt. Dabei taucht immer wieder dieselbe Erkenntnis auf: Unsere Worte sind oft dieselben – die Bilder dahinter jedoch nicht. Eine Folge über Sprache, Kontext und die überraschende Erkenntnis: Dass wir uns überhaupt verstehen, ist eigentlich ein Wunder.

  • Expertentum: Etikettenschwindel oder Qualitätsmerkmal?

    29.05.202658:55

    **Muss ich ein Experte werden, um erfolgreich zu sein?** Wer darf sich Expert*in nennen - und was macht Expertentum eigentlich aus? Johanna hat mit dem Thema ein Thema. Es folgt, ist ein ehrliches Auseinandersetzen mit einem Begriff, der auf den ersten Blick selbstverständlich wirkt und sich beim näheren Hinschauen als erstaunlich vielschichtig herausstellt. Braucht es Erfahrung? Wissen? Alter? Spezialisierung? Und was passiert, wenn der eigene Anspruch an Expertentum so hoch ist, dass man ihn nie erreichen kann oder gar nicht mehr erreichen will? Julia und Johanna prüfen kritisch den werbesprachlich häufig verwendeten Begriff “Expert*in” und sprechen dabei über Stereotype, Biases, eigene Glaubenssätze und Selbstansprüche. ? **Key Takeaway der Folge:** Kompetenz und Expertentum sind nicht dasselbe. Und wer den eigenen Anspruch an Expertentum nie erfüllen kann, darf sich fragen: Will ich das überhaupt oder bin ich einfach lieber Tausendsassa?

  • Manipulation oder bewusste Beziehungsgestaltung?

    22.05.202652:18

    **Über Authentizität, Haltung und eigene Wertevorstellungen.** Ist es Manipulation, wenn ich bewusst steuere, wie ich mit jemandem in Kontakt trete? Julia und Johanna tauchen in dieser Folge tief in ein Konzept ein, das am Ende der letzten Folge aufgekommen ist: komplementäre Beziehungsgestaltung. Was bedeutet es, das eigene Beziehungsangebot an die Bedürfnisse des Gegenübers anzupassen und wo hört das auf, authentisch zu sein? Ein Gespräch über Wertvorstellungen, eigene Haltung, Beziehungsgestaltung, ressourcenorientierte Sprache, kulturelle Prägung und die überraschende Erkenntnis am Ende: Ein soziales Chamäleon zu sein ist kein Fehler, sondern eine Fähigkeit.

  • Soziale Angst trotz sozialer Arbeit?

    15.05.202653:32

    **Zwischen Voyeurismus, Neugierde, persönlicher Unsicherheit und der Frage, wie man diesen Beruf aushält.** Wie hält man es eigentlich aus, mit schweren Themen zu arbeiten? Aus dieser Frage entsteht ein Gespräch über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von therapeutischer Arbeit und Coaching, über Mitgefühl und professionelle Grenzen und darüber, warum helfende Berufe nicht nur belastend sein müssen, sondern auch tief berühren, erfüllen und faszinieren können. Julia und Johanna sprechen über Neugierde, Voyeurismus, Selbstfürsorge, soziale Unsicherheiten und die Frage, wie viel Verantwortung wir eigentlich für das Erleben anderer Menschen übernehmen können.

  • Was bleibt, wenn es ‘die richtige Entscheidung’ nicht gibt?

    08.05.202648:43

    **Auf der Suche nach der Wahrheit und sich selbst** Was wäre, wenn es die richtige Entscheidung gar nicht gibt? Julia bringt heute ein Thema mit, das sich noch nicht ganz geformt hat und genau das macht diese Folge besonders. Zwischen Gedanken, Zweifeln und neuen Perspektiven öffnet sich eine Frage, die ganz schön ins Wanken bringen kann: Was passiert, wenn unser Gehirn im Nachhinein sowieso alles erklärt, alles in Sinn verwandelt und jede Entscheidung irgendwie stimmig macht? Wenn das so ist, was ist dann überhaupt noch wahr? Und wozu dann noch die Wahrheit suchen? Ein Gespräch über kognitive Dissonanz, das Wackeln von Fundamenten und die Frage, ob die jahrelange Suche nach der eigenen Wahrheit vielleicht gar nicht die Voraussetzung für gute Entscheidungen ist, sondern einfach nur das Entscheiden selbst. Mitten im Prozess. Unfertig. Ehrlich. Lebendig.