Etna: Schmeckt man den Vulkan?
Genuss im Bus - der mobile Wein-Podcast
11.09.2026 • 28 Min.
Ein Fahrgast kommt von einer Reise zum Etna zurück und ist irritiert: Überall ist vom Vulkan die Rede – aber warum schmecken die Weine dann so unterschiedlich? Manche Nerello Mascalese wirken hell und fein, andere herb und tanninbetont. Und spätestens beim Carricante aus Milo scheint das einfache Bild vom „Vulkanwein“ nicht mehr zu funktionieren. In dieser Folge von Fahrgast-Fragen gehe ich der Frage nach, was die Herkunft Etna tatsächlich ausmacht. Es geht um die Pioniere um Giuseppe Benanti, den Aufstieg des Nordhangs, Nerello Mascalese zwischen Pinot- und Nebbiolo-Vergleichen, die zunehmende Bedeutung der Contrade und um Milo und Carricante als ganz andere Seite des Berges. Und natürlich um die Frage, ob man den Vulkan tatsächlich schmecken kann. Meine These: Der Vulkan liefert kein Aroma. Er liefert Bedingungen. Große Herkunft entsteht deshalb nicht durch einen gemeinsamen „Etna-Geschmack“, sondern gerade durch die Unterschiede, die innerhalb dieses gewaltigen vulkanischen Systems sichtbar – und schmeckbar – werden.