Der Freund aus einem anderen Holz
Vor 5 Tagen•11:31
Zwei Männer. Ein Brief. Und zwei völlig verschiedene Reaktionen. In der letzten Episode haben wir in ein von Neid vergiftetes Labor geblickt. Heute reisen wir an einen Ort voller Wärme, Loyalität und lebenslanger Verbundenheit. Als Wilhelm Conrad Röntgen am 1. Januar 1896 seine Entdeckung verschickt, landet der Brief auch bei einem ganz besonderen Schweizer: Ludwig Zehnder. Er erhält nicht nur irgendeine Nachricht, sondern einen Originalabzug von Berthas berühmter Hand – und reagiert mit reiner, ungetrübter Mitfreude. In dieser Folge von Glow in the Dark erzählt euch Ray die Geschichte eines genialen Erfinders, treuen Wegbegleiters und Retters: Der Beinahe-Moment: Wie Ludwig Zehnder die Röntgenstrahlen fast schon fünf Jahre vor ihrer Entdeckung im Labor aufblitzen sah. Das Mach-Zehnder-Interferometer: Ein genialer Coup aus dem Jahr 1891, dessen Prinzip heute in unseren Glasfaserkabeln und Quantencomputern steckt. Das erste Ganzkörper-Mosaik: Wie Zehnder den ersten Menschen der Geschichte Stück für Stück von Kopf bis Fuß durchleuchtete. Der Retter von Röntgens Stimme: Warum wir heute überhaupt so viel über den privaten, verschlossenen Röntgen wissen – und warum Zehnder dafür einen letzten Wunsch seines Freundes brechen musste. Eine Folge über die wohl schönste Prüfung des Charakters: Wie wir auf das Glück eines anderen reagieren.