Grimms Brüder - Der Eichsfeld-Podcast
Grimms Brüder - Der Eichsfeld-Podcast

Grimms Brüder - Der Eichsfeld-Podcast

Volker Lamprecht, Heiko Lendeckel


Podcast, Regionales

In diesem Podcast geben wir Menschen eine Stimme, die aus dem Eichsfeld stammen oder eine besondere Verbindung zu unserer Region haben – sei es durch ihr Lebenswerk, ihr Engagement oder ihre persönlichen Geschichten. Gastgeber des Podcasts sind Volker Lamprecht und Heiko Lendeckel, die vielen bereits als die „Brüder Grimm“ vom Heiligenstädter Weihnachtsmarkt bekannt sind.

Alle Folgen

  • Folge 32 - Uwe Albertsmeyer

    Vor 5 Tagen1:49:08

    Man könnte aus seinem Leben ein Buch schreiben, sagt Uwe Albertsmeyer selbst – und nach dieser Folge glaubt man ihm das sofort. Der 1943 in Erfurt geborene Tüftler und Unternehmer ist zu Gast bei Grimms Brüder und erzählt aus 83 Jahren, in denen jede Menge passiert ist. Von einer gefährlichen Kriegskindheit, in der die Gestapo vor der Tür stand, über die Flucht zu Fuß von Erfurt ins Eichsfeld bis zu Zuckersteinen aus einem russischen Magazin. Vom Holzvergaser-Mercedes seines Vaters, den Fahrschulprüfungen im heimischen Wohnzimmer und der Ausbildung zum Kfz-Mechaniker in Erfurt. Und von einer unglaublichen Reise: Als ein Kunde mit dem Wartburg auf der Krim liegen blieb, flog Uwe Albertsmeyer mit einem selbst zusammengebauten Motor in einer Holzkiste hinterher, um ihn wieder flottzumachen. Dazu ein zwillingsbereifter Campinganhänger mit Surfbrett-Halterung, ein Golf zu DDR-Zeiten und schließlich der Aufbau eines Autohauses nach der Wende, das heute fast 300 Mitarbeiter zählt. Eine Lebensgeschichte voller Improvisationstalent, Humor und Herzlichkeit.

  • Folge 31 - Landesgartenschau

    07.09.202651:03

    Erstmals nicht aus der Kemenate, sondern live und unter freiem Himmel: Die Grimms Brüder haben diese Folge mitten auf der Landesgartenschau 2026 in Leinefelde-Worbis aufgezeichnet, vor echtem Publikum und mit regionalem Eierlikör aus dem Eichsfeld-Pavillon. Zu Gast ist Daniela Preiß, Assistenz der Geschäftsführung. Sie erzählt, was hinter dem Motto „Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft" steckt und welche Herausforderungen zu stemmen waren: der Rückbau von 856 Garagen, der Grunderwerb, ein halbes Jahr Zeitverlust durch archäologische Funde und gleich zwei Hochwasser während der laufenden Schau. Dazu über eine Million Blumenzwiebeln, 146 Obstbäume und die schöne Entscheidung, die Pflanzen am Ende nicht unterzupflügen, sondern weiterzugeben. Im zweiten Teil ist der Künstler Christoph Haupt zu Gast, in der Region bekannt für die Regentrude in Heiligenstadt. Er spricht über seinen Weg zur Kunst, über den Unterschied zwischen Skulptur und Plastik, über den Bronzeguss und über sein Projekt „Transorte", für das er mit einer alten DDR-Straßenlaterne an die Orte seiner Kindheit reist. Auf der Landesgartenschau zeigt er im Blumenblock seine Ausstellung „Provinz".

  • Folge 30 - Hans-Gerd Adler

    31.08.20261:46:22

    Buchautor, Karnevalist, Mundartpfleger und Mann der ersten Stunde in der friedlichen Revolution: Hans-Gerd Adler, Jahrgang 1941, ist zu Gast bei Grimms Brüder – und erzählt sein Leben in bestem Eichsfelder Platt. Von einer harten Kindheit in Lutter über die Weigerung, in der DDR mitzumarschieren, bis zum drohenden Jugendwerkhof. Von der kuriosen Geschichte, wie er der DDR half, teuren Zellstoff beim Toilettenpapier einzusparen – und die Auszeichnung trotzdem nicht bekam. Von seinen legendären Büttenreden als Karl-Marx-Double, die ihn vor die Parteispitze brachten, und vom kleinen Grenzverkehr, der Koffer voller Ziegelsteine. Und natürlich vom Herbst 1989: vom Montagsgebet, von der ersten Rede auf dem Friedensplatz, von seinem Buch über die Wende und einem siebentägigen Hungerstreik. Dazu ein Wartburg namens Johnny, ein Kreuz auf dem Lipsberg und jede Menge Eichsfelder Schnurren. Eine der persönlichsten und witzigsten Folgen, die wir bislang aufgenommen haben.

  • Folge 29 - Marie-Christin Liese

    17.08.20261:10:06

    Sie kam mit dem Fahrrad und hatte selbstgemachten Rhabarberlikör dabei: Marie-Christin Liese, Leiterin des Eichsfelder Kulturhauses, ist zu Gast bei Grimms Brüder. Vom Heiligenstädter „Zeitungsmädchen" über ein Studium in Nordhausen bis ins Büro des Landrats – und dann, eher durch Zufall, an die Spitze eines denkmalgeschützten Hauses, das sie ihr zweites Kind nennt. Wir reden über den ersten Kulturhausneubau der DDR, über den unvergesslichen Geruch des Hauses, über Star-Allüren in der Garderobe und die Feuerwehr, die bei jeder Vorstellung mit im Saal sitzt. Über 20.000 Gäste im Jahr, über ABBA-Tributebands aus Italien, K-Pop für die Teenies und Ballett zur Weihnachtszeit. Und über die Frage, wie man ein 60 Jahre altes Schmuckstück fit für die nächsten 50 Jahre macht. Dazu gibt es ein Wiederhören mit einem ehemaligen Schlagzeuger des Heiligenstädter Kreiskulturorchesters, der heute in Meiningen spielt – und jede Menge Gründe, mal wieder ins Eichsfelder Kulturhaus zu gehen.

  • Folge 28 - Fabian Klaus

    03.08.20261:05:48

    Wenn im Thüringer Landtag etwas passiert, ist Fabian Klaus meistens schneller als die eigene Pressestelle der Beteiligten. Als Reporterchef von Funke Thüringen hat er so ziemlich jede politische Wendung der letzten Jahre aus der ersten Reihe miterlebt – von der Thüringer Regierungskrise über Reichsbürger-Razzien bis hin zu Cyberattacken auf den eigenen Verlag. Dabei hat alles ganz unspektakulär angefangen: Ein Zwölfjähriger in Silberhausen schneidet Fußballtabellen aus der Zeitung aus und denkt, genau das will ich irgendwann machen. Dass er dabei nicht bei der zweiten Kreisklasse im Eichsfeld bleiben würde, war damals noch nicht absehbar. In dieser Folge erzählt Fabian, wie aus dem Praktikanten bei der TLZ in der Heiligenstädter Wilhelmstraße mit 22 Jahren ein Lokalredaktionsleiter wurde, warum gute Geschichten manchmal wie eine Eichsfelder Wurst noch ein, zwei Tage hängen müssen, was ihn am Begriff Lügenpresse wirklich umtreibt und wie man die Handynummer des Ministerpräsidenten bekommt – und wann man sie besser nicht benutzt. Obendrein: die erste Folge in der neuen Kemenate, mit Sektschale statt Likörchen. Und eine Lebensweisheit aus einer Bütttenrede, die sitzt.

  • Folge 27 - Thomas Schubert

    20.07.20261:21:42

    Wer im Eichsfeld aufgewachsen ist, kennt den Namen. Pater Thomas – das war der Franziskaner auf dem Kerbschen Berg, der mit Gitarre und Band Kirchen zum Bersten brachte, der runter von der Kanzel ging und mitten unter die Leute, der eigene Songs schrieb und auf Jugendwallfahrten durch die DDR tourte. Hinter Pater Thomas steckt Thomas Schubert, geboren 1946 in Erfurt, aufgewachsen in Leipzig in einer Theaterfamilie, und eigentlich auf dem Weg zur Bühne – bis ihn die Franziskaner eines Nachts mit auf den Kerbschen Berg nahmen. In dieser Folge erzählt er, wie aus dem Schauspielersohn ein Ordenspriester wurde, was den Klosteralltag in der DDR ausgemacht hat, warum er 1989 die Kutte an den Nagel hängte und was ihn trotzdem bis heute als Franziskaner im Inneren beschreibt. Dazu: sein Abgang aus dem Orden, seine Ehe, drei Söhne – davon einer Doktor der Physik, einer Doktor der Molekularbiologie und einer Manager des spanischen Popsängers Alvaro Soler – und die Frage, ob er es heute anders machen würde. Die Antwort kennt ihr nach dieser Folge. Als Bonus gibt es noch zwei Songs zu hören, die Tommy seinerzeit geschrieben hat.