Verhandlungen über Taschengeld für Mutti und eine Ehekrise während des Elternabends
Hallo, Herr Becker! - Wahrhaftiges zwischen Lehrerpult und Kopierraum
10.05.2020 • 7 Min.
Elternabende sind immer ganz besondere Zeiten im Schuljahr. Ein- oder Zweimal trifft man dann auf die Personen, die sich in der Vergangenheit mal gedacht haben: „Ein Kind wäre doch auch ´ne gute Idee!“. Und dieses Geschöpf hat man dann in der Klasse sitzen. Unter uns Kollegen*innen haben wir schon des Öfteren gesagt: „Naja, eigentlich erziehen wir nicht die Kids, sondern eher Mum & Dad", also jedenfalls unterbewusst. Zurück zum Elternabend: Gerade der Erste dieser Art von Treffen ist eigentlich am Spannendsten. Man lernt die Eltern der zukünftigen Schüler*innen kennen, obwohl man die Kinder vielleicht noch nicht gesehen hat. Und ich weiß nicht, aber irgendwie hat man dann doch später ziemlich flott den Überblick, welches Kind zu wem gehört. Verhalten färbt halt ab. An dem Elternabend, um den es heute geht, der übrigens in einer dritten Klasse stattfand, nahm die Diskussion eine sehr aussergewöhnliche Wendung. Und wenn ich eines im vergangenen Jahrzehnt gelernt habe dann dass, dass ich nicht nur Lehrer und Sozialpädagoge anscheinend bin, sondern auch zeitweise als Paartherapeut gebucht werden kann.