Angst als gesellschaftliche Stimmung
Haus am Dom - Der Podcast
10.06.2026 • 0 Min.
Die Angst greift um sich. Sie scheint unser Handeln zu lähmen und Misstrauen in unserer Gesellschaft zu säen. An die Stelle nüchterner politischer Analyse tritt zunehmend eine Emotionalisierung, die sich in Hass und Hetze entlädt. Unsere Hoffnungen weichen düsteren Zukunftsbildern, und anstelle von Eigenverantwortung tritt das Gefühl persönlicher Ohnmacht. Es ist höchste Zeit, dieses vielschichtige Gefühl differenziert zu beleuchten – aus sozialpsychologischer, soziologischer und rechtsphilosophischer Perspektive. Wir möchten die Funktion der Angst in unserer Gesellschaft kritisch hinterfragen und ihre Wirkungen genauer in den Blick nehmen. ANGST ALS GESELLSCHAFTLICHE STIMMUNG Prof. em. Dr. Heinz Bude, Professor em. für Makrosoziologie an der Universität Kassel PROF. EM. DR. HEINZ BUDE Heinz Bude, Jahrgang 1954, leitete von 2000 bis 2023 das Lehrgebiet Makrosoziologie an der Universität Kassel. Von 1992 bis 2014 war er zudem am Hamburger Institut für Sozialforschung tätig und war dort Leiter des Arbeitsbereichs Die Gesellschaft der Bundesrepublik. Im Jahre 2016 erhielt er von der Deutschen Gesellschaft für Soziologie den Preis für Hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie. Seit 2020 ist er Gründungsdirektor des documenta Instituts in Kassel. Unter seinen Veröffentlichungen Deutsche Karrieren (1987), Die Ausgeschlossenen (2008), Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee (2019) und zuletzt Abschied von den Boxern (2024) sowie der Roman mit Zeichnungen von Bude, Munk, Wieland Transit 64 (2025). Cover: Evgeni Tcherkasski auf Unsplash