#038 - Hohe Suizidraten, heiliger Druck – Queere Menschen im evangelikalen Umfeld - mit Dr. Elis Eichener
#038 - Hohe Suizidraten, heiliger Druck – Queere Menschen im evangelikalen Umfeld - mit Dr. Elis Eichener

#038 - Hohe Suizidraten, heiliger Druck – Queere Menschen im evangelikalen Umfeld - mit Dr. Elis Eichener

Hausverbot im Beichtstuhl


02.02.2026 • 1 Std. 19 Min.

In dieser Folge von Hausverbot im Beichtstuhl sprechen Elis und Uwe über die spannungsreiche Beziehung zwischen Queerness und konservativen christlichen Glaubenswelten. Sie verbinden persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und machen sichtbar, warum queere Menschen in religiösen Kontexten überdurchschnittlich häufig unter Suizidgedanken, Schuldgefühlen und Isolation leiden. Im Zentrum steht die Frage, wie theologische Narrative wirken: Was passiert, wenn Botschaften von Liebe und Annahme mit moralischer Abwertung kollidieren? Welche Folgen hat das für das Selbstbild queerer Jugendlicher – und warum ist elterliche Unterstützung oft der entscheidende Schutzfaktor zwischen Halt und Verzweiflung? Elis und Uwe nehmen zudem die Bibel selbst in den Blick. Sie sprechen über selektive Bibelauslegung, über betonte und verschwiegene Verse, über Sexualität, Geschlechterrollen und die Widersprüche kirchlicher Praxis. Dabei wird deutlich: Die Bibel ist kein eindimensionaler Text – und verantwortungsvolle Hermeneutik ist keine Bedrohung des Glaubens, sondern seine Voraussetzung. Auch gesellschaftliche Ängste kommen zur Sprache: die Behauptung, Queerness gefährde Familie und Kinder. Mit Blick auf aktuelle Forschung räumen die beiden mit diesen Mythen auf und zeigen, wie sehr ideologische Debatten oft den Blick auf reale Menschen verstellen. Diese Folge ist ein Plädoyer für Empathie, Differenzierung und Beziehung statt Angst. Sie lädt dazu ein, festgefahrene Narrative zu hinterfragen – und gibt konkrete Impulse, wie Gespräche über Queerness auch mit Andersdenkenden respektvoll und menschlich geführt werden können