„Wer wir sind und wer wir waren“ als Hörbuch: Christa Wolfs Moskauer Tagebücher
Im Juni 1957 reiste Christa Wolf erstmals nach Moskau. Bis 1989 sollten neun weitere Besuche in der damaligen Sowjetunion folgen. Die spätere Erfolgsschriftstellerin – Wolf stand zu der Zeit am Beginn ihrer Karriere – notierte ihre Erlebnisse und Gedanken zu sozialen sowie politischen Entwicklungen in ihren „Moskauer Tagebüchern“. Das Hörbuch „Moskauer Tagebücher. Wer wir sind und wer wir waren“ bietet spannende Einblicke in die Zeit des Kalten Kriegs und in den Alltag der Menschen.
„Wer wir sind und wer wir waren“: Die Handlung im Überblick
Christa Wolf gehörte zu Lebzeiten zu den bekanntesten Autorinnen der DDR. Von der sozialistischen Idee war sie zwar überzeugt, kritisierte deren Auslegung und Auswirkung jedoch zugleich immer wieder. Als Wolf im Sommer 1957 ihre erste Russland-Reise antrat, spiegelte ihr Tagebucheintrag Vorfreude wider: „Moskau!“, notierte sie am 3. Juni 1957 begeistert.
Zunächst hielt ihr Enthusiasmus an: Wolf beobachtete den sozialistischen Alltag scharf, sah einen „großen Ernst“, der überall herrsche, ein Leben fern von jeglichem Snobismus, das „unmittelbarer“ sei als das in der DDR. Doch ihr Eindruck wandelte sich mit den Jahren: Sie bemerkte die wenig attraktiven Waren in den Schaufenstern, beschrieb Moskau als „wenig anheimelnde Stadt“ und berichtete von einem Geschäftssinn, der, Sozialismus zum Trotz, noch immer in den Menschen verwurzelt sei. Ihr Fazit: Mit Ideen allein ließe sich das sozialistische Bewusstsein nicht schaffen.
Christa Wolf vermerkt in ihren Moskauer Tagebüchern mal in romanhafter Ausführlichkeit, mal in stenografischer Kürze ihre Eindrücke des sozialistischen Russlands. Das Hörbuch „Wer wir sind und wer wir waren“ erzählt vom Leben und Alltag in Moskau vor der Kulisse des Kalten Kriegs und ist damit ein fesselndes Stück Zeitgeschichte.
Alltagsbeobachtungen, politische Betrachtungen und die Geschichte eines Verfalls: Das Hörbuch „Moskauer Tagebücher. Wer wir sind und wer wir waren“ erzählt von der Blütezeit und dem Ende des Sozialismus. Jetzt streamen, hier auf RTL+!
Häufig gestellte Fragen zu „Moskauer Tagebücher. Wer wir sind und wer wir waren“
Welche anderen Werke von Christa Wolf sind ähnlich wie „Wer wir sind und wer wir waren“?
Christa Wolf beschäftigte sich bereits in ihrem Debütroman mit dem deutsch-russischen Verhältnis: In der „Moskauer Novelle“ (1961) arbeitet sie das Verhältnis beider Länder nach dem Zweiten Weltkrieg auf. In „Der geteilte Himmel“ setzt Wolf sich mit der deutsch-deutschen Teilung auseinander.
Für wen ist das Hörbuch empfehlenswert?
„Moskauer Tagebücher. Wer wir sind und wer wir waren“ ist als Buch sowie als Hörbuch ein Tipp nicht nur für Geschichtsinteressierte. Christa Wolf protokollierte in ihren Tagebucheinträgen auch spannende Alltagseinblicke, regt zum Nachdenken über politische sowie soziale Systeme an und malt so ein facettenreiches Bild eines Landes im Wandel.
„Moskauer Tagebücher. Wer wir sind und wer wir waren“: Buch & Hörbuch auf einen Blick
Erscheinungsjahr
- 2018
Autorin
- Christa Wolf
Genre
- Tagebuch
Sprecherin
- Jutta Hoffmann
Spieldauer
- 59 Min.
Verlag Buch
- Suhrkamp Verlag
Verlag Hörbuch
- Der Audio Verlag
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Von Enthusiasmus zur Ernüchterung: Christa Wolfs Hörbuch „Moskauer Tagebücher. Wer wir sind und wer wir waren“ erzählt vom Aufstieg und Fall eines politischen Systems. Hör jetzt rein, hier auf RTL+!
