Im Aufzug
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Raúl Krauthausen & Schønlein Media


Podcast, Gesellschaft, Prominenz

Willkommen im Aufzug! Alleine Aufzug fahren ist langweilig. Daher lade ich mir für meine Aufzugfahrten Gäste ein.

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  • Im Aufzug mit Theo Koll

    Im Aufzug mit Theo Koll

    22.10.2026•47:12

    Heute treffe ich Theo Koll im Aufzug. Theo ist einer der erfahrensten TV-Journalisten Deutschlands. Er war dort, wo politische Entscheidungen entstehen, in Berlin, London, Paris, mitten im Geschehen. Er leitete das ZDF-Hauptstadtstudio, moderierte Berlin direkt, führte Interviews mit den wichtigsten politischen Akteurinnen des Landes. Seine Aufgabe: Nicht selbst Politik machen, sondern sie verständlich machen. Er kann ermöglichen, dass Menschen verstehen, wie Entscheidungen entstehen, wie Macht funktioniert und wie Gesellschaft gestaltet wird. Theo Koll spricht von einem wachsenden Vertrauensverlust in die Politik, von gesellschaftlicher Spaltung und Unzufriedenheit. Ich frage mich, wenn man so nah an der Macht ist, kann man sie dann wirklich noch neutral beobachten? Oder wer entscheidet eigentlich, welche Geschichten erzählt werden und welche nicht? Aufzugtür auf für Theo Koll!

  • Im Aufzug mit Collien Monica Fernandes

    Im Aufzug mit Collien Monica Fernandes

    08.10.2026•53:41

    Heute habe ich Collien Monica Fernandes zu Gast. Viele kennen sie vielleicht als Moderatorin bei Viva, andere als Schauspielerin oder Autorin. In den vergangenen Jahren ist sie aber vor allem durch etwas anderes sichtbar geworden: Sie hat öffentlich gemacht, wie digitale Gewalt aussieht. Nicht abstrakt, sondern ganz konkret. Sie hat recherchiert, dokumentiert und mit Betroffenen gesprochen. Wir sprechen über Macht im digitalen Raum, über KI-Deepfakes und die Frage, warum technischer Fortschritt oft alte Ungleichheiten verstärkt. Am Ende geht es auch um Hoffnung. Wie verändert man eine Gesellschaft, ohne sich dabei selbst zu verlieren? Aus einer persönlichen Erfahrung ist gesellschaftliche Aufklärungsarbeit geworden. Aufzugtür auf für Collien Monica Fernandes.

  • Im Aufzug mit Sabine Vitua

    Im Aufzug mit Sabine Vitua

    24.09.2026•2:02:00

    Wie viel von einem Menschen bleibt, wenn alle nur noch eine Rolle in ihm sehen? Sabine Vitua ist Schauspielerin, vielen bekannt als Regine Holl aus „Pastewka", die nur einen Bruchteil ihrer vier Jahrzehnte auf Bühne und Kamera zeigt. Vom Schauspielhaus Zürich bis zur Telenovela „Rote Rosen" hat sie sich ein ganzes Schauspielerinnenleben erarbeitet. Wir sprechen über ihren Weg: von den klammen Anfangsjahren in Zürich bis zur Frage, ob eine ikonische Rolle zum Avatar wird, der einen verfolgt. Sabine erzählt, wie Awareness-Teams und MeToo die Dreharbeiten verändert haben, und wie unfair die Branche mit alternden Schauspielerinnen umgeht. Ganz persönlich wird es bei ihrer Kindheit: aufgewachsen bei einer Mutter, die ein Kinderheim leitete. Sabine erzählt, wie sie ihre Mutter durch eine schwere Alzheimer-Erkrankung begleitet hat und warum sie seit 2023 Botschafterin der DZNE-Stiftung ist. Dazwischen: ihr eigener Aufzugmoment – 13 Stockwerke Angst in einem hässlichen Kreuzberger Hochhaus. Eine Frau, die gelernt hat, dass man ein Leben nicht nur verdichten, sondern auch vervielfältigen kann. Aufzugtür auf für Sabine Vitua!

  • Im Aufzug mit Dr. Stephan Marks

    Im Aufzug mit Dr. Stephan Marks

    10.09.2026•1:39:10

    Diese Woche spreche ich mit Dr. Stephan Marks, einem der führenden Schamforscher im deutschsprachigen Raum. Er ist Politik- und Sozialwissenschaftler und Autor, aber vor allem eines: ein Mensch, der sich unerschrocken einem unserer schmerzhaftesten, verdrängtesten und zugleich politischsten Gefühle widmet. Wir sprechen darüber, wie ihn die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus zur Schamforschung führte und welche zentrale Rolle unbewusste Beschämung beim Aufstieg rechter Bewegungen und gesellschaftlicher Spaltung spielt. Wir tauchen tief ein in die großen Fragen unserer Zeit: Warum macht uns unbewusste Scham narzisstisch und einsam? Wie unterscheiden sich die vier menschlichen Grundbedürfnisse – von Anerkennung über Intimität und Zugehörigkeit bis hin zur eigenen Integrität? Und warum ist Schamlosigkeit oft nur der verzweifelte Versuch, eigene Entwürdigung zu überspielen? Stephan erklärt, wie wir in der Erziehung und Pflege Räume der Würde schaffen können, beleuchtet das Phänomen der mitgefühlten Scham und zeigt auf, warum echtes Hinsehen der Schlüssel für ein verständnisvolles Miteinander ist. Gemeinsam blicken wir auf das feine Netz zwischenmenschlicher Beziehungen, diskutieren gesellschaftliche Sündenböcke und hinterfragen den Umgang mit Leistung, Armut und Alter. Stephan erforscht die Scham nicht nur theoretisch, sondern hilft uns aktiv dabei, sie aus der Schmutzecke zu holen und ihr mit Würde zu begegnen. Aufzugtür auf für Dr. Stephan Marks!

  • Im Aufzug mit Shai Hoffmann

    Im Aufzug mit Shai Hoffmann

    27.08.2026•1:43:08

    Diese Woche spreche ich mit Shai Hoffmann, einem Mann, der sich unermüdlich dort engagiert, wo Diskurse festgefahren sind. Als Sozialunternehmer und Aktivist schafft er Räume für echte Begegnung und fordert uns heraus, Widersprüche und andere Perspektiven überhaupt erst auszuhalten. Im Gespräch mit mir ist er vor allem eines: Schonungslos ehrlich – mit sich selbst und unserer Gesellschaft. Wir sprechen über seine familiären Wurzeln in Israel und die Zerrissenheit zwischen Alltagsrealität und dem Nahostkonflikt seit dem 7. Oktober 2023. Shai ordnet den Diskurs rund um Antisemitismus und deutsche Staatsräson ein und warnt vor einer gefährlichen Begriffsverwässerung. Er berichtet von seinen „Trialogen“ an Schulen, mit denen er Feindbilder abbaut, wo Lehrkräfte oft aus Unsicherheit schweigen. Doch wir blicken auch hinter die Kulissen des Aktivismus: Shai spricht offen über seine Schwerbehinderung nach einer Nierentransplantation, die körperlichen Grenzen des Engagements und warum Binsenweisheiten keine echten Begegnungen ersetzen. Ein Gespräch über Haltung, Scham und die Kunst, im Dialog zu bleiben. Aufzugtür auf für Shai Hoffmann!

  • Im Aufzug mit Marina Weisband

    Im Aufzug mit Marina Weisband

    13.08.2026•1:45:48

    Diese Woche spreche ich mit Marina Weisband, einer der profiliertesten politischen Stimmen unseres Landes. Sie ist Psychologin, Autorin und Aktivistin, aber vor allem eines: eine Person, die unerschrocken für eine lebendige, digitale und gerechte Demokratie kämpft. Wir sprechen über ihren Weg: von ihrer Herkunft und der prägenden Erfahrung, als Kind aus der Ukraine nach Deutschland zu kommen, bis hin zu ihrem plötzlichen Aufstieg in der Piratenpartei. Marina teilt mit mir ganz persönliche Einblicke in ihr Leben mit ADHS und der chronischen Erkrankung ME/CFS. Wir tauchen tief ein in die großen Fragen unserer Zeit: Passen Glaube und Psychologie zusammen? Wie begreifen wir, dass alle Menschen Menschen der Geschichte sind, und welche Verantwortung ist daran geknüpft? Und warum sehnen wir uns alle nach Gemeinschaft? Marina erklärt, wie wir junge Menschen beim Umgang mit Social Media begleiten können, stellt ihr Herzensprojekt Aula vor, das Schülern echte demokratische Mitbestimmung ermöglicht, und zeigt auf, was konstruktiven Aktivismus ausmacht. Gemeinsam blicken wir auf die Zukunft der Demokratie, diskutieren das Konzept von „Change by Catastrophe“ und den Begriff der Macht. Marina hinterfragt das System nicht nur, sondern gestaltet es aktiv mit. Aufzugtür auf für Marina Weisband!