Kristina Lunz, feministische Außenpolitik
Im Gespräch
Vor 6 Tagen • 53 Min.
So gut wie jede Frau, die im Internet unterwegs ist, erlebt Momente des Hasses. Vor allem von Männern – sagt Kristina Lunz. Die deutsche feministische Aktivistin wurde schon mehrfach in ihrem Leben Opfer von Online-Gewalt. Etwa als sie 2014 eine erfolgreiche Kampagne gegen die sexualisierte Darstellung von Frauen in der Boulevardzeitung „Bild“ startete. Und zuletzt im vergangenen Jahr nach einer Pressekonferenz zum Thema „Femizide und Abtreibungen“. Der Hass im Netz hat Kristina Lunz, Jahrgang 1989, Studium der Diplomatie, u.a. in Oxford, zu einem einschneidenden Schnitt in ihrer Karriere bewogen: Sie hat sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und das von ihr mitgegründete „Center for feminist foreign policy“ geschlossen. Mari Lang hat mit Kristina Lunz darüber gesprochen, warum das Internet vor allem für Frauen ein gefährlicher Ort ist, und weshalb es gerade heute in der Außenpolitik einen feministischen Blick braucht. (WH von 22.1.2026)