09 insan...mitMENSCHsein - Bella, Uganda - Margerite, Kamerun
insan... MitMENSCHsein auf dem Weg zur MENSCHLICHKEITSVERFASSUNG
11.08.2026 • 45 Min.
Im Podcast-Gespräch sprechen Isabella (Bella) und Margarite über ihre Herkunft, Sprache, ihren Glauben und ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement. Herkunft und Sprachen: Isabella (Bella) kommt aus Kampala (Uganda) und spricht Englisch, Lusoga und Luganda. Margarite stammt ursprünglich aus Kamerun (geboren in Dschang, aufgewachsen im Südwesten) und spricht neben Englisch die Sprachen Bamana, Bafang, Bangante sowie Sprachkenntnisse in Nigerianisch. Ankunft und Alltag in Deutschland: Margarite kam im April 2013 nach Deutschland, lernte schnell Deutsch bis B1 und begann bereits nach zwei Monaten in der Autoteile-Produktion zu arbeiten. Bella schildert die ersten Kontakte mit der deutschen Sprache anfänglich als beängstigend und herausfordernd, erlebte die Menschen jedoch als sehr freundlich und aufnehmend. Glaube und Kirche: Margarite engagiert sich gemeinsam mit ihrem Mann in der Deeper Life Bible Church (u. a. in Vechta und Bremen) und betreibt Straßen-Evangelisation. Bella betet bevorzugt für sich zu Hause, da sie in einer Kirche negative Erfahrungen mit erzwungenem Geldabgeben gemacht hat. Beide betonen, dass echter Glaube aus dem Herzen kommt und Nächstenliebe im Alltag gelebt werden muss. Engagement & Initiativen: Beide Frauen engagieren sich im Kulabi (Kulturladen & Bibliothek im Roland-Center Huchting). Margarite organisiert Catering-Projekte und Kochkurse, um afrikanische Frauen aus ihrer Komfortzone zu holen, ihnen deutsche und afrikanische Küche beizubringen und ihnen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt zu helfen. Bella engagiert sich u. a. in Flüchtlingsunterkünften (z. B. Kunst- und Selbstbewusstseinsprojekte für Kinder und Frauen) und unterstützt Margarite bei der Event-Dekoration. Verständnis von Menschlichkeit: Für Bella bedeutet Menschlichkeit, gut zu anderen zu sein, ein offenes Herz zu haben, Unterstützung in schwierigen Zeiten zu bieten und anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Margarite versteht darunter Nächstenliebe, das Teilen des eigenen Wohlstands, das Aufnehmen von Hilfesuchenden sowie das fürsorgliche Miteinander in der Gemeinschaft.