44 – Amatonormativität – Teil II
InSpektren - Der Podcast aus der deutschsprachigen A*spec-Community
08.06.2023 • 1 Std. 36 Min.
Im zweiten Teil unserer Folge zum Thema Amatonormativität sprechen Noir, Finn und Delfin mit Gregor weiter über die strukturellen Probleme, die mit dieser Annahme einhergehen. Es geht um die gesellschaftlichen Konsequenzen von Amatonormativität und darauf, welche Auswirkungen diese auf das persönliche Leben von Menschen haben kann. Außerdem wird Intersektionalität thematisiert und über die Möglichkeit einer Koexistenz von Romantik und Aromatik nachgedacht.Moderation: Noir, Finn, DelfinGastperson(en): GregorProduktionsleitung: NoirRedaktion: Noir, Luna, Gregor, Finn, DelfinSchnitt: MelleFolgenbild: DasTennaQualitätssicherung: Delfin, Luna, Finn This work is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License Content Notes00:03:26-00:12:17 | Strukturelle A*spec-Feindlichkeit/Diskriminierung, Amatonormativität und Singlimus 00:12:30-00:18:35 | A*spec-Feindlichkeit (Infantilisierung), Heterotemporalität00:18:35-00:31:25 | Singlismus, Aro*-Feindlichkeit (Pathologisierung, Absprechen von Gefühlen, Menschlichkeit und Glück), Überhöhung romantischer Partner*innenschaften und Abwertung nicht-romantischer Beziehungen00:21:15-00:26:22 | Ace*-Feindlichkeit, Allonormativität, Rückführung von A*spec-Identitäten auf Trauma00:34:45-00:48:16 | Unsichtbarmachung, Singlism, Intersektion Gesellschaftssystem, Stigmatisierung/Benachteiligung Alleinerziehender, toxische Beziehungen, Poly*-Feindlichkeit 00:49:00-01:05:10 | Minoritätenstress, Psychische Probleme und Gesundheit, Erwähnung von Suizidgedanken und -versuchen sowie selbstverletzendem Verhalten, Selbsthass, Sammeln sexueller und romantischer Erfahrungen aus Druck heraus, Heterotemporalität 00:55:07-00:56:35 | Aro*-Feindlichkeit (Dämonisierung von Sex ohne Liebe)00:58:20-00:58:35 | Alkohol(konsum)01:05:55-01:09:15 | Amatonormative Zuschreibungen an binäre Geschlechterrollen, Sexismus, Heteronormativität und -temporalität, Diskriminierung von trans* und nicht-binären Personen sowie nicht-normativer Beziehungsformen01:09:25-01:17:12 | Ableismus (Desexualisierung, Abwertung, Annahme dass behinderte Menschen am Partner*innenmarkt weniger wert wären), Desireability/Respectability Politics01:17:14-01:18:10 | Erwähnung von White Supremacy, Rassismus, Klassismus, Ableismus, Hyperamatonormativität01:18:55-01:26:00 | Heteronormativität, Homofeindlichkeit, Hyperamatonormativität Kapitelmarken00:00:00 | Intro00:00:24 | Begrüßung und Einleitung00:01:50 | Inhaltshinweise00:03:26 | Strukturelle Probleme00:12:30 | Gesellschaftliche Konseuqnzen von Amatonormativität00:48:30 | Auswirkungen auf das persönliche Leben01:05:20 | Intersektionalität01:18:18 | Koexistenz von Romantik und Aromantik01:27:03 | Lexikon: Beziehungsrolltreppe01:29:52 | Kulturecke: Minimizing Marriage von Elizabeth Brake01:31:35 | Was nehmen wir mit?01:34:55 | Verabschiedung, Dank und Kontaktmöglichkeiten01:36:22 | Outro LexikonBeziehungsrolltreppe – Der Begriff Beziehungsrolltreppe (eng. Relationship Escaletor) beschreibt die Annahme, dass Personen in einer romantischen Paarbeziehungen eine bestimmte Folge an Schritte durchlaufen müssen, damit die Beziehung als valide gilt und als solche ernst genommen wird. Dabei gibt jede Stufe vor, wie sich eine Paarbeziehung zu entwickeln hat und welcher Schritt als nächstes an der Reihe ist. Wie eine Rolltreppe verläuft auch die Beziehungsrolltreppe linear, es gibt hier keine Abzweigungen oder Umwege. Sie verläuft über das erste kennenlernen, die ersten Dates, die verstärkte Inkorporation von Zärtlichkeit und Sexualität in die Beziehung, eine Entscheidung für Monogamie, das offiziell machen der Beziehung über Schritte wie heiraten und Kinder bekommen. Ein Umkehren oder Aussteigen auf der Beziehungsrolltreppe wird gesellschaftlich als “Versagen” der Beziehung gewertet. Dieses Verständnis von Beziehungen und Beziehungszielen hat sich durch die Gesellschaft entwickelt und ist auch in den Medien zu sehen. KultureckeElizabeth Brake, Minimizing Marriage (Oxford University Press, 2012) https://elizabethbrake.com/minimizing-marriage/ Quellenqueer-lexikon.net: AmatonormativitätAmatonormativity, Elizabeth Brake, Minimizing Marriagecouplecare.de: Beziehungsmodelle und die Beziehungs-Rolltreppe Shout-OutsIntrosprecher: KijargoIntro/Outro: John Bartmann – Jazzy DetectiveAudio-Player Uns findet ihr außerdem hierinspektren.euinstagram: inspektren_podcastfacebook: InSpektren.Podcasttwitch: InSpektren_Podcasttwitter: InSpektrenMastodon: chaos.social/@inspektrenDiscord: aspecgerman.deMail: info@inspektren.euYouTubeSpotifyAmazon MusicApple PodcastGoogle PodcastA*spec Vibes zum Anhören findet ihr auf unserer Spotify Playlist