S3 E19 - Die ohne Jobs
S3 E19 - Die ohne Jobs

S3 E19 - Die ohne Jobs

Irgendwas mit Nachhaltigkeit?


22.09.2026 • 1 Std. 14 Min.

IRGENDWAS MIT NACHHALTIGKEIT? S3 E18 - Die ohne Jobs Im März habe ich hier eine Folge über „Jobs mit Sinn“ gemacht. (Staffel 2, Folge 18..) Über Nachhaltigkeitsjobs, einen boomenden Arbeitsmarkt, erste Zeichen der Ernüchterung und die Frage, ob Nachhaltigkeit überhaupt ein eigener Beruf sein muss. Sechs Monate später ist es Zeit für die Fortsetzung. Diesmal geht es um die... nunja die ohne Jobs. Denn irgendetwas ist in den letzten zwei Jahren gekippt. Nachhaltigkeitsabteilungen werden kleiner, Budgets enger, Projekte verschoben und aus dem regulatorischen Rückenwind der letzten Jahre ist spätestens mit dem Omnibus ein ziemlich kräftiger Gegenwind geworden. Gleichzeitig ist die Arbeit erstaunlicherweise nicht verschwunden. PPWR, Lieferketten, Scope 3, Energie, Rohstoffe, Kundenanforderungen, Klimarisiken, EcoVadis, SBTi, Produktdaten und geopolitische Abhängigkeiten interessieren sich nur begrenzt dafür, ob gerade noch jemand „Sustainability Manager“ auf der Visitenkarte stehen hat. Ausgangspunkt dieser Folge sind Gespräche auf der B.A.U.M.-Jahrestagung: offiziell viel Aufbruch, in den Gesprächen dazwischen aber auch Unsicherheit, Überlastung und die Frage, wie viel echte Transformation zwischen Regulierung, Reporting und Krisenmanagement eigentlich noch übrig bleibt. Wir schauen auf den Nachhaltigkeitsarbeitsmarkt, sinkende Gehälter und veränderte Rollen, auf Omnibus und regulatorisches Whac-A-Mole, auf Beratung nach dem CSRD-Goldrausch und auf eine Wirtschaft, die gleichzeitig mit Energiepreisen, geopolitischen Risiken, schwachem Exportgeschäft und neuen Abhängigkeiten umgehen muss. Also: Vielleicht erleben wir gerade gar nicht das Ende der Nachhaltigkeitsarbeit. Vielleicht erleben wir gerade die endgültige Entkopplung von Nachhaltigkeitsarbeit und Nachhaltigkeitsjobs. Die Stelle ist weg. Die Aufgabe leider nicht.