Über Jagdfieber, Fehlschüsse und dem Druck hinter dem Abzug
JAGD & HUND Podcast
16.09.2026 • 47 Min.
Darum geht’s in dieser Folge: Was passiert, wenn auf der Jagd plötzlich nicht mehr alles so funktioniert wie auf dem Schießstand? In dieser Folge sprechen Vicky und Carsten live aus dem MSZU in Ulm über Jagdfieber, Fehlschüsse und den Druck hinter dem Abzug. Zu Gast sind Benedikt Schwenen und Maximilian Scherle. Beide bringen viel jagdliche und schießpraktische Erfahrung mit und sprechen offen darüber, warum ein guter Schütze nicht nur daran zu erkennen ist, wie oft er trifft, sondern auch daran, wann er bewusst nicht schießt. Im Gespräch geht es um die Frage, wie gut die Jagdausbildung tatsächlich auf den ersten Schuss auf Wild vorbereitet, warum regelmäßiges Training trotzdem nie die reale Jagdsituation vollständig abbilden kann und welche Rolle Erfahrung, Routine und Selbstkritik spielen. Besonders persönlich wird es, als Benedikt und Maximilian von eigenen Fehlschüssen und schwierigen Situationen erzählen – und davon, welche Bilder und Gedanken sie teilweise bis heute begleiten. Dabei wird auch deutlich, warum eine offene Fehlerkultur in der Jägerschaft wichtig ist, weshalb Nachsuchengespanne ohne falsche Scheu gerufen werden sollten und warum regelmäßiges Schießtraining zur jagdlichen Verantwortung gehört. Eine Folge über Emotionen, Demut und die Erkenntnis, dass manchmal gerade der nicht abgegebene Schuss die richtige Entscheidung ist. Highlights der Folge • Warum der Schuss auf Wild eine völlig andere Situation ist als der Schuss auf eine Scheibe. • Wie sich Jagdfieber bei Benedikt und Maximilian persönlich äußert. • Weshalb ein guter Schütze nicht allein an seiner Trefferquote zu erkennen ist. • Wie gut die Jagdausbildung tatsächlich auf die ersten realen Jagdsituationen vorbereitet. • Warum sich auch nach vielen Jagdjahren Fehler in Anschlag und Schießtechnik einschleichen können. • Weshalb regelmäßiges Training und der Blick eines Trainers oder erfahrenen Schützen sinnvoll bleiben. • Wie Fehlschüsse und schwierige Nachsuchen das eigene jagdliche Verhalten dauerhaft verändern können. • Warum innerhalb der Jägerschaft noch offener über schlechte Schüsse gesprochen werden sollte. • Weshalb Kontroll- und Nachsuchen kein Grund sind, sich zu schämen. • Warum Routine nicht automatisch mehr Sicherheit bedeutet und sogar zur Fehlerquelle werden kann. • Wie Gruppendruck auf Drückjagden dazu führen kann, die eigene Entscheidung infrage zu stellen. • Warum regelmäßiges Schießtraining zur Eigenverantwortung gehört – unabhängig von der Zahl der Jagdjahre.