Karriere-Podcast für neue Perspektiven und alle, die ihren eigenen Weg im Gesundheitswesen gehen?
Karriere-Podcast für neue Perspektiven und alle, die ihren eigenen Weg im Gesundheitswesen gehen?

Karriere-Podcast für neue Perspektiven und alle, die ihren eigenen Weg im Gesundheitswesen gehen?

Anja Pötzsch - multicareer GmbH


Podcast, Business

Hier ist dein Karriere-Podcast für Menschen im Gesundheitswesen. Bei uns geht es nicht (nur) um schnelle Tipps zum nächsten Job, sondern um ehrliche Gespräche über das, was bleibt und das, was sich verändern darf. Zwischen Berufsrealität und Sinnfragen, Karrierewunsch und innerem Zweifel – dieser Podcast schenkt Orientierung, stärkt Haltung und erzählt Geschichten, die unter die Oberfläche gehen. Für alle, die ihre Arbeit nicht nur machen, sondern leben. ?️ von und mit Anja Pötzsch CCO multicareer GmbH – aus der Praxis der Personalberatung, mit echten Stimmen und klarem Blick.

Alle Folgen

  • #73 Warum Hygiene im Krankenhaus oft scheitert und was das für Patientensicherheit bedeutet | mit Gerda Cencipere

    Vor 6 Tagen1:15:11

    Heute spreche ich mit Gerda Cencipere, leitende Fachkraft für Hygiene und Infektionsprävention am Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg. Ihr Weg führt über mehr als 30 Jahre durch das Gesundheitswesen – von der Pflege über Dialyse und Wundmanagement bis hin zu einem Bereich, der oft unterschätzt wird und gleichzeitig entscheidend ist: Hygiene. Wir sprechen darüber, warum Hygiene im Krankenhaus weit mehr ist als Sauberkeit und warum sie im Alltag trotzdem häufig nicht konsequent umgesetzt wird. Gerda gibt Einblicke in die Realität hinter Hygienestandards:Zeitdruck, Personalmangel und komplexe Abläufe führen dazu, dass kleine Unterbrechungen im Alltag große Auswirkungen haben können. Es geht um die Frage, wo Infektionen tatsächlich entstehen, warum Infektionsprävention oft nicht sichtbar ist – und genau deshalb unterschätzt wird. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Rolle von Hygienefachkräften.Was sie konkret tun, wo ihre Grenzen liegen und warum sie im System eine Schlüsselrolle einnehmen. Wir sprechen auch über die Zukunft:Multiresistente Erreger nehmen zu, Anforderungen steigen – und gleichzeitig wird klar, dass Hygiene nicht am Wissen scheitert, sondern an der Umsetzung im Alltag. Diese Folge ist ein ehrlicher Blick auf Anspruch und Realität im Gesundheitswesen – und auf die Verantwortung, die jede einzelne Person im System trägt. Diese Episode ist besonders relevant für:– Geschäftsführungen und Klinikleitungen– Ärztinnen und Ärzte– Pflegefachkräfte– Hygienebeauftragte– Entscheider im Gesundheitswesen Themen dieser Episode:– Hygiene im Krankenhausalltag– Infektionsprävention und Patientensicherheit– Nosokomiale Infektionen– Multiresistente Erreger (MRE)– Zeitdruck und Personalmangel– Prozesse und Verantwortung im Gesundheitswesen Häufige Fragen zur Folge: Warum ist Hygiene im Krankenhaus so wichtig?Weil sie direkt über Patientensicherheit entscheidet und Infektionen verhindert, die oft erst später sichtbar werden. Warum werden Hygienestandards im Alltag nicht eingehalten?Häufige Gründe sind Zeitdruck, Personalmangel und fehlende Struktur in den Arbeitsabläufen – nicht mangelndes Wissen. Was macht eine Hygienefachkraft konkret?Sie berät, schult und analysiert Prozesse, erstellt Hygienepläne und unterstützt Einrichtungen dabei, Infektionen zu vermeiden. Warum nehmen multiresistente Erreger zu?Durch häufigen Antibiotikaeinsatz und unzureichende Prävention entwickeln Erreger Resistenzen und werden schwer behandelbar. Hier kannst du dich mit Gerda vernetzen:LinkedIn: Institut für Hygiene und Umwelt Hamburg Wenn dir diese Folge gefallen hat, abonniere den Podcast und teile die Episode mit Menschen im Gesundheitswesen. Damit hilfst du, dass Multicareer meets besser gefunden wird und diese Themen die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen.

  • #72 Karriere am Limit Warum viele die Apotheke verlassen und Entwicklung woanders finden

    14.04.20261:07:35

    Über 15 Jahre hat Diana Stier in öffentlichen Apotheken gearbeitet. Sie kennt den Alltag hinter dem HV-Tisch genauso wie die fachlichen Anforderungen, die Verantwortung und die enorme Lernkurve, die dieser Beruf mit sich bringt. Von Rezeptur bis Menschenkenntnis, von Kundenservice bis Krisenmanagement, von Schadensbegrenzung bis Wunderheilung. Die Apotheke war für sie eine Schule fürs Leben. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum fachliche Entwicklung in der Apotheke sehr weit gehen kann und warum sie trotzdem für viele irgendwann nicht mehr ausreicht. Nicht, weil das Fachliche fehlt. Sondern weil klassische Karrierewege und echte Führungsoptionen begrenzt sind. Diana beschreibt offen, was es bedeutet, fachlich exzellent zu sein und gleichzeitig zu merken, dass Verantwortung, Gestaltung und Weiterentwicklung strukturell kaum wachsen können. Nach fast 15 Jahren in der Apotheke wechselte sie zu einem Softwareunternehmen für Apotheken und Arztpraxen, baute dort eine eigene Abteilung auf und übernahm erstmals umfassende Führungsverantwortung. Prozesse entwickeln, Teams führen, Service neu denken. Ein wichtiger Schritt, um Kompetenzen einzusetzen, für die es im Apothekenalltag wenig Raum gibt. Heute leitet Diana Stier beim Studienkreis das Gebiet Sachsen. Sie verantwortet 20 Standorte, mehrere Hundert Mitarbeitende und viele Tausend Schülerinnen und Schüler. Lernen ist für sie dabei mehr als Wissensvermittlung. Lernen ist Beziehung, Vertrauen, Struktur und oft auch Entlastung für Kinder, Eltern und Lehrkräfte in einem überlasteten Bildungssystem. Wir sprechen über moderne Lernmodelle, über Hybridunterricht, über den Einsatz von KI und Virtual Reality und darüber, warum Nachhilfe heute oft systemische Lücken schließt. Es geht um Sinn, um Wirksamkeit und um die Frage, wie berufliche Entwicklung aussehen kann, wenn klassische Karrierepfade enden. Diese Folge ist für alle, die fachlich sehr gut sind und trotzdem spüren, dass da noch mehr möglich sein muss. Für Menschen im Gesundheitswesen, die Verantwortung übernehmen wollen. Und für alle, die glauben, dass Lernen auch außerhalb der Apotheke die beste Medizin sein kann. Vernetze dich direkt mit Diana bei LinkedIn Wenn dir diese Folge gefallen hat, hinterlass gern eine Bewertung und folge dem Podcast, damit du keine weitere Episode verpasst. Empfiehl diese Folge besonders dann weiter, wenn du jemanden kennst, der fachlich stark ist und gerade an einem beruflichen Wendepunkt steht. Danke fürs Zuhören und fürs Weitertragen dieser Gespräche.

  • #71 Heilen heißt verbinden: Naturheilkunde als Teil moderner Klinikmedizin

    31.03.202644:57

    Mir war bis vor kurzem nicht bewusst, dass es Krankenhäuser gibt, in denen Naturheilkunde ganz selbstverständlich Teil der stationären Versorgung ist.Nicht als Alternative zur Schulmedizin – sondern als Ergänzung. In dieser Folge spreche ich mit Dr. Robert Schmidt, ärztlicher Direktor und Chefarzt am Krankenhaus für Naturheilweisen (KfN) in München. Das KfN ist ein gemeinnütziges Stiftungskrankenhaus mit fast 200-jähriger Geschichte und gilt als eines der bekanntesten Häuser für integrative Medizin in Deutschland. Hier wird moderne Schulmedizin mit bewährten naturheilkundlichen Verfahren verbunden – evidenzbasiert, strukturiert und patientenzentriert. Wir sprechen unter anderem darüber, wie Robert eher zufällig zur Naturheilkunde kam und warum er sich bewusst für diesen Weg entschieden hatwas ein Krankenhaus für Naturheilweisen heute ausmacht – historisch, organisatorisch und im klinischen Alltagwarum hier ganz bewusst von integrativer Medizin gesprochen wird und nicht von „alternativer“ Medizinwelche Patient:innen stationär im KfN behandelt werden, insbesondere Menschen mit chronischen Erkrankungenwelche naturheilkundlichen Verfahren konkret eingesetzt werden, darunter Ernährungstherapie, Bewegung, Ordnungstherapie, Phytotherapie, Kneipp-Anwendungen, Neuraltherapie und moderne Mikronährstoffkonzeptewarum Zeit, Gespräch und aktive Mitarbeit der Patient:innen zentrale Bestandteile der Therapie sindwie Naturheilkunde dabei helfen kann, Selbstwirksamkeit und Gesundheitskompetenz zu stärkenwie die Akzeptanz integrativer Medizin innerhalb der Ärzteschaft heute aussieht und was sich in den letzten Jahren verändert hatwelche Rolle Komplementär- und Naturheilkunde künftig im deutschen Gesundheitssystem spielen könnteIntegrative Medizin ist kein Gegenentwurf zur Schulmedizin.Sie versteht sich als verbindender Ansatz, der medizinische Wirksamkeit, Prävention und Eigenverantwortung zusammendenkt. Gerade bei chronischen Erkrankungen entsteht dadurch etwas, das viele Patient:innen vermissen:✅ das Gefühl, nicht nur behandelt zu werden, sondern aktiv an der eigenen Gesundheit mitzuwirken. Wir sprechen auch darüber, warum große randomisierte Studien in der Naturheilkunde strukturell herausfordernd sindweshalb Prävention viel früher ansetzen müsste – idealerweise bereits im Alltag und in der Bildungund warum integrative Medizin einen wichtigen Beitrag leisten kann, wenn wir Versorgung langfristig sichern wollenNaturheilkunde im Krankenhaus ist weder Rückschritt noch Luxus.Sie ist ein ernstzunehmender Teil moderner Medizin – dort, wo sie evidenzbasiert, verantwortungsvoll und integrativ eingesetzt wird. • Vernetze dich mit Dr. Robert Schmidt auf LinkedIn• Erfahre mehr über das Krankenhaus für Naturheilweisen München• Wenn dir diese Folge gefallen hat: – abonniere den Podcast – teile die Episode – und lass gern eine Bewertung da Danke, dass du zugehört hast und offen bleibst für neue Perspektiven im Gesundheitswesen.

  • #70 Warum Elternsein leichter sein darf – über Klarheit, Grenzen und echte Verbindung

    17.03.20261:25:37

    Karriere, Verantwortung, Führung – darüber sprechen wir oft.Doch es gibt einen Bereich, der uns mindestens genauso fordert, manchmal sogar mehr: unsere Familie. In dieser Folge von spreche ich mit Ulrike Gillert, Kinderärztin, Gründerin der Elternakademie und Autorin.Ein Gespräch über Elternschaft jenseits von Perfektionismus, über Sprache, Haltung und darüber, warum gute Führung oft genau dort beginnt, wo wir lernen, gut für uns selbst zu sorgen. Ulrike teilt sehr offen, warum sie trotz jahrzehntelanger medizinischer Erfahrung als junge Mutter an ihre Grenzen kam und wie genau daraus ihr Weg in die Elternarbeit entstand.Wir sprechen darüber, warum Elternsein keine Intuition allein braucht, sondern Wissen, Übung und Erlaubnis zur Unvollkommenheit. Themen dieser Folge:? Warum „Zuerst komme ich“ kein Egoismus ist, sondern Fürsorge?️ Die Macht von Sprache: sagen, was wir wollen – nicht, was wir nicht wollen? Grenzen setzen ohne Schuldgefühle❤️ Was Kinder wirklich brauchen, um sich sicher zu fühlen? Medien, Aufmerksamkeit und echte Begegnung? Warum das Wichtigste im Alltag oft „nebenbei“ passiert Ein Gespräch, das nicht nur Eltern berührt, sondern alle, die mit Menschen arbeiten. Im Team, in Führung oder im eigenen Leben. ? Ulrike ist Autorin des Buches Eltern sein leicht gemacht und Gründerin der Elternakademie, in der sie Eltern begleitet, ihren Familienalltag klarer, entspannter und verbindlicher zu gestalten. ? Mehr zu Ulrike und ihrer Arbeit findest du hier: Vernetz dich gern direkt auf LinkedIn! ? Zum Schluss: Wenn dich diese Folge berührt hat, dann teil sie gern mit Menschen, die genau das gerade hören sollten.Abonniere den Podcast, lass eine Bewertung da und bleib uns weiter gewogen.

  • #69 Pflege zwischen Anspruch und Realität – Arzt, Unternehmer, Verantwortung

    03.03.20261:21:16

    Heute spreche ich mit Noah Alsaria, Arzt in Weiterbildung und Gründer eines ambulanten Pflegedienstes in Berlin. Sein Weg verbindet Medizin, Migration und Unternehmertum und macht sichtbar, wo das deutsche Pflegesystem im Alltag an seine Grenzen stößt. Noah kam 2012 aus dem Jemen nach Deutschland, lernte die Sprache, studierte Medizin an der Charité und finanzierte sich sein Studium über Jahre hinweg durch Arbeit in der Pflege. Diese doppelte Perspektive prägt seinen Blick bis heute: als Arzt, der medizinische Verantwortung trägt, und als Unternehmer, der täglich mit den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Pflege konfrontiert ist. Wir sprechen darüber, warum ambulante Pflege ein zentraler Baustein im Gesundheitswesen ist und gleichzeitig unter massivem Druck steht. Themen sind Pflegegrade, Budgets, steigende Personalkosten, Tarifvorgaben und politische Entscheidungen, die den Handlungsspielraum von Pflegediensten stark einschränken. Noah erklärt anschaulich, warum Pflege kein freier Markt ist und weshalb gute Qualität häufig nicht ausreichend refinanziert wird. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist das Pflegesystem insgesamt. Wir sprechen über den Fachkräftemangel in der Pflege, über frühe und späte Versorgung, über Zuzahlungen für Pflegebedürftige und darüber, warum viele Menschen erst sehr spät Hilfe in Anspruch nehmen – oft mit gravierenden Folgen für Gesundheit und Selbstständigkeit. Auch die Unterschiede zwischen ambulanter und stationärer Pflege werden verständlich eingeordnet. Ein zentrales Thema ist zudem die Rolle der Mitarbeitenden. Wir sprechen offen über Krankmeldungen, Fehlzeiten, Arbeitsmoral und Teamdynamiken. Noah schildert seine Sicht als Arzt und Unternehmer sachlich und reflektiert. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um ein besseres Verständnis für Zusammenhänge und Verantwortung auf allen Ebenen: bei Politik, Arbeitgebern, Mitarbeitenden und im System insgesamt. Gleichzeitig geht es um Perspektiven und mögliche Lösungen. Wir sprechen über Digitalisierung in der Pflege, effizientere Strukturen, digitale Dokumentation und über multikulturelle Teams. Noah berichtet, warum Quereinsteiger ein großes Potenzial für die Pflege haben und weshalb Vielfalt im Team eine echte Stärke sein kann. Diese Folge ist kein einfacher Blick auf Pflege. Sie ist ein ehrliches Gespräch über Anspruch und Realität, über Idealismus und Systemgrenzen und über die Frage, wie Versorgung in Zukunft gelingen kann, wenn Verantwortung nicht weiter verschoben, sondern gemeinsam getragen wird. Diese Episode ist besonders relevant für:– Menschen im Gesundheitswesen– Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung– Pflegekräfte und Praxisanleitende– Unternehmerinnen und Unternehmer im Pflegebereich– Entscheider im Gesundheitswesen– Alle, die verstehen möchten, wie Pflege wirklich funktioniert Themen dieser Episode:– Migration und medizinische Ausbildung in Deutschland– Arbeiten in Pflege und Medizin– Ambulante Pflege im deutschen Pflegesystem– Pflegegrade, Budgets und Pflegepolitik– Fachkräftemangel in der Pflege– Wirtschaftliche Realität von Pflegediensten– Krankmeldungen, Arbeitsmoral und Teamkultur– Digitalisierung in der Pflege– Multikulturelle Teams und Quereinstieg– Verantwortung im Gesundheitswesen Hier kannst du dich mit Nooh vernetzen:LinkedIn Pflegedienst Wenn dir diese Folge gefallen hat, abonniere den Podcast, lass mir gern eine Bewertung da und teile die Episode mit Menschen, die sich für Pflege, Medizin und die Zukunft unseres Gesundheitssystems interessieren. Damit hilfst du, dass Multicareer meets besser gefunden wird und diese wichtigen Perspektiven mehr Reichweite bekommen.

  • #68 Wie gute Ausbildung Fachkräfte bindet – Führung, Mentoring und Willkommenskultur im Krankenhaus

    17.02.20261:08:28

    In dieser spreche ich mit Dr. Thomas Ihmann, Chefarzt der Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am GLG Werner-Forßmann-Klinikum in Eberswalde. Gemeinsam gehen wir einer der zentralen Fragen im Gesundheitswesen nach: Wie gelingt es Krankenhäusern, Fachkräfte nicht nur zu gewinnen, sondern sie auch langfristig zu halten und weiterzuentwickeln? Das GLG Werner-Forßmann-Klinikum wurde 2024 mit dem Preis für das beste Praktische Jahr in Deutschland ausgezeichnet. Diese Auszeichnung steht für faire Ausbildungsbedingungen, klare Strukturen, ein durchdachtes Mentoringkonzept und eine gelebte Willkommenskultur. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum genau diese Faktoren heute entscheidend sind, wenn es um Mitarbeiterbindung, ärztliche Weiterbildung und Führung im Krankenhaus geht. Dr. Ihmann berichtet, wie er seit seinem Start als Chefarzt im Jahr 2021 bestehende Konzepte weiterentwickelt und neu strukturiert hat. Für ihn beginnt Fachkräftesicherung nicht bei kurzfristiger Rekrutierung, sondern bei Ausbildung als Teil der Unternehmenskultur. Gute Lehre, transparente Lernziele und echte Wertschätzung sind für ihn Führungsaufgabe. Wir sprechen darüber, was Studierenden im Praktischen Jahr wirklich wichtig ist. Dazu gehören scheinbar einfache Dinge wie Spinde, Berufskleidung, IT-Zugänge und eine faire Vergütung – aber auch klare Curricula, definierte Lernziele, regelmäßige Feedbackgespräche und persönliche Begleitung. Das Klinikum hat diese Kriterien nicht nur umgesetzt, sondern sich extern überprüfen lassen und zertifizieren lassen. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist das strukturierte Onboarding. Neue Mitarbeitende werden bereits vor dem ersten Arbeitstag abgeholt, erhalten klare Informationen, detaillierte Einarbeitungspläne und feste Ansprechpartner. Besonders für Berufsanfänger gibt es strukturierte Einarbeitungskonzepte mit Lernzielen, Selbststudienanteilen und regelmäßigen Gesprächen. Das sorgt für Sicherheit, Orientierung und einen gelungenen Start im Krankenhausalltag. Ein zentrales Thema ist außerdem das Simulationstraining in der Anästhesie. In einem geschützten Rahmen trainieren ärztliches und pflegerisches Personal gemeinsam kritische Situationen. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern vor allem um Kommunikation, Teamarbeit und Patientensicherheit. Fehler dürfen gemacht werden, um daraus zu lernen – ohne Bewertung und ohne Angst. Ein Ansatz, der aus der Luftfahrt bekannt ist und heute aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken ist. Wir sprechen auch über Mentoring und transparente Facharztweiterbildung. Mithilfe digitaler Tools und eines Ampelsystems können Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten ihren eigenen Fortschritt einschätzen, Entwicklungspotenziale erkennen und Wünsche für die weitere Ausbildung formulieren. Das schafft Fairness, Klarheit und Motivation und trägt wesentlich zur Mitarbeiterzufriedenheit bei. Besonders spannend ist der Blick auf das Thema Offboarding. Dr. Ihmann macht deutlich, warum wertschätzende Abschiede, strukturierte Abschlussgespräche und das bewusste Offenhalten von Türen wichtig sind. Viele ehemalige Mitarbeitende kehren später zurück – weil sie das Haus als fairen und verlässlichen Arbeitgeber erlebt haben. Diese Podcastfolge zeigt, dass gute Ausbildung kein Nice-to-have ist, sondern eine strategische Führungsaufgabe. Moderne Krankenhäuser sind nur dann zukunftsfähig, wenn sie Menschen entwickeln und nicht nur Stellen besetzen. LinkedIn Dr. Thomas IhmannGLG Werner-Forßmann-Klinikum Eberswalde https://www.glg-karriere.de/karriere/aerztlicher-dienst/pj Wenn dir diese Folge gefallen hat, abonniere den Podcast, lass mir gern eine Bewertung da und teile die Episode mit Menschen, die im Gesundheitswesen Verantwortung tragen oder Ausbildung und Führung neu denken wollen. Damit hilfst du, dass unser Podcast besser gefunden wird und genau dort wirkt, wo es gebraucht wird.