JWD-Podcast #10: Informationskompetenz in Zeiten von KI
KI in der Bildung
08.07.2026 • 32 Min.
Wie können Lehrkräfte ihre Klassen durch die Informationsflut navigieren, gerade im KI-Zeitalter? Christian Richter und Cornelia Brückner vom Landesinstitut Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung (LIBRA) entwirren den viel genutzten Begriff Informationskompetenz: von seinen Wurzeln im Bibliothekswesen der 1970er über die drei Kernbausteine Bedarf klären und recherchieren, Quellen bewerten, Informationen weiterverarbeiten und teilen bis zur engen Verzahnung mit Nachrichtenkompetenz in der Medienbildung. Die beiden zeigen, warum es nicht reicht, die „eine“ Meldung zu prüfen, denn Plattformökonomien belohnen Empörung und Zuspitzung. Entscheidend ist der Blick auf Kontext, Produktionsweisen und Ziele eines Beitrags: Für wen ist er gemacht? Wer teilt ihn? Wie transparent arbeitet die Quelle? Gleichzeitig plädieren sie für einen mündigen Umgang mit Unsicherheit, denn absolute Gewissheit gibt es selten und blinder Skeptizismus schadet, sprich: Wir müssen Vertrauen lernen. Orientierung bieten Institutionen mit nachvollziehbaren Arbeitsprozessen und Faktencheck-Formaten. Im Schulalltag werden Lehrkräfte zu Vertrauensankern: durch Offenheit über Quellen, die Kennzeichnung von KI-Einsatz, Fehlerkultur und transparente Entscheidungen.