Digitaler Zwilling im Eigenbau: 490.000 E-Mails, zwei GPUs, keine Cloud
KI und Tech to Go - der Praxis-Pitch
12.08.2026 • 1 Std. 56 Min.
Drei Folgen lang haben wir es angekündigt, jetzt zeigt Yusuf es endlich: den digitalen Zwilling des eigenen Unternehmens. Eine KI, die 490.000 E-Mails, 17.600 Vorgänge und 27.000 Seriennummern kennt, komplett auf zwei eigenen GPUs im eigenen Netz läuft und bei der kein einziges Kundendatum das Haus verlässt. Es wird keine Produktvorstellung, sondern eine ehrliche Bauanleitung mit echten Messwerten – inklusive der sechs Fragen, die man beantworten sollte, bevor man die erste Zeile Code schreibt. Davor die Nachrichtenlage, und die hat es in sich. Google baut die Führung von DeepMind um: Demis Hassabis rückt zum Chief Scientist von Alphabet auf, Koray Kavukcuoglu übernimmt das operative Geschäft, und mit Jeff Dean und Sanjay Ghemawat verlassen nach rund 27 Jahren zwei der prägendsten Ingenieure das Haus, um mit Discovery Loop ein eigenes Unternehmen zu gründen. Forscher aus Stanford und dem Arc Institute haben mit den Genom-Modellen Evo 1 und Evo 2 vollständige Bakteriophagen entworfen, von denen 16 tatsächlich E. coli abtöten – medizinische Chance und Biosecurity-Debatte in einem. Dazu kommen Anthropics neue Wasserzeichen, Nvidias schnelles Open-Weights-Modell Nemotron 3.5 Lightning, OpenAIs Sicherheitsmodell GPT-5.6 Cyber, ByteDances geplantes 10-Billionen-Parameter-Modell, Google DeepMinds Wirbelsturm-Vorhersage WeatherNext Cyclones und das offene Videomodell MiniMax H3. Der rote Faden: Während die großen Labore vor allem Ankündigungen, Wasserzeichen und Propaganda produzieren, entsteht der praktische Vorsprung woanders – im Engineering. Yusuf erklärt die Evolution vom Prompt Engineering über Kontext, Harness und Loops bis zum Graph Engineering und zeigt am eigenen System, warum Halluzination kein Modellproblem ist, sondern ein Architekturproblem. Wer wissen will, wie ein Mittelständler KI vom Spielzeug zum Betriebssystem macht, bekommt hier die ungeschönte Version.