Elternschaft
Kinderschutz im Dialog – der Systemversteher-Podcast
Vor 2 Tagen • 39 Min.
Wie viel Sicherheit schulden wir unseren Kindern eigentlich? Elternschaft bedeutet Verantwortung. Jeden Tag. Für Entscheidungen, für Schutz, für Entwicklung und plötzlich für einen Menschen, dessen Gefühle, Erfahrungen und Zukunft einem vielleicht wichtiger sind als die eigenen. Aber wie fühlt sich diese Verantwortung eigentlich an? In dieser Folge von „Kinderschutz im Dialog – der Systemversteher-Podcast“ sprechen wir über Elternschaft aus der Perspektive derjenigen, die sie jeden Tag leben. Über Liebe und Stolz, aber auch über Sorge, Überforderung, Zweifel, Schuldgefühle und die manchmal ziemlich große Angst, etwas falsch zu machen. Wir fragen uns wie viel Sicherheit schulden wir unseren Kindern eigentlich? Und wie viel Sicherheit können wir ihnen überhaupt geben? Denn Eltern können nicht jedes Risiko ausschließen, jede Enttäuschung verhindern und jedes schwierige Gefühl von ihrem Kind fernhalten. Vielleicht ist genau das auch gar nicht der Auftrag. Kinder brauchen Erwachsene, die ihre Gefühle nicht verhindern, sondern sie darin begleiten. Die Wut aushalten, Traurigkeit nicht sofort wegmachen müssen, Angst ernst nehmen und Enttäuschungen gemeinsam durchstehen. Und gleichzeitig sind da die Gefühle der Eltern selbst. Was macht es mit mir, wenn mein Kind leidet? Wie halte ich seine Angst aus, wenn sie meine eigene berührt? Wann schütze ich mein Kind – und wann versuche ich vielleicht, mich selbst vor einem unangenehmen Gefühl zu schützen? Wir sprechen darüber, warum Verantwortung nicht Kontrolle bedeutet und Sicherheit nicht bedeutet, dass nichts passieren darf. Und darüber, dass Elternschaft vielleicht weniger davon lebt, immer die richtige Antwort zu kennen, als davon, Beziehung anzubieten gerade dann, wenn es schwierig wird. Eine Folge über Elternschaft, Verantwortung und Sicherheiten. Über große Gefühle auf beiden Seiten. Über Zweifel, Vertrauen und die Frage, wie wir Kinder schützen können, ohne ihnen das Leben abzunehmen.